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"GRÜN wirkt!"-Sommertour in Lauterbach mit Mathias Wagner54 Hektar großer Solarpark bei Eisenbach soll entstehen

EISENBACH (tsz). Ein Solarpark, der rein rechnerisch ganz Lauterbach und Herbstein versorgen kann, soll in Zukunft bei Schloss Eisenbach entstehen. Im Rahmen der „GRÜN wirkt!“-Sommertour wurde das Projekt näher beleuchtet.

„Solaranlagen sind nicht nur auf den Dächern, sondern auch als ein kompakter Solarpark ein wichtiger Beitrag zur Energiewende“, resümierte der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Hessischen Landtag Mathias Wagner bei seiner Wanderung rund um Schloss Eisenbach. In diesem Bereich soll in Zukunft auf einer Fläche von 54 Hektar ein Solarpark entstehen. Dieser soll genug Strom produzieren, um 17.000 Haushalte versorgen zu können. Rein rechnerisch könnte somit ganz Lauterbach samt Ortsteilen, sowie die Stadt Herbstein über den neuen Park mit erneuerbaren Energien versorgt werden,

Das Anliegen um diesen Solarpark ist dabei nicht neu, sondern existiert bereits seit mehreren Jahren. Im Jahr 2010 waren die Bemühungen eingeschlafen, knapp zehn Jahre später wurden diese jetzt wieder aufgegriffen und weiter verfolgt. Mittlerweile stoße das Projekt auch bei fast allen Parteien, sowie der Bevölkerung auf Zustimmung.

Biodiversität fördern und Synergien nutzen

Die damals aufgetretenen Bedenken wegen den Flächenverbrauchs wurden nun durch ein ökologischen Konzept beseitigt, welches unter anderem das Anlegen von Blühwiesen unter den Solaranlagen beinhaltet. „Das ist ein Punkt, für den wir uns in der Stadtverordnetenversammlung sehr eingesetzt haben. Unser Ziel war es dabei, vor allem die Biodiversität zu fördern“, erklärt der Fraktionsvorsitzende der Grünen in Lauterbach, Daniel Schmidt.

Besuch aus Wiesbaden bei den Grünen: Mathias Wagner mit seinen Parteikollegen auf der „GRÜN wirkt!“-Sommertour.


Dabei hat die Lage zwischen Lauterbach und Herbstein nicht nur für die Versorgungszahl Relevanz, sondern ermögliche auch Synergien. So könne durch die nahgelegene Gasverdichtungsanlage der Strom bei Überproduktion in anderen Formen gespeichert werden. „Dafür gibt es zwar noch keinen konkreten Plan, aber die Möglichkeit besteht natürlich und wird durch den Standort des Parks begünstigt“, heißt es während der Wanderung entlang der Eisenbach.

Um den Solarpark harmonisch in das Landschaftsbild einzufügen, soll der Park mit Hecken stufenweise eingefriedet werden. Die Fläche, welche im Regionalenergieplan nicht aufgeführt ist, biete aber den Vorteil einer zentralen Anlage, statt vieler Kleinflächen. Starten soll die Bebauung der Fläche, sobald alle nötigen Genehmigungen der verschiedenen Ämter vorliegen.


13 Gedanken zu “54 Hektar großer Solarpark bei Eisenbach soll entstehen

  1. Dann sollten auch die Wohnungen und die dazugehörige Infrastruktur dort entstehen wo der Strom Prodoziert wird und nicht zehntausend neue Wohnungen in Frankfurt. Hier muss der Strom auch wieder hintransportiert werden. Ich erinnere an Suedlink.

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    1. Prodozier misch net, sonst werd‘ ich attraktiv! Wo der Strom erzeugt wird, sollen auch zehntausend neue Wohnungen hin? Was ist denn das für eine Logik? Dann können ja auch der Schweinemastbetrieb und der Schlachthof gleich neben das Schnitzel-Restaurant.

