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Über 1000 Parkplätze und weitere Besonderheiten geplantAlsfelder Marktplatz bekommt ein unterirdisches Parkhaus

KREBBELZEITUNG|ALSFELD. Seit einigen Monaten löst das Thema Parkplätze am Alsfelder Marktplatz heftige Diskussionen aus. Doch nach langem Hin und Her, vielen Tüfteleien und einigen schlaflosen Nächten, hat Bürgermeister Stephan Paule jetzt eine Lösung gefunden, die sowohl Befürworter als auch Gegner zufrieden stimmen soll: Es entsteht ein unterirdisches Parkdeck mit zahlreichen Parkmöglichkeiten.

Im September vergangenen Jahres fand in der Neuen Feuerwache in Alsfeld ein Workshop zum Thema Markplatzgestaltung statt. Das Thema: Wie soll der Marktplatz künftig aussehen? Michael Dorlas von der Planungsgruppe Biebertal stellte an diesem Abend erste Ideen, erste Gedanken bezüglich des Projektes im Rahmen der Altstadtsanierung vor und erntete dabei heftige Kritik. Der Grund dafür: Eine Variante, in der es keine Parkmöglichkeiten mehr auf dem Alsfelder Marktplatz gibt. Ein autofreier Marktplatz? Für viele Bürger – gerade für die Einzelhändler – war das ein Dorn im Auge.

Ein Gedanke, der schon lange im Kopf schwirrte

„Lange Fußwege zu den Geschäften in der Alsfelder Innenstadt sind bald Geschichte“, erklärte Bürgermeister Stephan Paule während der spontan einberufenen Pressekonferenz am Montagabend. Die Stadt könne es nicht verantworten, wenn weitere Geschäfte schließen würden, weil sie mit dem Auto nicht mehr erreichbar seien. „Da kam uns eine Entdeckung bei den Untergrunduntersuchungen am Marktplatz gerade recht“, freute sich der Rathauschef. Diese Entdeckung war aber keineswegs eine spontane Sache, sondern schwirrte Paule schon seit dem ersten Workshop im Kopf rum. „Der Gedanke hat mir einige schlaflose Nächte bereitet“, erzählte er.

Doch was für eine Entdeckung meinte das Stadtoberhaupt? Mit leicht ratlosen Gesichtern saß die Presse im Sitzungssaal, während Paule das große Klemmbrett umdrehte und einen Bauplan offenlegte. „Unterhalb des Marktplatzes wird ein Parkhaus entstehen. Es wird so groß sein, dass locker alle Autos in Alsfeld einen Platz finden werden“, grinste Paule und wischte sich etwas Schweiß von der Stirn. Erst eine halbe Stunde vor der Pressekonferenz begab er sich durch den Keller des Rathauses unter den Marktplatz, um einige Fotos für sein Vorhaben präsentieren zu können.

Und da staunte auch die Presse nicht schlecht: Zwar war die Qualität der Handyfotos nicht die Beste, doch man erkannte, dass es sich um eine Art Höhle handelte. „Im zweiten Weltkrieg diente sie als Schutzbunker für die Bürger. Ich war mir nicht sicher, ob der Platz ausreichen würde und musste mit vielen Behörden abklären, ob daraus ein unterirdisches Parkdeck entstehen könnte“, erklärte Paule. Die Bauaufsicht habe jetzt endlich das „Go“ für das Vorhaben gegeben.


Dann gab das Stadtoberhaupt einige Einblicke in das Projekt „Parkhaus“: Die Eröffnung sei für Oktober dieses Jahres geplant, über 1000 Parkplätze werden zur Verfügung stehen, die Ein- und Ausfahrt wird sich direkt unterhalb des Rathauses befinden. „Und damit es bei so vielen Parkplätzen nicht zu einem unterirdischen Verkehrschaos kommt, wird der Verkehr nicht über Ampeln, sondern mittels Kreisverkehres geleitet“, erklärte Paule. Als Vorbild diene dabei eine Kreisverkehrsstadt in der näheren Umgebung.

Auch die Wohnungsnot soll bekämpft werden

Doch das ist noch nicht alles, Paule hat sich gemeinsam mit Wirtschaftsförderer Uwe Eifert und der Bau- und Siedlungsgenossenschaft noch etwas ganz besonderes Einfallen lassen. „Wir wollen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“, sagte Paule. Weil in Alsfeld Wohnungsnot herrsche, werde es im unterirdischen Parkdeck auch noch rund 40 Zwei- und Dreizimmerwohnung geben. „Wir planen eine kleine Stadt unter der Stadt, so ein wenig wie die versunkene Stadt Atlantis, nur eben nicht unter Wasser“, lachte Wirtschaftsförderer Eifert und befestigte einen weiteren Bauplan an dem großen Klemmbrett. „Die künftigen Bewohner werden auch ihre eigenen Parkplätze bekommen, da muss man sich keine Sorgen machen, dass jemand Fremdes vor der eigenen Haustür parkt“, lachte der Rathauschef.

