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KOMMENTAR zur bevorstehenden Abstimmung im KreistagDer Neubau des Kreiskrankenhauses ist die richtige Entscheidung

MeinungALSFELD. Ganz sicher ist es zwar noch nicht, aber es sieht ganz stark danach aus: Das Kreiskrankenhaus in Alsfeld soll neu gebaut werden. Bis auf eine Fraktion stimmten im Kreisausschuss nämlich alle für die Variante des Neubaus. Das ist eine gute Entscheidung und ein wichtiger Schritt für die medizinische Versorgung in der Region, findet OL-Redakteurin Alina Roth.

Durch einen Neubau, der nicht nur günstiger sein soll, sondern auch schneller in Sachen Bauzeit, hat man gleich von Anfang an die Chance, alles auf den neuesten Stand zu bringen und muss sich nicht häppchenweise über Jahre um einzelne Bereiche kümmern. Und nicht nur das, denn sobald man nach 15 Jahren mit einer Grundsanierung des Altbaus durch wäre, könnte man gleich wieder mit einzelnen Maßnahmen anfangen. Das betonten auch Fred Andree und Michael Barkow von der Beratungsgesellschaft Andree Consult, die den Ausschussmitgliedern in einem Gutachten die Vor- und Nachteile der beiden Varianten vorstellten.

Das Ergebnis des Gutachtens war eindeutig, lediglich zwei positive Punkte gab es, was die Sanierung angeht: eine gestreckte Finanzierung und keine Abrisskosten. In Sachen Neubau sah das anders aus, hier listeten die beiden Berater nur einen negativen Aspekt auf, und zwar dass man dennoch in den Altbestand investieren müsse, solange die Neubauarbeiten laufen. Ein modernes Krankenhaus mit kurzen Wegen und neuester IT-Technik entlastet dafür sicherlich auch die Mitarbeiter. Und ein attraktives Krankenhaus ist wichtig, wenn es uns irgendwie gelingen soll, medizinischen Nachwuchs in den Vogelsberg zu locken.

Es ist aber nicht erst seit Kurzem so, dass sich der Vogelsbergkreis Gedanken darüber macht, wie es mit dem Alsfelder Kreiskrankenhaus in Zukunft weiter gehen soll. Vor fast zehn Jahren wurde schon mal ein Gutachten für einen Neubau des Krankenhauses in Auftrag gegeben. Geplant war nämlich eine Fusion mit dem Klinikum Hersfeld und dem Klinikum Fulda – aus dem Alsfelder Kreiskrankenhaus wäre ein sogenanntes „Portalkrankenhaus“ geworden, quasi ein reines „Bettenhaus“, das schwierige Fälle in die anderen beiden Kliniken überwiesen hätte. Aus der Fusion wurde allerdings nichts, mögliche Pläne für einen Neubau wurden auf Eis gelegt.

Linksfraktion: KKA-Neubau mit Isolierstation und Tiefgarage

Nun, Jahre später, kommt das Thema Neubau wieder auf den Tisch. Warum aber erst jetzt? Warum wurde der Neubau nicht schon viel früher in Angriff genommen? Sicherlich spielen dabei auch immer bestimmte Bedingungen eine Rolle, beispielsweise finanzielle Aspekte und Fristen für Förderungen. Dennoch stellt sich schon die Frage, ob sich der Kreis nicht schon viel früher für einen Neubau hätte entscheiden können, anstatt, wie er im November 2017 bekannt gab, 33 Millionen Euro in die Zukunft des Kreiskrankenhauses zu investieren, dass in den nächsten fünf Jahren umfangreich saniert werden sollte. Vielleicht hätte man sich mit einer früheren Neubau-Entscheidung so einige kostspielige Reparaturen am alten Gebäude sparen können.

Es ist sicherlich die richtige Entscheidung, sich nun von der Dauer-Sanierung zu verabschieden und die Weichen für ein modernes, zukunftsorientiertes Krankenhaus mit mehr Spielraum zu stellen. Das neue Krankenhaus, es wäre auch ein symbolträchtiges Zeichen: Es geht was auf dem flachen Land, investiert wird nicht nur in die großen Metropolen. Ob es jedoch wirklich dazu kommen wird, das stellt sich erst am Donnerstag heraus, wenn die Kreistagsmitglieder final abstimmen.

