Panorama13

Vorbereitungen laufen auf HochtourenGegendemo zu „Naziaufmarsch“ in Fulda

FULDA (ol). Nach drei Vorbereitungstreffen zur geplanten Demonstration von der rechtradikalen Partei der III.Weg sind die Vorbereitungen zum Gegenprotest fast abgeschlossen. Unter dem Motto „#wirsindmehr-wir sind Fulda“ haben sich 71 Vereine, Parteien, Gewerkschaften, Gruppen und Organisationen unter der Organisation von „Fulda stellt sich quer“ zusammengeschlossen, um gemeinsam gegen den Aufmarsch der Partei Der III. Weg zu demonstrieren.



„Dieses breite Bündnis ist ein Querschnitt der Fuldaer Gesellschaft“, sagte Andreas Goerke Vorsitzender von „Fulda stellt sich quer“ in der Pressemitteilung zur Demo. Ob der runde Tisch der Religionen, die AWO, der SPD Unterbezirk oder die Pfadfinder St.Georg, gemeinsam will das Bündnis deutlich machen, das in Fulda kein Platz für den III.Weg und rechtsradikaler Hetze ist.

Unter „#wirsindmehr – wir sind Fulda“ rufen die Organisationen gemeinsam die Bürger zur Demonstration und Zivilcourage auf. Im Folgenden der Aufruf der Organisation im Wortlaut.

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Aufruf: #wirsindmehr – wir sind Fulda

„Am Samstag, 16. Februar 2019 wird die militante rechtsextreme Partei „Der III. Weg“ in Fulda einen „Gedenkmarsch“ anlässlich der Bombardierung Dresdens am 13. Februar 1945 veranstalten. Nach Fürth (2012), Ostrava (2013), Karlsbad (2014), Wunsiedel (2015), Worms (2016), Würzburg (2017) und Nordhausen (2018) ist nun Fulda von den Neonazis auserkoren, hier ihren alljährlichen. „Fackelmarsch – Ein Licht für Dresden“ durchzuführen und einen jährlichen Gedenktag fordern.

„Der III. Weg“ ist die Nachfolgerin der seit 2014 verbotenen Nazi-Dachorganisation „Freies Netz Süd“. Sie versteht sich als „nationalrevolutionäre“ Partei und steht ideologisch in der Tradition der NSDAP.

Geschichtsrevisionismus, Nationalismus, Antisemitismus, Rassismus und Chauvinismus prägen das Programm der Partei. Dies spiegelt sich auch in dem Aufruf des „III. Weg“ für den 16. Februar wider. Skrupellos werden die Angriffe der Alliierten in Kriegsverbrechen umgedeutet, um so die Verbrechen des NS-Regimes zu relativieren und die Täter*innen Hitler-Deutschlands zu Opfern zu stilisieren.

Durch das Einwerfen von Flyern beim Anmelder der Gegenproteste und Veröffentlichung eines Bildes seines Hauses auf ihrer Homepage versucht der III. Weg bereits im Vorfeld des Fackelmarsches die Initiatoren einzuschüchtern und zu bedrohen. Wir werden uns nicht, durch dieses typische Agieren für die gewaltbereiten Mitglieder der Kleinstpartei, einschüchtern lassen. Wie bereits nach den Morddrohungen in 2017 bestärkt es uns in unserem Handeln!

Wir rufen alle Fuldaer*innen dazu auf, am 16. Februar zu zeigen, dass in unserer Stadt kein Platz für Hass ist. Wir wollen nicht, dass in Fulda Nazis ihre menschenverachtenden gesellschaftlichen Vorstellungen propagieren!

Wir lassen nicht zu, dass Neonazis Fuldaer*innen bedrohen oder angreifen! Wir sind #unteilbar und #wirsindmehr! Es wird in 2019 kein neues 1993 in Fulda geben!

Lasst uns den Aufmarsch der Neonazis durch demokratische, kreative, laute und friedliche Proteste zu einer Blamage für diese Neonazis machen. Zeigen wir gemeinsam: In Fulda ist kein Platz für den III. Weg und andere neofaschistische Parteien. Fulda ist und bleibt weltoffen, bunt und tolerant. Unsere Barockstadt ist kein Ort für Neonazis!“

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„Wir werden ein deutliches Zeichen setzen, das Rassismus in unserer Stadt keinen Nährboden hat“, sagt Andreas Goerke. Man erfahre aktuell eine breite Unterstützung aus ganz Deutschland, so Goerke weiter. „Fulda stellt sich quer“ rechne mit einer großen Anzahl an Teilnehmer, die die Proteste in Fulda unterstützen wollen. Aktuell wissen man von Gruppen aus dem ganzen Bundesgebiet die am 16. Februar nach Fulda kommen. „Wir werden friedliche und kreative Proteste in Fulda erleben“, so die Aussagen der Verantwortlichen.

