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Stadtverordneten verabschieden Aktionsplan für 2018 bis 2021Für ein klimafreundliches Alsfeld

ALFELD (ls). Der Klimaschutz in Alsfeld soll verbessert werden. Eine ganze Reihe an städtischen Maßnahmen hat der Klimamanager Thomas Twerdochlib dazu in einem Aktionsplan aufgestellt. Drei weitere Maßnahmen sind demnach noch für den Herbst diesen Jahres geplant – sieben für das kommende Jahr. Fast eine Millionen Euro muss die Stadt dafür in den kommenden Jahren investieren. Für Diskussionen im Stadtparlament und im Ausschuss sorgte das allerdings nicht.

Die Auswirklungen des Klimawandels kann man vor der eigenen Haustür spüren. Deshalb soll der Klimaschutz in Alsfeld verbessert werden. Der städtische Klimamanager Thomas Twerdochlib hat dazu einen ganzen Aktionsplan mit verschiedenen Klimaschutzmaßnahmen aufgestellt. Schon im Juni des vergangenen Jahres verabschiedete das Stadtparlament einen Aktionsplan mit konkreten Maßnahmen im Bereich der städtischen Gebäude und schon nur ein Jahr später, sollen weitere Inhalte hinzugefügt werden.

„Das Rad bleibt nicht stehen: Es gibt weitere Maßnahmen, die geprüft werden und für die er Klimaschutzmanager mögliche Handlungsperspektiven sieht“, erläuterte Bürgermeister Stephan Paule am Donnerstag vor dem Stadtparlament. Man habe bereits Anfang des Jahres die 328 Straßenleuchten in den Stadtteilen Berfa, Elbenrod, Hattendorf und Lingelbach auf LED-Leuchten umgerüstet und in eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der neuen Feuerwache sowie der Lagerhalle des Baubetriebshofes investiert, deren Bauarbeiten noch in diesem Jahr anfangen sollen.

14 weitere klimaschutzfreundliche Maßnahmen für die nächsten Jahre geplant

Noch drei weitere Maßnahmen seien in diesem Jahr geplant: Vier Städtische Gebäude am Marktplatz sollen neu gedämmt werden, das Hochzeitshaus und das Haus, wo das Marktcafé sowie städtische Büros drin sind sollen neue Fenster mit einer Wärmeschutzverglasung bekommen und die Altenburger Kita wird eine Elektroheizung bekommen und ebenfalls eine neue Außendämmung. Sieben weitere Maßnahmen sollen im kommenden Jahr gemacht werden – neu mit dabei: Ein Paket für das Erlenbad, das ein wärmegeführtes Blockheizkraftwerk und Hocheffizienz-Versorgungspumpen und eine Zisterne für die Regenwassernutzung in den Außenanalgen. Aber auch der CO2-Ausstoß bei Dienstfahrten innerhalb der Stadt soll durch die Anschaffung von Elektrofahrzeugen und Pedelecs reduziert werden.

Fast 2 Millionen Euro – genauer: 1.935.000 Euro – werden für die Klimaschutzmaßnahmen des Aktionsplans veranschlagt. Für die Stadt entfallen dabei eigene Kosten von rund 971.079 Euro. Die restlichen Kosten würden durch Förderungen finanziert werden, also Fördergelder in Höhe von 963.921 Euro. Mit dem Beitritt in das Bündnis „Hessen aktiv: 100 Kommunen für den Klimaschutz“ habe man die erste Voraussetzung erfüllt, eine höhere Förderquote zu bekommen. Klimaschutzmaßnahmen, die in einem kommunalen Aktionsplan festgehalten wurden und politisch beschlossen wurden, die würden durch das Land Hessen mit bis zu 70 Prozent Zuschuss unterstützt.


Dennoch: Jährlich würde die Stadt in eigenen Gebäuden mit diesen Maßnahmen rund 117.300 Euro sparen. „Die Treibhausgasemissionen, die durch die eigenen kommunalen Liegenschaften entstehen, können damit gesenkt werden und der Haushalt kann entlastet werden“, erklärte der Rathauschef weiter. Diskussionen gab es um den Aktionsplan und die entsprechend geplanten Maßnahmen nicht – weder in der Stadtverordnetenversammlung, noch im Ausschuss zwei Tage vorher. Einstimmig wurde der Antrag im Stadtparlament angenommen. Stadt und Politik sind sich ihrer Verantwortung für den Klimaschutz also durchaus bewusst.