29 Gedanken zu “Der Neubau des Kreiskrankenhauses ist die richtige Entscheidung

  1. So gut der Krankenhaus Neubau
    fuer die Region ist, foerdert
    er auch wie Überall in diesem
    Land, Korruption und Vetternwirtschaft. Das heist
    Es wird bestimmt eine ganze
    Ortschaft auf Kosten des Steuerzahler neu entstehen

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    1. @Geraechter- Haben Sie denn gar kein Vertrauen in Ihre gewählten Vertreter ?
      Es kann doch nicht angehen, daß jede/ jeder nur noch an sich denkt und die politische Integrität wie ein überrollter Igel auf den Vogelsberger Straßen liegt. Meinen Sie, dass diese Hoffnung vergeblich ist ?

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  2. was nützt der teuerste neubau, wenn die bedienung innen drin nicht stimmt? eine gesundheitsfürsorge im ländlichen raum sollte sich nicht nur an gewinnträchtigen abteilungen orientieren, sondern am wohl der patienten. das lassen die vogelsberger heilanstalten einiges an kundenfreundlichkeit vermissen. das einzige, was oft funktioniert, ist die „propagandeabteilung“, und die dürfte hilfesuchende am wenigsten interessieren. wird dann vor ort nach den laut angepriesenen leistungen nachgefragt, begegnet den kunden oft patzigkeit, gewinnmaximierung oder auch mangelndes interesse. wichtige fachgebiete, wie geburtshilfe oder onkologie, werden mit fadenscheinigen argumenten geschlossen und auf weit entfernte einrichtungen hingewiesen. das beispiel corona-impfen sie hier als aktuellstes thema genannt.

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    1. @Herr Doktor Otto – also dahingehend habe ich ganz andere Erfahrungen als Sie.
      Während die Urologie im Fuldaer Klinikum bei vermuteten !! Nierensteinen in meiner rechten Niere schon fleissig das Messer gewetzt hat, wurde mir in der Eichhof- Klinik ganz profan mit wirksamen Pillen der blutige Eingriff erspart.
      Dafür nochmal einen ganz herzlichen Dank !

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      1. Durchs Brillenglas von Helge Fitz
        Dringt Sonnenschein selbst aus dem Ritz
        Denn stets ist eigenes Erleben
        Der Prüfstein dessen, was gegeben
        So löst er jede Textaufgabe
        „Wie ich’s einst selbst erlebet habe!“

        P.S.: Ein Linker mit Steinen in der rechten Niere… Das tut dann sicher doppel weh!

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  3. Hallo, da es sich um einen Bau aus der öffentlichen Hand handet, wird es mit den Kosten von ca. 74 Mil. Euro (so die Aussage aus dem Landratsamt / Landrat) nichts werden, es werden sicher 120 Mil. Euro, aber das ist ja egal,

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  4. Immer wieder lese ich von Abriss kosten….

    Verkauft doch das Alte, es gibt sogar eine Hubschrauberlandemöglichkeit :)

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    1. @Sugardaddy- Wenn Ihr euch beeilt, könnt Ihr das alte Alsfelder Krankenhaus an Biontech/ Pfizer, A.-Zeneca oder Moderna verkaufen.
      Herr Spahn zahlt aus seinem Budget aktuell jeden Preis, nur damit mehr Millionen Impfdosen bereitgestellt werden !
      Verkaufsvertrag an den Produzenten Stichtag gestern, heute oder spätestens morgen.
      Die Zukunft der Union steht und fällt mit mehr Impfdosen.

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    2. Es gilt längst als gesicherte Erkenntnis, dass der Abriss leer stehender Gebäude ein Umweltfrevel mit extremer Ressourcenverschwendung ist (siehe file:///C:/Users/Ulrich/Downloads/umnutzung_von_alten_gebaeuden_zu_wohnzwecken.pdf). Und es gibt zahlreiche Beispiele erfolgreicher Projekte, mittels derer Fabrik-, Gewerbe- oder Bürogebäude, ehemals landwirtschaftlich genutzte Hofanlagen, Schulen oder Krankenhäuser, ja sogar Kirchen und Klöster einer Wohnnutzung zugeführt wurden.

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    3. „Immer wieder lese ich von Abriss kosten….“

      Wie geht es Ihnen damit? Was macht das mit Ihnen? Alles gut? Vielleicht können Sie den Newsletter abbestellen.

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  5. @FuerHelge- zahlen Sie ihren Spiessgesellen eigentlich auch „Liker-Taschengeld, damit die so tun, als ob sie Freude an Ihren laschen Kommentaren haben ?

