Die Gemeindevertretung Feldatal berät am 10. September über die Wohn- und Siedlungsstrategie „Feldatal 2035“. Sie soll einen Rahmen für die langfristige Entwicklung der Gemeinde als Wohnstandort schaffen und dabei Innenentwicklung und neue Wohnformen verbinden. Als mögliches Pilotprojekt soll eine kleinere modulare Wohnsiedlung geprüft werden. Hintergrund sind der Bevölkerungsrückgang und veränderte Anforderungen an Wohnraum.
Will Erster Kreisbeigeordneter werden: Patrick Krug. Foto: privat
Der Vogelsbergkreis will die seit Oktober vergangenen Jahres geschlossene Einfeldhalle an der Oberwaldschule Grebenhain abreißen. Eine Sanierung der 1975 errichteten und stark beschädigten Halle wäre nach Angaben des Kreises mit unverhältnismäßig hohen Kosten verbunden. An ihrer Stelle soll der dritte und letzte Bauabschnitt der Oberwaldschule mit neuen Klassenräumen entstehen, für den weitere gut neun Millionen Euro investiert werden.
Die Bau- und Siedlungsgenossenschaft Alsfeld blickte bei ihrer Mitgliederversammlung auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr mit Investitionen in den Wohnungsbestand zurück. Nach 53 Jahren schied Hans-Ulrich Lipphardt aus dem Aufsichtsrat aus. Neuer Aufsichtsratsvorsitzender ist Jürgen Ackermann. Die Genossenschaft will weiterhin bezahlbaren und nachhaltigen Wohnraum in Alsfeld sichern.
Eine Untersuchung des Pestel Instituts zeigt Defizite bei der Alterstauglichkeit von Wohnungen im Vogelsbergkreis. Nur rund 2.400 Wohnungen erfüllen demnach hohe Standards für ältere Menschen mit Einschränkungen. Besonders bei barrierearmen Bädern besteht großer Nachholbedarf. Gefordert werden staatliche Zuschüsse für altersgerechte Umbauten.
Landrat Dr. Jens Mischak hat dem Unternehmen Gerüstbau Lachenmaier aus Lauterbach einen Förderbescheid übergeben. Mit rund 130.000 Euro aus LEADER-Mitteln sollen eine Lagerhalle erweitert und ein neuer Lkw angeschafft werden. Die Investition soll die Leistungsfähigkeit und Flexibilität des Unternehmens stärken. Auch die regionale Baubranche soll davon profitieren.
Die Stadt Alsfeld hat den Straßenendausbau im ersten Bauabschnitt des Baugebiets Beerenwiese II abgeschlossen. Betroffen sind die Anliegerstraßen „Aulenstück“ und „Beerenwiese“ mit insgesamt 33 Baugrundstücken. Bürgermeister Stephan Paule gab die Straßen nach der Bauabnahme offiziell für den Verkehr frei.
Am 27. und 28. Juni öffnet das private Wohnhaus „Villas Slow“ in Grebenhain im Rahmen des Tags der Architektur 2026 jeweils von 13 Uhr bis 16 Uhr seine Türen für Besucherinnen und Besucher. Das von mo+ architekten entworfene eingeschossige Gebäude steht für eine klare, moderne Architektursprache mit den Materialien Beton und Holz. Interessierte erhalten Einblicke in Planung, Materialwahl und Umsetzung des Projekts.
Ab dem 1. April können baurechtliche Anträge im Vogelsbergkreis ausschließlich digital bei der Bauaufsicht eingereicht werden. Bereits seit etwa einem Jahr war die digitale Einreichung freiwillig möglich und stieß auf überwiegend positive Resonanz. Das digitale Verfahren soll bürokratische Hürden reduzieren, Abläufe beschleunigen und mehr Transparenz für Bauherren, Architekten und Unternehmen schaffen.
Ab Dienstag, den 1. April, müssen Bauanträge im Vogelsbergkreis ausschließlich digital eingereicht werden. Nur in Ausnahmefällen sind weiterhin analoge Unterlagen zulässig. Das Amt für Bauen und Umwelt bietet dazu eine Informationsveranstaltung am heutigen Dienstag, den 24. März, in Alsfeld an.
Im Vogelsbergkreis soll die Bauleitplanung künftig stärker digital erfolgen. Ein neues Pflichtenheft der GDI Vogelsberg schafft dafür eine einheitliche Grundlage für Kommunen und Planungsbüros. Ziel ist es, Prozesse zu vereinfachen und den Datenaustausch zu standardisieren. Damit werden Bebauungspläne fit für die digitale Zukunft gemacht.
Die Freien Wähler Vogelsberg reagieren auf die jüngste Pressemeldung der SPD zum Wohnungsbau im Vogelsbergkreis. Während die SPD bekannte Probleme aufzählt, fehlten konkrete Lösungsansätze. Die Freien Wähler fordern insbesondere beim Denkmalschutz und der Nutzung alter Gebäude mehr Handlungsspielraum, um neuen Wohnraum innerorts zu schaffen.
Bezahlbarer Wohnraum ist auch im Vogelsbergkreis zunehmend knapp, besonders für ältere Menschen, Familien mit kleinerem Einkommen oder Menschen mit Unterstützungsbedarf. Unter dem Motto „Bezahlbar Wohnen auf dem Land“ diskutierten Patrick Krug, Erster Kreisbeigeordneter und SPD-Kreisvorsitzender, sowie Hessens stellvertretender Ministerpräsident und Bauminister Kaweh Mansoori mit Bürgerinnen und Bürgern in der Lauterbacher Kulturspinnerei. Dabei ging es um die Sanierung bestehender Gebäude, die Ausweisung von Bauland, bürokratische Erleichterungen und die Förderung öffentlich geförderten Wohnraums.
Im Vogelsbergkreis leben rund 32.700 Haushalte in den eigenen vier Wänden. Das entspricht einer Wohneigentumsquote von 66,5 Prozent. Besonders für 25- bis 40-Jährige werde der Erwerb von Wohneigentum jedoch zunehmend schwieriger. Verbände fordern daher ein neues Förderprogramm des Bundes mit Zuschüssen und zinsgünstigen Krediten.