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  2. Hier wird eine ganze Region verschandelt und Familie Riedesel kassiert ab und dazu Märchen von der Blumenwiese unter den Solar-Modulen.

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    1. sind eben die Barone Riedesel und andere Grundbesitzer. Und nein, Herr Andre, Ästhetik beschert uns keine Elektrizität. Aber auch den Grünstrom-Produzenten keine Kohle. Und deshalb hat man eine Win-Win-Situatione für einige Wenige geschaffen (Motto: „Reich und hässlich“), und alle anderen haben mit „Teuer und hässlich“ (siehe Strompreise auf Rekordniveau) die Allzeit-Arschkarte. Und da wollen wir doch gleich mal gemeinsam über eine weitere Ungerechtigkeit nachdenken, die mit dem sog. „Kohleausstieg“ verbunden ist. Den einen bringt er Kohle. Trotz Ausstieg. Und der Mehrheit zieht er zusätzlich Kohle aus der Tasche. Typische Lose-Lose-Situation.

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  3. Es wird nichts versiegelt! Warum glauben das hier einige? Wo stehen die Infos, dass da wild betoniert wird? Das ist überhaupt nicht notwendig. Es werden, sofern ich die Infos dazu richtig gelesen habe, sogar anschließend mehr sinnvolle Pflanzen unter den Panels wachsen als bisher auf den Feldern. Bisher bin ich nur von Weideflächen für Schafe ausgegangen, was auch nicht schlecht ganz wäre. Bitte informiert Euch erst, bevor auch diese tolle Möglichkeit wieder wegen „Widerstand aus der Bevölkerung“ nicht genutzt wird. Ästhetik beschert uns keine Elektrizität.

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  4. 54 Hektar ist? 1 Hektar ist 10000qm also sind 54 Hektar 540000qm. Ich habe solche Felder schon gesehen. Die Solarpaneelen liegen ja nicht auf dem Boden. Wenn darunter Blumenwiesen, Büsche, Hecken angelegt werden ist das doch Ok. Dazu noch ein paar Bienenvölker,alles gut. Windräder sind schädlich dagegen.

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    1. Aber haben Sie mal aus größerer Entfernung auf einen Hang geblickt, den man mit einem „Solarpark“ geschmückt hat? Ein schwarzer Riesenfleck in grüner Landschaft, der bei entsprechender Sonneneinstrahlung tierisch blendet. Natur ist anders. Schöne Landschaft ist anders. Ein Betonbunker ist natürlich auch ein ideales Biotop. Zum Beispiel für Ameisen.
      Und morgen gehe ich wieder in einen richtigen Park (Bad Salzhausen), wo einem weder der Anblick von die Baumkronen 150 m überragenden Windkraftspargeln noch die Leichentücher aus Solarpaneelen zugemutet werden.

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    2. Diese Gelände sind eingezäunt und kein Reh, Wildschwein oder Hirsch wird je zwischen den teuren Solarpanels, die in Mitteleuropa eine äußerst überschaubare Menge Strom liefern, herumtollen.

      Selbst Hasen und Maulwürfe werden mit aller Konsequenz von diesen Flächen mit „Schädlings“-Bekämpfern vertrieben.

      Aber Hauptsache die grüne Illusion bleibt. Das beste „Argument“ war ja noch, dass ich aus Versehen qm statt Hektar geschrieben habe. Da sieht man, wie fein und ausgereift die grüne Diskussionskultur wirklich ist.

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      1. „Das beste ‚Argument‘ war ja noch, dass ich aus Versehen qm statt Hektar geschrieben habe. Da sieht man, wie fein und ausgereift die grüne Diskussionskultur wirklich ist.“
        Nicht schimpfen, sondern aufpassen, was man sagt und schreibt. Sonst bringt der Getränkehändler das stille Wasser demnächst hektoliterweise in die Küche.

