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Ausweitung der Naturwälder für besseren Klima- und ArtenschutzMehr wilder Wald im Vogelsbergkreis

VOGELSBERGKREIS (ol). Aus Sicht der Grünen Landtagsabgeordneten Eva Goldbach ist es ein großer Erfolg für den Arten- und den Klimaschutz, dass hessenweit weitere zwei Prozent der Staatswaldfläche aus der Bewirtschaftung genommen werden.

„Für uns im Vogelsbergkreis werden 890,6 Hektar zusätzlich für die freie Entfaltung der Natur vorgesehen. Damit kommen wir auf insgesamt 1082,4 Hektar Naturwald. Auf den stillgelegten Flächen finden seltene Tiere wie zum Beispiel die Bechsteinfledermaus oder Gelbbauchunken und Pflanzen wie das grüne Besenmoos ungestörte Lebensräume. So schützen wir langfristig die Artenvielfalt“, erklärt Goldbach in ihrer Pressemitteilung.

„Wir haben unser im Koalitionsvertrag vereinbartes Ziel, zehn Prozent der landeseigenen Waldflächen aus der Bewirtschaftung zu nehmen, erreicht“, freut sich Goldbach. Damit sei auch eine wesentliche Anforderung der Zertifizierung des Staatswaldes nach den ökologischen und sozialen Kriterien des FSC-Siegels erfüllt.

Naturwälder würden dauerhaft ihrer natürlichen Entwicklung überlassen bleiben; auf den Flächen finde keine forstwirtschaftliche Nutzung mehr statt. „Naturwälder zeichnen sich durch eine große Artenvielfalt aus, die auch Voraussetzung für die Anpassungsfähigkeit eines Ökosystems an die sich verändernden Klimabedingungen ist. Verglichen zu Forstwäldern sind Naturwälder resistenter gegen solche Hitze- und Dürrewellen, wie wir sie im vergangenen Jahr erlebt haben“, erläutert Goldbach.

Im Naturwald „Feldatal“ beispielsweise, würden die bestehenden Kernflächen zu einem großen zusammenhängenden Laubwaldgebiet mit viel Totholz und zahlreichen Habitatbäumen abgerundet werden und würden so unter anderem potentielle Brut-Anlaufstellen für Schwarzstorch und Rotmilan sein.



Ein Gedanke zu “Mehr wilder Wald im Vogelsbergkreis

  1. Ja, und Borkenkäfer und Co können sich ungehindert verbreiten.

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