Mit dem Projekt sollen zudem noch viele Arbeitsplätze geschaffen werden. Geplant sind neben einen Drive-in-Bäcker direkt hinter der Schranke auch noch eine Tankstelle und eine Pizzeria. „Wir Alsfelder lieben Bäcker, Tankstellen und Pizzerien, deswegen dürfen die natürlich auch nicht fehlen“, freute sich Paule. Und die unterirdische Stadt hat auch schon einen Namen: Alslantis. „Das ist mein Lieblingsfilm und es passte einfach wie die Faust aufs Auge“ erklärte er, wühlte in seiner Tasche und hielt den Film hoch, damit ihn jeder sehen konnte.

Wenn man die Ressourcen habe, sollte man sich laut Paule nicht scheuen, den Löffel rauszuhalten, wenn es draußen Brei regnet. Alslantis könne über die Jahre hinweg durchaus noch vergrößert werden. „Als nächstes peilen wir an, die Möglichkeit zu bekommen, ganz Alsfeld nach unten sinken zu lassen, im Katastrophenfall beispielsweise“, erklärte Paule zum Abschluss. „Dadurch würden wir auch nicht mehr den schädlichen Stickoxidwerten ausgesetzt werden“.

Ein dreifach donnerndes Helau!

Helau liebe Närrinnen und Narren, was wäre Fasching ohne Krebbelzeitung? Genau, es wäre wie Fußball ohne Ball, Currywurst ohne Curry oder Alsfeld ohne sein Rathaus – nicht vollständig. Daher haben wir von Oberhessen-live uns dazu entschieden, in diesem Jahr wieder in kleinem Maße die „Oberhessen-live Krebbelzeitung“ zu entwerfen und somit das närrische, bunte Treiben einen Tag vor dem Ende der fünften Jahreszeit zu begleiten.


Das Redaktionsteam der „Oberhessen-live Krebbelzeitung“ möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es sich bei den vorliegenden Artikeln um närrische Nachrichten handelt, die nur zur Fastnachtszeit erscheinen. Die Artikel reichen bis in die vergangene Fastnachtssaison zurück und wir erheben keinen Anspruch darauf, dass sie brandaktuell sind. Ebenso möchten wir darauf hinweisen, dass wir keinen Wert auf den Wahrheitsgehalt der Artikel gelegt haben: Einige sind frei erfunden, andere enthalten zumindest einen kleinen Kern an Wahrheit. Die „Oberhessen-live Krebbelzeitung“ lebt von Gerüchten und erfundenen Geschichten.


Ein Gedanke zu “Alsfelder Marktplatz bekommt ein unterirdisches Parkhaus

  1. „Wenn man die Ressourcen habe, sollte man sich laut Paule nicht scheuen, den Löffel rauszuhalten, wenn es draußen Brei regnet.“
    Ja, und den Kopf rauszuhalten, wenn’s draußen Hirn regnet! Ist aber eine Frage der Ressourcen. Jeder kann nur das raushalten, was er hat. Wer nur einen Löffel raus hält, wenn der Brei vom Himmel fällt (statt z.B. Teller, Töpfe, andere größere Gefäße) ist wahrscheinlich auch nicht geschickter, wenn es mal wieder Fördermittel regnet. Da könnte man von den Kindern beim Rosenmontagszug lernen: Die drehen einfach Omas großen Regenschirm um und fangen damit die Kamelle, Pralinsche und Strüsssche auf.
    Ach ja, was wäre Fasching ohne Krebbelzeitung? Richtig: Wie Fußball ohne Füße oder ne Zeitung ohne Kreppel. Aber wo zwei Fliegen aufs Auge passen, schlägt man auch die Faust mit einer Klappe. Höhlen-Tiefgarage und Wohnprojekt Alslantis – einfach unterirdisch, wenn auch nicht unter Wasser. Erinnert ja doch ein wenig an Kölner U-Bahn und eingestürztes Stadtarchiv. Hier ein Foto aus einer Kölner Kreppelzeitung: (https://www.ksta.de/image/32146054/2×1/940/470/48a9179bad6a023416f616f3693a0619/xI/reker-gedenken-030319.jpg).
    Ja, auch das ist Karneval. Man sieht sich auf der Baustelle.

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