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    3. Genau: 54 Hektar sind nach Adam und sogar nach Michael Riese (ALA) vollfette 540.000 m², also unter Brüdern 75 Fußballplätze. Und die halb liegend aufgestellten Solarpaneele verschatten den Boden derart, dass da nach einiger Zeit kein Gras mehr wächst, geschweige denn Blumenwiesen, Büsche und Hecken, deren beständiger Rückschnitt zudem so personalaufwändig wäre, dass man sich die konkurrenzfähigen Preise für alternative Energien in das allerwerteste Körperteil schieben könnte.
      Aber wie man an den vielen „Dislikes“ aus Förder- und Baumschulkreisen ablesen kann, ist die Umweltdiskussion bereits so irrational, dass es heftig missbilligt wird, wenn jemand auf den Unterschied zwischen 54 m² und 540.000 m² hinweist. Da werden die Energiekonzerne und Energiewendepolitiker sich aber diebisch freuen. Denn solchen Deppen kann man die Kilowattstunde statt für 0,30 € (europäischer Rekordwert!) ja dann demnächst auch für 3000 € verkaufen. Dann herrscht in Deutschland dieselbe Dunkelheit wie jetzt schon in manchem dislikenden Oberstübchen!

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  5. Wie sagt doch der Lehrer Schmidt so zutreffend? „Die Flächenmaße machen ganz vielen Schülern ganz große Probleme!“ Und wer nicht rechnen kann, wird vom Weihnachtsmann völlig ignoriert und bekommt zum Fest der Liebe nicht mal einen Taschenrechner.

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  6. Das ist nicht grün im Sinne der Natur! Hier werden knallharte ökonomische Interessen auf Kosten der Natur durchgesetzt.

    Wer ernsthaft denkt, es sei ökologisch eine Fläche von 54qm Natur zu versiegeln, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.

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    1. Hinter den Ohren
      Muss das Grüne wohl grenzenlos sein
      Alle Vernunft, alle Sorgen
      Sagt man
      Blieben dahinter verborgen
      Und dann
      Würde was uns groß und wichtig erscheint
      Plötzlich nichtig und klein…
      Wer spricht denn in autorisierter Weise für die Natur? Herr oder Frau Grün mit Fragezeichen etwa? Oder Cordula Grün?
      Die Natur spricht ihre eigene Sprache. Es ist die Sprache der Tatsachen. Beispiele:
      Gefällt der Natur nicht, was man ihr an Umweltbedingungen zumutet, gehen die Pflanzen eben ein oder zeigen irgend eine Form von Missbildung. Bekümmerung durch Verkümmerung.
      Viele (die meisten) Pflanzen entwickeln Giftsstoffe oder irgendwelche Abwehrmechanismen gegen Fressfeinde (https://www.planet-wissen.de/natur/pflanzen/sinne_der_pflanzen/pwiepflanzenwehrensich100.html). Und das ist der Punkt, wo die Pflenzenfresser plötzlich schwerhörig werden!
      Nee, nee, ihr Veganer und vegetarischen Moralapostel! Auch die Pflanze möchte nicht gefressen werden oder sterben, wenn Herr Grün mit der Kettensäge kommt. Da unterscheidet sie sich vom Tier nur durch die Form ihres Protests. Und wahrscheinlich will der Wald genauso seine Ruhe haben wie Eisvogel, Haubentaucher und Blesshuhn am Stausee.
      Aber hört auf, euch als Fürsprecher der Natur aufzuspielen. Was heißt denn „knallharte ökonomische Interessen auf Kosten der Natur“? Fressen wollen und müssen schließlich alle und sorgen „knallhart“ dafür, dass sie was zwischen die Zähne kriegen: Die Kuh auf der Weide, der Veganer im „Veggie-Paradies“ und der Waldarbeiter an der Würstchenbude. Drum esst, was euch schmeckt, mit oder ohne Feuerwerk, und furzet genüsslich.

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