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Masoud Masteri Farahni wurde das Fahrrad gestohlen - nun darf er sich über ein neues freuenEine tolle Gemeinschaftsaktion

LAUTERBACH (ol). Vor sieben Monaten wurde Masoud Masteri Farahani das Fahrrad gestohlen. Sehr ärgerlich für den jungen Mann aus dem Iran, der seit Juli letzten Jahres einen Bundesfreiwilligendienst im AWO Sozialzentrum Lauterbach absolviert. Nun hat die Lauferei durch die ganze Stadt aber ein Ende.

In der Pressemitteilung des AWO Sozialzentrums heißt es, Waltraud Ertl von der Lauterbacher Flüchtlingshilfe konnte ein Fahrrad vermitteln, das in einem Topzustand als Spende angeboten war. „Weil das Rad aber noch so toll dasteht wollte Besitzer Rainer Happ noch einen eher symbolischen Betrag von 80 Euro dafür, eine Summe, die Masoud von seinem BFD-Taschengeld nicht aufbringen kann“, heißt es weiter.

Betriebsleiterin Carola Strecker wollte helfen und so bat die AWO Kreisverbandsvorsitzende Heike Bohl um Hilfe. Sie war sofort bereit, die fehlende Finanzierung zu übernehmen. Sie kennt Masoud durch ihre Besuche im Pflegeheim als freundlichen, engagierten und hoch motivierten Mitarbeiter.

So nahm die Geschichte nun doch noch ein gutes Ende und Masoud Masteri Farahani konnte sein neues, gebrauchtes Fahrrad in Empfang nehmen. Ein Fahrradschloss gab es als Geschenk noch oben drauf. Überglücklich bedankte er sich bei allen, die sich für ihn eingesetzt haben.

Bei der Übergabe lobte Antonia Schäfer, WIR-Fallmanagerin des Vogelsbergkreises, die Aktion als gelungenes Beispiel für Integration und Teilhabe von geflüchteten Menschen. Ab Oktober beginnt Masoud dann bei der AWO seine Pflegeausbildung, zu der er dann hoffentlich noch mit dem neuen Fahrrad zum Dienst kommen wird.

3 Gedanken zu “Eine tolle Gemeinschaftsaktion

  1. Eine Stellungnahme der AWO zu den Vorgängen in Frankfurt und Wiesbaden wären für die Mitglieder, Spender und Bewohner der AWO-Einrichtungen sicherlich interessanter als den Riesen-Skandal geflissenlich zu übergehen und mit „Peanuts“ wieder um schön Wetter zu bitten. Es wurden über viele Jahre Millionen verschleudert und von Betrügern hinterzogen im Namen der AWO Hessen-Süd, und hier wird aus jeder Mücke wieder ein Elefant gemacht. Der eigentliche Skandal wird wohl deshalb auch übertüncht, weil viele der „Volx“-Parteien mit darin verwickelt waren. Eine eindeutige Distanzierung ist bei diesem Gemauschel wohl auch nicht von Verbänden und Einrichtungen, die der AWO Hessen-Süd zugehörig sind, zu erwarten. Schade eigentlich!

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  2. Als Spender braucht Herr Happ sich nicht feiern lassen. Für 80€ hat er sein gebrauchtes Rad noch gut verkauft. Er sollte das Geld zurückgeben. 1€ wäre eher ein symbolischer Betrag um den Besitzer zu wechseln!!

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