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TV Alsfeld - TSV Butzbach 2: 62:17 (19:4, 35:9, 52:13)Zweiter Sieg im zweiten Heimspiel für Alsfelder Basketballerinnen

ALSFELD (ol). Während die Gäste nur zu sechst antreten konnten, lief der TV Alsfeld in maximaler Besetzung auf. Und so war das Ziel ganz klar: Butzbach sollte von Beginn an bereits im Spielaufbau unter Druck gesetzt und zu Fehlern gezwungen werden, um so selbst durch Fastbreaks zu einfachen Punkten zu kommen. Das ist gelungen: Im zweiten Heimspiel holten die Alsfelder Basketballerinnen ihren zweiten Sieg.

In der Pressemitteilung heißt es, das Vorhaben ging zunächst nicht auf, da sich Alsfeld dem Tempo der Gäste anpasste. Zwar zwang die Verteidigung die Butzbacherinnen des Öfteren zur Übertretung der Angriffszeit, ein Fehlpass wurde aber nur selten erzwungen. Erst nach einigen Minuten kam der Alsfelder Angriff zum Laufen und erzielte zehn Punkte in Folge zum 13:2. Zur Viertelpause war bereits eine klare Tendenz erkennbar.

Da sich auch in den zweiten zehn Minuten nichts am Spielverlauf änderte, war die Partie bereits zur Pause entschieden. Da Alsfeld personell aus dem Vollen schöpfen konnte, gab es auch durch die zahlreichen Wechsel keinen Bruch im Spiel.

Neues Angriffssystem nach der Pause

Nach der Pause nutzte Coach Koch die Gelegenheit, um ein neues Angriffssystem zu probieren, was aber gegen die sehr enge Zone der Gäste nicht den erwünschten Erfolg brachte. Dafür machte die Defense den Gegner weiter müde, was zu zahlreichen Ballgewinnen und Fastbreaks führte. Auch im zweiten Abschnitt wurde weiter munter durchgewechselt, so dass alle zwölf Spielerinnen entsprechend Einsatzzeit bekamen.

Zum Ende hin lies dann aber die Konzentration beim Heimteam nach. Trotzdem erzielte man den höchsten Sieg der Vereinsgeschichte. Dieser wurde allerdings teuer bezahlt. Denn neben Martina Merle (die ehemalige Handballerin gab ihr Debut) verletzte sich auch Anke Fietzke ohne gegnerische Einwirkung so schwer, dass beide vermutlich länger ausfallen werden.


„Wir dürfen uns von dem klaren Erfolg nicht blenden lassen, fehlten doch bei Butzbach die beiden besten Werferinnen“, mahnte Trainer Koch. Zudem habe man, trotz klarer körperlicher Vorteile, den Rebound nicht kontrolliert und mal wieder zu viele Möglichkeiten ausgelassen. Am nächsten Sonntag wird die Heimserie vermutlich reißen, wenn der letztjährige Landesligameister aus Krofdorf in Alsfeld gastiert.