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    1. Das war für den “ Schüttelreimer*, den VB- Bürger und den Frieden-/Freiheithasser, die mir beim Adressaten @fuerHelge wunderbar auf die Leimrute geflogen sind.
      Was ganz klar jetzt beweisst = der Vogelsberger dann am klügsten ist, wenn er den Gaulaender Vogelschiss nicht mehr vergisst ! 😂

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  6. Das Krankenhaussterben!
    Krankenhäuser müssen auch wirtschaftlich betrieben werden können. Krankenkäuser
    können auch insolvent werden. Wie viele
    Krankenhäuser braucht der Vogelsbergkreis für seine Einwohnerzahl?
    Das Krankenhaus in Schlitz wurde vor vielen Jahren schon geschlossen.
    Das Eichhofkrankenhaus in Lauterbach
    wurde erweitert und neu aufgestellt und
    jetzt mit dem MRT zukunftsfähig gemacht.
    Da gibt es auch noch in Schotten ein Krankenhaus. Auf die Einwohnerzahl gerechnet und für die Zukunft sehe ich für 3 Krankenhäuser im Vogelsbergkreis keine
    ausreichende wirtschaftliche Grundlage.
    Auch neu gebaute Krankenhäuser können Pleite gehen. Gerade jetzt, in der Coronapandemie, wird es für Krankenhäuser immer schwieriger Gewinne zu erwirtschaften.
    Auch Personalknappheit begrenzt den wirtschaftlichen Betrieb. Wenn Personal fehlt, dann müssen Stationen schließlich.
    Die Vogelsberger sterben sowieso aus!
    Ohne Geburtsstation in einem vogelsberger Krankenhaus gibt es nur die paar Vogelsberger die daheim geboren werden.
    Hier kommen wir schon wieder an das Hebammenproblem.
    Vor der Wahl wird viel versprochen!
    So sind Politiker!
    ….und jeder will sich dann noch ein Denkmal setzen!
    Denk mal daran wer das alles bezahlen soll!

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    1. Achtung, polemische Fragen:
      Warum müssen Krankenhäuser zwanghaft „Gewinne“ erwirtschaften, die letztlich von der Wirtschaft / Allgemeinheit in Form von Sozialversicherungsbeiträgen gezahlt werden? Und wohin fließen diese Gewinne am Ende?
      Ist eine gute Patientenversorgung vollkommen egal?

      Ein privater Betreiber von Kliniken hat natürlich ein berechtigtes Interesse daran, dass kein Minus erwirtschaftet wird – dabei muss aber das Wohl der Patienten auch stimmig sein, zwangsläufig ein Interessenkonflikt.
      Personalknappheit hat auch damit zu tun wie mit den Mitarbeitern umgegangen wird, siehe Sana Kliniken Offenbach.

      Zum Thema bezahlen – das machen wir doch so oder so – im Zweifel auch für die schlechtere Versorgung, weil die wirtschaftlicher ist, wovon Sie als Patient dann aber nichts merken, sondern eher mehr zahlen, weil die Beiträge steigen.

      Also wenn eines der Wahlversprechen – die ich nicht kenne – die Sicherstellung einer guten Patientenversorgung war, dann wird das durch Sanierung oder Neubau umgesetzt.

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      1. @M.Meier – “ Gut gebrüllt, Löwe „.
        Mein Kompliment zu einem sehr berechtigten Kommentar
        👍

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    2. @H.D.Lang – die deutsche Bevölkerung hat viele Jahre auf Vieles verzichtet, damit es dem Staat ( und damit AUCH seinem Beamtenwasserkopf ) gutgeht
      Jetzt kommt die „Baby- Boomer- Generation in die Jahre und was passiert ?
      Richtig- die Leute haben degenerative Herz-Kreislauf
      sowie Rücken- und Gelenkprobleme !
      Da werden Krankenhäuser und gut geschultes medizinisches Personal noch eine Schlüsselrolle spielen in einer alternden Gesellschaft !
      Vorbeugen ist besser als Sch..Ratschlagen.

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      1. Nie zuvor in der Geschichte hatten so viele so wenigen so viel zu verdanken !
        Winston Churchill in seiner Ansprache an die britisch-polnischen Jägerpiloten, denen es gelang, genug Nazi-Piloten abzuschießen, um die Erstürmung des britischen Festlands zu verhindern. !

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      2. Eine armutsfreie Rente gehört dazu !
        BITTE wählt am 26.09.’21
        DIE Partei, welche Börsennotizunabhaengige, schlüssige Konzepte dazu vorlegt !

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  7. Leider wenig Fakten in dem Artikel. Schade
    Der Artikel tut nichts für sie.

