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Wasserspiele offiziell in Betrieb genommenErfrischung auf dem Alsfelder Marktplatz

ALSFELD (ls). Wasser sprudelt aus dem Brunnen, Kinder und auch Erwachsene laufen an heißen, sonnigen Tagen auf der Suche nach Erfrischung durch die Fontänen. In Alsfeld wird es solche Szenen in Zukunft wohl häufiger geben: Aus dem Wasserspiel auf dem Marktplatz sprudelt jetzt auch offiziell Wasser. Und wie Bürgermeister Paule es vorausgesagt hatte: Kurz nach dem Start zog das Wasserspiel die ersten mutigen Kinder fast schon magisch an.

Lange hielt es die umstehenden Kinder nicht davon ab, durch das kühle Nass zu rennen, über die Fontänen zu hüpfen und Erfrischung zu suchen. Kein Wunder, verwandelte sich der Alsfelder Marktplatz an diesem Montag zum ersten Mal offiziell in ein kühlendes Kinderparadies mitten in der Innenstadt: Die Wasserspiele wurden offiziell in Betrieb genommen, mit Sonne satt hätte es passenderes Wetter nicht geben können. „Ich freue mich hier heute zu stehen, und das Wasserspiel zu eröffnen“, sagte Paule.

Dass genau dieses nun überhaupt auf dem Marktplatz zu finden ist, liegt mitunter an den Alsfedern selbst, die sich ein solches Wasserspiel im Zuge der Altstadtsanierung und der damit einhergehenden Sanierung der Stadtmitte gewünscht haben.

Damals nämlich rief die Stadt zur Bürgerbefragung auf. Dabei zeigte sich: Vor allem jüngere Menschen wünschten sich ein Wasserspiel, wobei sich ein bodengleicher Brunnen, der bei Veranstaltung als Fläche nutzbar ist, schließlich als Sieger durchsetzte.

Alsfelds Bürgermeister Stephan Paule beim offiziellen Start des Wasserspiels. Foto: ls

Nach erheblichen Erdarbeiten, archäologischen Untersuchungen des Untergrundes, Erneuerung von Versorgungsleitungen, umfangreicher Kabelverlegungen, dem Ausbau des alten städtischen Heizöltanks vor dem Weinhaus, der Installierung eines unterirdischen Technikraumes, sowie der Verlegung der Anschlussleitungen und den mittlerweile fertigen Pflasterarbeiten, konnte die neue Attraktion schon vor wenigen Wochen die ersten Probeläufe durchlaufen – und sorgte durch die Wassermassen auf dem Pflaster auch für Kritik.

Schild weist daraufhin: „Kein Trinkwasser“

„Das lag daran, dass die Abflussrinnen zu den Probeläufen noch abgeklebt waren“, erklärte Bauamtsleiter Tobias Diehl. Das sei durchaus wissentlich geschehen und kein Fehler im Wasserablauf gewesen. Eine Wassermenge von rund dreieinhalb Kubikmetern durchläuft das Umlaufsystem und wird nachdem sie durch die Pumpen hochbefördert wird, wieder aufgefangen und anschließend aufbereitet.

„Das Wasser hat zwar Trinkwasserqualität, wird aber natürlich gereinigt und ist deshalb nicht als Trinkwasser gedacht“, weist Paule nochmal zusätzlich zu dem am Wasserspiel angebrachten Schild hin.

Die ersten Kinder – und auch Erwachsene – zog das Wasserspiel bereits an.

An der Oberfläche sorgen letztendlich 16 Wassersprudler für das automatische und immer abwechselnde Wasserspiel, dessen sprudeligen Fontänen bis zu 1,20 Meter hoch werden und sogar in unterschiedlichen Farben beleuchtet werden können. Während das Wasserspiel im Winter abgestellt werden soll, wird es in der Sommerzeit nun täglich dauerhaft zwischen 9.30 Uhr und 20 Uhr laufen.

Bepflanzung, Sitzmöglichkeiten und Beleuchten sollen noch folgen

Das Stadtbild stört das Wasserspiel im Übrigen nicht, wenn auch der Marktplatz – darin ist man sich bei der Inbetriebnahme einig – derzeit noch ziemlich „karg“ aussieht. Sitzgelegenheiten, Bepflanzung in Form von verschiedenen Blumenkübeln und auch Beleuchtung sollen noch folgen, um die Aufenthaltsqualität noch weiter zu verbessern. Das aus dem Boden sprudelnde Wasser jedenfalls sorgt schon jetzt für einen Hingucker – und gleichzeitig einen, den man so im ganzen Kreis nur in Alsfeld findet. Die Kosten von rund 360.000 Euro werden mit etwa 70 Prozent der förderfähigen Ausgaben über die Städtebauförderung „Lebendige Zentren“ gefördert.

