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Sportkreis Vogelsberg verleiht Förderpreis "Jung engagiert"Junge Menschen im Ehrenamt fördern und motivieren

VOGELSBERG (ol). Im Rahmen der digitalen Jugendvollversammlung des Sportkreises Vogelsberg wurde der Förderpreis „Jung engagiert“ verliehen. Ausgeschrieben war der Förderpreis vorab für alle interessierten und engagierten Jugendlichen, die ihren Verein durch viel Engagement im Umgang mit Kindern und Jugendlichen voran bringen, für Jugendliche die Aufgaben übernehmen, das Training mitgestalten und Spaß am Nachwuchstraining haben. Wer die glücklichen Gewinner sind? Das lesen Sie hier.

In der Pressemitteilung der Sportjugend Vogelsberg heißt es, dieser Förderpreis wurde dieses Jahr erstmals ausgeschrieben und war somit ein Pilot-Projekt. Mit der Ausschreibung wollte die Sportkreisjugend junge Menschen im Ehrenamt fördern und motivieren, weiterhin in ihrem Verein mitzuarbeiten. Mit der Resonanz von 15 eingesendeten Bewerbungen war man mehr als zufrieden. Vor allem die Kreativität der einzelnen Bewerbungen sei überwältigend gewesen.

Die 15 jungen Bewerber kamen aus zehn unterschiedlichen Vereinen, aus dem gesamten Vogelsberg. Die SG Freiensteinau, der TSV Lingelbach und Eifa, der HAS Heblos, die Sportschützen aus Hopfgarten und Ober-Breidenbach, der SV Alsfeld und Lauterbach/ Tumaba, der VfL Lauterbach, sowie der Reitverein Lauterbach/Sickendorf waren allesamt mit von der Partie.

Keine leichte Entscheidung

Um alle Teilnehmer zu würdigen, entschied man sich im Vorstand kurzfristig für die Vergabe von jeweils 50 Euro Gutscheinen der Stadt Alsfeld oder Lauterbach. Zusätzlich erhielten die drei Preisträger, die es bis an die Spitze des Förderpreises schafften, einen weiteren Gutschein im Wert von 100 Euro. Die Entscheidung zu treffen, welche Bewerbung letztendlich die Beste war, fiel der Jury, bestehend aus dem Jugend- und dem Sportkreisvorstand, nicht leicht.

Alle Teilnehmer hatten viel Mühe in ihre Bewerbung gesteckt. Einige Videos wurden gedreht, Diashows mit Bildern von der Jugendarbeit mit Kindern und Jugendlichen zusammengebastelt und auch schriftliche Bewerbungen gingen ein. Die Jury entschied sich letztendlich für die Bewerbung des Teams des TUMABA Lauterbach und des Reitvereins Sickendorf, sowie für die Einzelbewerbung von Leocadia Dörr des TV Alsfeld.

Kurze Vorstellung der drei Gewinnervereine des Förderpreises:

Die drei Mädchen Tamina Hank, Emmy Vollmöller und Mia Bauer trainieren als Trainerteam, in zwei Gruppen über 40 Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren beim TUMABA in Lauterbach. Dies machen sie ganz eigenverantwortlich und eigenständig. Natürlich sind die Drei selbst aktive Mitglieder des Vereins und führen ihr Hobby, das Tanzen, mit Leib und Seele aus. Das Trio absolvierte bereits viele Trainingslehrgänge im Bereich der Garde- und Showtänze. Die Mädchen veranstalten Schnuppertrainingsstunden, um neue Mitglieder zu gewinnen, planen Aktivitäten in der trainingsfreien Zeit für ihre Kids und stehen in der Fastnachtszeit mit etwa zwölf Auftritten immer wieder gerne hinter ihrem Nachwuchs auf der Bühne.

Im Reitverein Lauterbach/Sickendorf engagieren sich Maxim Bohn, sowie Helena und Hannah Heil mit über 70 Kinder enorm stark, heißt es weiter. Sie übernehmen ganz viel Verantwortung und organisieren sehr viele Projekte im Verein. Mit viel Liebe und Motivation sind die drei Studentinnen im Verein am Start. Sie geben Reit- und Theorieunterricht und sind Ansprechpartner für den Nachwuchs im Verein. Die Drei haben eine Menge an Power, Energie und Leistungsbereitschaft, um die Kinder im Reitverein bestens zu trainieren.

Die Einzelbewerberin Leocadia Dörr ist Mitglied im TV Alsfeld. Dort turnt sie bereits seit Kindertagen, bis sie ihre Übungsleiterinnen-Lizenz erwarb und danach sofort zwei eigenständige Turngruppen leitet. Bis zu viermal wöchentlich ist Leocadia im Normalfall in der Turnhalle in Alsfeld zu finden. Neben der Leitung ihrer Trainingsgruppen turnt sie auch noch selbst. Sie unterstützt den Verein bei Veranstaltungen und Aktionen immer wieder immens stark.

Alle Preisträger, die sich bei der Verleihung leider nur digital sehen konnten, durften sich in den letzten Tag noch einmal über ein Überraschungspaket der Sportkreisjugend freuen. Darin waren kleine Sachpreise, eine Süßigkeit und die gewonnenen Gutscheine verpackt. Damit bedankten sich die Veranstalter der Ausschreibung noch einmal und zauberten den jungen Teilnehmern auch in Corona-Zeiten hoffentlich ein kleines Lächeln ins Gesicht, als der Postbote das Paket aushändigte – mit der Motivation, auch nach der Pandemiebekämpfung wieder in ihren Vereinen die Nachwuchsarbeit mit Spaß und Motivation voran zu bringen.

