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Bürgerliste Lauterbach organisiert Spendensammlung für Betroffene der Hochwasser-KatastropheÜberwältigende Hilfsbereitschaft, zwei Lkw mit Spenden für das Krisengebiet

LAUTERBACH (ol). Damit hatte die Bürgerliste Lauterbach (BLL) nicht gerechnet: Die Hilfsbereitschaft der Bürger rund um Lauterbach für die Betroffenen der Hochwasser-Katastrophe war gewaltig. Die BLL hatte nach der Hochwasserkatastrophe zu Spenden aufgerufen. Noch am Sonntag ging es mit zwei Lkw, mehreren Autos und einem Sprinter in Richtung Rheinland-Pfalz.

Am Samstagmorgen um 9 Uhr begann die Spendenaktion der Bürgerliste Lauterbach im Ortsteil Maar. Noch nach 14 Uhr kamen Menschen, die spenden wollten – oder aber ihre Hilfe vor Ort anboten.

„Wir haben von der Hochwasserkatastrophe im Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen gehört und haben ganz spontan zu einer Spendenaktion aufgerufen. Wir haben sehr viele Sachspenden bekommen. Es ist überwältigend, wie die Leute sich hier für andere Menschen einsetzen“, erklärte Jörg Blankenburg, der Fraktionsvorsitzende der BLL. Ein Sattelzug, der von einem Lauterbacher Transportunternehmen zur Verfügung gestellt wurde, war bis unter die Decke nur mit Pappkartons bestückt voll, die Werkstatt zu diesem Zeitpunkt noch nicht leer.

Foto: Crönlein/GBS News-Online

Einen zweiten Sattelzug einer Firma aus Grebenau hatte man zusätzlich zur Verfügung gestellt bekommen. „So, wie wir es momentan einschätzen können, haben wir rund zwei bis zweieinhalb Sattelzüge voll mit Sachspenden, die wir nun in das Krisengebiet transportieren wollen“, sagte Blankenburg.

Blankenburg, so wie viele weitere, war von den Bildern in den Medien überwältigt. „Wenn man sieht, dass Fahrzeuge wie Spielzeug durch das Wasser getrieben werden, Wohnmobile im Strom der Fluten mitgerissen und unter Brücken zertrümmert werden, Menschen ihre Angehörigen sowie ihr Hab und Gut verloren haben, das geht uns sehr nahe. Deshalb haben wir diese Spendenaktion ins Leben gerufen, um diesen Menschen zu signalisieren, dass sie nicht alleine sind“, sagte Jörg Blankenburg.

Foto: Crönlein/GBS News-Online

Die Hilfsbereitschaft der Menschen der Region sei so enorm gewesen, dass man teilweise Probleme mit der Befahrung der Bundesstraße hatte, weil viele Menschen auf das Sammelgelände wollten. „Das haben wir durch abgestellte Personen mit Warnwesten dann doch sehr gut regeln können“, erklärte der Fraktionsvorsitzende. „Der Nürburgring war als nächste Sammelstelle ausgedacht, so war der Stand gestern. Im Laufe der Sammelaktion wurde uns mitgeteilt, dass die Sammelstelle am Nürburgring geschlossen wäre“, so Jörg Blankenburg.

Konvoi startete am Sonntag in Richtung Rheinland-Pfalz

Doch aufgeben sei keine Option gewesen. So habe man viele Landkreise von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen angerufen, um Ansprechpartner zu bekommen. „Aber die Hotlines und Ansprechpartner sind total überlastet“, fährt Blankenburg fort. Eine genaue Anlaufstelle gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Doch am Sonntagmorgen startete der Konvoi, bestehend aus zwei Sattelzügen, Sprinter und Autos mit den Hilfsgütern zur nächsten Sammelstelle in der Bundeswehr-Kaserne in Mayen in Rheinland-Pfalz, rund 200 Kilometer von Lauterbach entfernt.

Foto: Crönlein/GBS News-Online

Die Bürgerliste Lauterbach bedankt sich bei allen Spendern, die sogar teilweise aus dem ganzen Vogelsberg gekommen waren, sowie auch allen Helfern für die Bereitschaft der unbürokratischen Hilfe.

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