Weitere Eindrücke des neuen Wasserspiels

15 Gedanken zu “Erfrischung auf dem Alsfelder Marktplatz

  1. Tolle Sache! Das macht Alsfeld als touristische Attraktion im Sommer noch interessanter. Ich sehe zahllose Asiaten, die nach Corona im Sommer 2022 jede Menge Geld in Alsfeld lassen.

    Verschwendung? Von was. Das Wasser wird wieder reingepumpt.

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  2. Die Wasserspiele auf dem Alsfelder Marktplatz gefallen mir sehr gut und passen auch
    zur wunderschönen Bebauung, natürlich kostet solch eine Anlage auch Geld, was aber
    gut angelegt ist, die ewig Unzufriedenen sollten dazu einmal die Kinder befragen.

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  3. Vielleicht sollten wir uns alle ein Beispiel an den Kindern und der Dame auf den Fotos nehmen und einfach Mal Spass haben und lachen. Es ist schon mehr Geld für weniger Schönes verschwendet worden.
    Wenn’s immer nur ums Geld geht hätte man denn Marktplatz auch asphaltierten können.
    Der Mehrwert ist doch auf den Fotos eindeutig.

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  4. Das ist ein Beispiel wie Geld verbrant wird,und jetzt wollen sie noch gutes Land verbrennen ihr versteht euer Handwerk macht nur weiter so.

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    1. Herr Kalbfleisch, Steuergelder werden und wurden schon immer auch für nicht so sinnvolle Projekte verbrannt!
      Ein gutes Beispiel ist der Weiterbau der A49!
      Oder der Bau von Parkhäusern in Innenstädten!
      Oder teilweise unnötig bezahlte Hilfsgelder in der Pandemie usw.
      Projekte zum Wohle der Allgemeinheit wie zb.
      Die Gestaltung der Innenstädte, Spielplätze,Freizeiteinrichtungen für jung und alt. Die Umgestaltung der Städte in Autofreie Regionen mit dem Aus und Neubau von Radwegen usw.
      Sind keine Geldverschwendung sondern lobenswerte und sinnvolle Investitionen zum Wohle aller Bürger.
      Die Umwelt und Klimaschutzziele zur Eindämmung einer Umwelt und Klimakatastrophe werden in den nächsten Jahren die größte Herausforderung für uns alle sein. Mit Kosten von Hunderten von Milliarden Euro. Sehr gut Investiertes Geld.
      Für sie vermutlich sinnlos verbrannt!

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  5. ob sowas in zeiten der pandemie und knapper kassen wirklich notwendig ist, bezweifel ich. eine aufrechterhaltung einer notwendigen infrastuktur für die bevölkerung sollte im vordergrund stehen, anderes erst mal unterbleiben, bis die folgen der pandemie finanziell sichtbar sind. die neugestaltung der grundsteuer wird eh für viele grundstückseigentümer in hessen eh ein böses erwachen bringen, was kommt danach noch?

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  6. Mir gefallen die Wasserspiele auf dem Alsfelder Marktplatz sehr gut!
    Geben dem Marktplatz und der Altstadt eine angenehm schöne Atmosphäre.
    Für die Alsfelder Bürger und den Touristen ein schöner und entspannender Aufenthaltsort.
    Wenn der eine oder andere meint, das wäre Geldverschwendung tun sie mir leid.
    Selbstverständlich sind Gelder für Projekte zum Wohle der Allgemeinheit immer gut angelegt!
    So einige Raffgierige Menschen sind eben der Meinung, nur für sie lohnende Geldmittel wären auch gut investierte Gelder.

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  7. Warum haben die Mitglieder vom Magistrat keine Masken auf und halten den Mindestabstand nicht ein.
    Corona ist noch nicht vorbei.

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    1. Natürlich m-u-s-s-t-e ein solcher gestalterischer Akzent nicht sein und insofern wurde – zumindest in der Sichtweise von Klaus Sauertopf – öffentliches Geld „verschwendet“. Aber die meisten Alsfelder Bürger*innen und touristischen Besucher*innen dürften diesen verspielten Ort gern aufsuchen und mit einem Lächeln verlassen. Manchmal darf es eben ruhig ein bisschen mehr sein – einfach nur aus Spaß an der Freude.

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    2. Was für ein verschwenderischer, sinnloser Kommentar.

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