5 Gedanken zu “Junge Menschen im Ehrenamt fördern und motivieren

  1. Es ist sicherlich notwendig und sinnvoll, schon Kinder und Jugendliche an das Ehrenamt heran zu führen. Dies geschieht vor allem durch die Wertschätzung, mit der das soziale Umfeld („die Gesellschaft“) die jungen Menschen im freiwilligen Engagement unterstützt. „Preisverleihungen“ und Preisgelder, insbesondere wenn diese eher bescheiden ausfallen und nur wenige „bedenken“, bringen einen falschen Ton in die Ehrenamtsförderung. Dies erst recht, wenn sich die Kriterien der Bewerberauswahl auf die Kreativität der Selbstdarstellung verlagern. Aber ist der- bzw. diejenige, der/die seinen/ihren Freiwilligendienst am spektakulärsten in Szene setzt, auch am besten geeignet, den Altersgenossen den Sinn des Ehrenamts zu vermitteln?
    Bei der Ehrenamtsförderung sollte es keine Gewinner und Verlierer geben. Um ehrenamtliche Tätigkeiten zu belohnen, spielt der den Ehrenamtlichen entgegen gebrachte Respekt eine große Rolle. Wenn Kinder und Jugendliche durch die Reaktionen anderer vermittelt bekommen, dass man sie im Grunde für dumm erklärt, nicht in erster Linie den eigenen Vorteil zu suchen und ihre Freizeit zu verschenken, ist dies sicherlich kontraproduktiv. Anders ist es dagegen, wenn die Freiwilligen spüren, dass auch die Erwachsenen Opfer bringen, um die Aufgabenfelder, Vereine usw. in ihren Bestrebungen zu unterstützen. Die Firma, die die Mannschaftstrikots sponsert bzw. die Mütter, die sie waschen, der örtliche Fuhrunternehmer oder Autohändler, der einen Bus zur Verfügung stellt, die Dorfgemeinschaften, die mit wenigen Mitteln ein Vereinsheim bauen – das sind die wahren Förderer des Ehrenamts. Und davon dürfte es gern mehr geben.

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    1. Während der teure Sozialstaat abgebaut wurde, um die niedrigen Steuersätz für diejenigen finanzieren zu können, die die ganzen Sozialschmarotzer für sich arbeiten lassen und dann trotzdem noch mit den übelsten Steuertricks die Allgemeinheit besch…, wurde mehr und mehr für das Ehrenamt getrommelt. Gleichzeitig sorgte man dafür, dass die Leute aus den Pflegeberufen die Pflegekrise nur ja nicht „ausnutzten“, um eine bessere Bezahlung für sich heraus zu schlagen und damit die Aktionärs-Renditen privater Krankenhäuser und Pflegeheime zu schmälern.
      Wenn es nur ums Geld ginge, würde ich ja sagen: Lasst die mit den „guten Bankverbindungen“ doch die ehrenamtliche Arbeit allein leisten, nämlich die gut dotierten Inhaber öffentlicher Ämter, die sich z.B. bei sog. „öffentlichen Ehrenämtern“ in Vorständen und Aufsichtsräten von Sparkassen und kommunalen Unternehmen die Taschen voll machen! [Dass es dabei nicht nur um Sitzungsgelder und Aufwandsentschädigungen geht, kann man von unserem Bundesgesundheitskanzler Jens Spahn lernen! Siehe https://www.tagesspiegel.de/politik/gute-bankverbindung-so-konnte-spahn-seine-millionenteure-berliner-villa-bezahlen/27094262.html%5D.
      Aber leider ist eines der Hauptprobleme die Personalnot in den Pflegeberufen, bei gleichzeitig schwindender Bereitschaft zur familiären Kranken- und Altenversorgung und sprunghaftem Anstieg der Zahl der Pflegebedürftigen oder nur noch eingeschränkt Alltagstauglichen. Ohne Ehrenamtliche würde unser Sozialsystem zusammen brechen. Und eine soziale Einstellung muss man erlernen. Und erlernen muss man auch die qualifizierte Hilfe. Guter Wille und beste Absichten sind nicht genug.

    2. Ich selbst war 50 jahre
      IM EHRENAMT tätig, wenn
      man dann sieht wie die Idioden beim Scleimscheissen und Vortraengeln um
      die Wette rennen, ohne je was fuer die Allgemeinheit
      geleistet haben, das Maul aufreisen, alles nur Ausbeuter in diesem Fuehrungslosen Land, ohne Werte und Tration. Alles
      kaputt geredet unser Land
      nur noch ein Schatten seiner selbst, macht euren Schiss alleine die Quittung kommt im Herbst

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  2. Ach so wollt ihr die Jugend begeistern ein Geschenk etwas Geld vieleicht noch ein Orden.Wenn ihr Glaubt das würde was bringen seid ihr schief gewickelt.

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  3. die selbst am meisten abkassieren, wollen anderen zum kostenlosen arbeiten anleiten, so dumm war ich leider auch mal, heute bekomme ich die quittung dafür

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