13 Gedanken zu “Gegendemo zu „Naziaufmarsch“ in Fulda

  1. Ich komm mit der ganzen Familie und wir machen uns einen vergnüglichen Tag auf einer starken Gegendemo. Meine Kinder finden es erschreckend, in welche Richtung diese Rechten die Gesellschaft ziehen. Saturdays for Future ;-)

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  2. Zu Leser Watn?: Was ist „fanatisch“ daran, einen Protest gegen einen Fackelmarsch zu unterstützen der von einer Partei organisiert wird, die in der Tradition der NSDAP steht?! Ich frage mich, wer oder was hier relativiert und verharmlost wird: die Anhänger des 3. Weges als Neonazis zu bezeichnen ist bestimmt keine Bagatellisierung sondern trifft die Sache auf den Punkt.
    Es geht bei dem Protest meiner Meinung nach um mehr als darum, „bunt“oder „weltoffen“ zu sein. Es geht darum, die (neu)rechten faschistischen Strömungen als solche zu benennen. Und ihnen klar und deutlich entgegenzutreten!

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    1. Genau, es ist ganz wichtig eine riesige Demo gegen eine Partei zu machen, die weniger als 0,1% der Stimmen bei der letzten Wahl hatte.

      Wem da die Instrumentalisierung für eigene politische Ziele nicht auffällt, der ist herzlich Willkommem beim „linken Weg“: Auf geht’s, gemeinsam zum Kommunismus, meine Schafe!

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      1. SIE irren gewaltig Frau Knechtrupprecht!
        Auch die CDU und die FDP Fulda haben zur Demo gegen rechts aufgerufen!
        (Siehe Fuldaer Zeitung von heute, 13.02.2019, Seite 9)
        Und das ist gut so!!

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  3. Ich finde den unreflektierten Fanatismus beider Lager eher beängstigend und werde Fulda an dem Tag sicher meiden.

    Da aber ein Großonkel von mir dort starb, muss ich das mal sagen: Wer hier bei der Brandbombung der Zivilbevölkerung und des damals mit Ost-Flüchtlingsfamilien überfüllten Dresdens ohne militärisches Ziel mit 50.000 Toten im Feb 45 als der Krieg längst entschieden war, von einem konstruierten Kriegsverbrechensvorwurf fabuliert, sollte sich schon mal fragen, wo sein moralischer Kompass geblieben ist.

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  4. Ich wäre dafür, diesem Gesocks einfach die Genehmigung für ihren Aufmarsch zu entziehen. Irgendeinen banalen Verwaltungsakt wird es doch geben, um diese Vögel daran zu hindern, Fulda mit ihrer Anwesenheit zu verpesten. Diese rechte Splittergruppe kriegt viel zu viel Aufmerksamkeit für ihre kruden Gedanken.

    Dann könnten die Polizisten, die da ja wieder kommen müssen, um die Guten von den Bösen getrennt zu halten (wahrscheinlich kommen auch ein paar linke Krawallos äääh Aktivisten, die kommen ja immer bei so was), mal ein ruhiges Wochenende mit ihren Familien verbringen.

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  5. Wenn man die zu „Leser´s“ harmlosen posting überwiegend negativen (Daumen runter) Reaktionen sieht, wird einem Angst und Bange…

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    1. Völlig Angst und Bange ist mir schon, undzwar wenn diese Verbagatellisierung und Dauernutzung des Begriffs „Nazi“ harmlos findet.

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    2. Es ist immer der selbe AFD CLown der die Votings hier manupuliert, besorgt sich ne neue Ip Nr mit einen Neustart des Routers etc. löscht die cookies dann hat er nochmal die Möglichkeit zu voten.Kinderkacke aber wenn es es glücklich macht :))

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  6. Da ich weder „Bunt“ noch „Weltoffen“ bin werde ich den 16.2 mit etwas Vernünftigem verbringen.

    Ich geh mit meiner Frau gepflegt Essen und stell mir dabei vor wie die geistigen Querschläger von der links-rot-grünen „Quersteller“-Fraktion in Fulda in der Kälte stehen und die üblichen hohlen Betroffenheits und „wir sind Bunt“ Floskeln skandieren.

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    1. Schnitzel, gehen Sie doch bitte zum Lachen in den Keller wie sonst auch immer. Danke!
      Vielleicht sollten wir auf dem Nachhauseweg nochmal bei Ihnen vorbei kommen …

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  7. Alle auf nach Fulda!
    Von Alsfeld aus fährt auch die Bahn.
    Ich hoffe der Zug wird voll!
    Auf geht’s!
    Nazi’s raus!
    Auch Alsfeld und Lauterbach stellen sich quer!

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