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Ländliche Lebensqualität im Schlitzerland erhaltenBürgerinitiative gegen Windkraft auf dem Lochberg: „Klimaschutz ist kein Selbstzweck“

SCHLITZ (ol). Am 17. Juli hat sich die „Bürgerinitiative gegen Windenergieanlagen auf dem Lochberg (Windvorrangfläche 5410)“ gegründet. Vordringliches Ziel der Bürgerinitiative (BI) sei die Verhinderung von Windrädern auf der vorgenannten Fläche. Die BI stellt ausdrücklich klar, dass sie nicht generell gegen Windenergieanlagen ist. Sie wende sich aber entschieden gegen eine „Verspargelung“ des Schlitzerlandes mit Windenergieanlagen und fordert ein faires Mitspracherecht der örtlichen Bevölkerung bei allen umweltrelevanten Planungen.

In der Pressemitteilung der Bürgerinitiative heißt es, dazu gehört, dass Windenergieanlagen nicht unter 2.000 Metern zur Ortsbebauung installiert werden. „Damit sollen krank machende Faktoren, wie Geräusche, Schattenschlag, Infraschall usw. auf ein Minimum zu beschränkt werden.“ Bayern habe im Gegensatz zu Hessen dies erkannt.

Klimaschutz sei kein Selbstzweck, er diene dem Natur- und dem Menschenschutz und habe sich letzterem unterzuordnen. Hierfür kämpft die BI. Sie kämpft dafür, „dass unsere ländliche Lebensqualität erhalten bleibt und wir und unsere Kinder auch in Zukunft noch in einem lebenswerten Schlitzerland leben können.“

So habe die Stadt Schlitz vor Jahren im Rahmen eines Bauleitplanverfahrens an der westlichen Stadtgebietsgrenze eine Windvorrangfläche ausgewiesen, die derzeit mit zwölf Windrädern genutzt wird. Diese Fläche sei einvernehmlich mit den Anrainern ausgewiesen worden und sei sogar doppelt so groß wie die Vorgabe der Landesregierung (zwei Prozent der Fläche).

Mit Bebauung der Vorrangfläche 5410 würde rechts der Fulda, genau gegenüberliegend der bestehenden Windenergieanlagen, ein zweiter Windradkorridor entstehen. „Diesen gilt es mit aller Kraft zu verhindern, da die beiden Dörfer Rimbach und Queck buchstäblich umzingelt würden“, heißt es weiter. Ganz zu schweigen von einer möglichen (Bau-)Signalwirkung für weitere WEA auf den Bergrücken der östlichen Stadtgebietsgrenze und den damit verbundenen Beeinträchtigungen für die Dörfer des „Untergrunds“ und darüber hinaus.

Die Gründung der BI, die derzeit aus knapp 300 Mitgliedern bestünde, sei im gesamten Schlitzerland auf sehr viel Zustimmung gestoßen. Zahlreiche Mitbürger hätten interessante Argumente in Sachen Auswirkung von Windenergieanlagen auf die Natur (Waldrodung, Artenvielfalt), Gesundheit, Landwirtschaft, Wetter, Tourismus, Immobilien etc. gesendet. „Das macht Mut“, sagt der Vorsitzende der BI Hans Kraft und bittet alle Schlitzer Bürgerinnen und Bürger, dass dieses Engagement nicht erlahmen möge.

3 Gedanken zu “Bürgerinitiative gegen Windkraft auf dem Lochberg: „Klimaschutz ist kein Selbstzweck“

  1. Wieder mal einen verwirrten und nicht klar formulierten Halbsatz rausgehauen mit drei Rechtschreibfehlern…

    Sehr gut, Werner!

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    1. Nur……… ;-)))
      sind die Kommentare von Herrn Kalbfleisch DEUTLICH intelligenter als die inhaltslosen (möchte so gern)…..“witzigen Bonmots“ und „witzigen“ Alias Namen ihrer Post’s …. ;-))))))))

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