    Aber dafür ein paar schöne Schlagwörter wie neuste IT Technik, kurze Wege,… BINGO :-)

    Neubau oder nicht, die Kostenexplosion kommt auf jedenfall. Auch bei der Sannierung. Wetten
    Macht mal.

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  8. Na hier hat sich eine 19 jährige Praktikantin, die neben Medizin auch Bauingenieurwesen studiert hat, ja sehr intensiv mit allen Aspekten auseinander gesetzt.

    Nicht lasch verstehen, ich bin auch für einen Neubau. Aber solch ein Kommentar ohne jeglichen Tiefgang und Analyse kann man sich auch sparen.

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    1. Ich habe weder Medizin noch Bauingenieurwesen nebenstudiert, sondern nur den obigen Meinungsartikel. Und den verstehe ich nicht lasch, sondern gar nicht. Warum zum Beispiel muss Frau Roth sich da grün und blau argumentieren, um eine vorlaute Meinung rauszuhauen? Sie schreibt doch selbst, dass erst morgen (Donnerstag) endgültig darüber abgestimmt wird, ob tatsächlich neu gebaut werden soll. Und warum macht sie sich so plump zum Sprachrohr der Beratungsgesellschaft Andree Consult, die nur schwache Allerweltsargumente anführt und in dem entscheidenden Punkt der Kosten eines Neubaus vage bleibt und für nichts haftet?

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      1. Frau Alina Roth versteht halt etwas von gutem Timing
        Falls die Hände für den Neubau heute hochgehen, hat sie doch alles sehr gut gemacht.
        Und als deutsche Steuerzahler in hat sie ohnehin das Recht auf eine eigene Meinung !
        Auch wenn das einigen Herr-/ Seilschaften hier im Forum überhaupt nicht passt

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    2. Da stimme ich voll und ganz zu. Dieser Kommentar ist seinen Namen nicht wert. Außer „ich finde neu schöner als saniert und irgendwie auch neuer“ steht eigentlich überhaupt nichts drin. Wie kann man seine journalistische Arbeit nur so verstehen, keinerlei Analyse und keinerlei Prüfung durchzuführen.

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  9. Liest sich ja schon toll…
    Leider muss ich da bremsen, das Gutachten rechnet pauschal. Ob der Neubau dafür zu bekommen ist weis niemand. Es ist auch nicht davon auszugehen das der Neubau auch nur annähern die aktuelle Größe des KKH widerspiegelt. Ich denke das wir Bürger des VB besser mit einer Renovierung des alten KKH dastehen und sogar noch besser für die Zukunft aufgestellt sind!sir sehen gerade jetzt das wir den Platz des KKH brauche. Um auch auf Lagen wie die aktuelle Corona Situation zu reagieren. Eine Frage bleibt bei aller Euphorie auch unbeantwortet, wo steht der Neubau den?

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  10. Ich würde auch für einen Neubau plädieren! Die Kosten für eine Sanierung sprengen auch einen bestimmten Rahmen und der Erhalt eines Altbaus ist immer schwierig, je länger man wartet. Ist in einem Privatbau ja ähnlich, kann zu einem Geldfresser werden, wenn man nichts erneuert. Ich würde auch keinen Abriss des bestehenden Hauses befürworten, viel zu teuer! Statt dessen könnte man aus diesem Gebäude eventuell eine Krankenpflegeschule, ein Ärztehaus oder REHA-Einrichtung entstehen lassen. Ich würde auch einen neuen Platz für den Neubau suchen u. nicht auf dem vorhandenen Areal neu bauen. Es gibt rund um Alsfeld in Bundesstraßennähe attraktive und ausreichend große Grundstücke, die geeignet wären! Auch wäre ich in diesem Zusammenhang dann gleich für die Wieder-Einrichtung einer Geburtenstation!

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    1. … „der Erhalt eines Altbaus ist immer schwierig, je länger man wartet.“
      Und je früher man neu baut, um so schneller muss man nach Jahren wieder einen Altbau sanieren. Im Endeffekt sind die permanente „Nachrüstung“ der Gebäudetechnik bei gleichzeitiger Vermeidung von Sanierungsstaus in der gesamten Gebäudesubstanz der einzig vernünftige Weg. Einst lachten sich die Stadtplaner ins Fäustchen, weil die britischen und amerikanischen Bomber es ihnen ermöglicht hatten, die Vision einer autogerechten Stadt zu realisieren. Und heute?

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    1. Typischer Schleimer-Kommentar von Helge Fitz. Diesmal sogar ohne Rechtschreibfehler (Diktat 1-).

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