Das lange Warten hat ein Ende: Busenborn erhält ein runderneuertes „Gemeinde- und Kulturzentrum am Bilstein“. Foto: Gaby Richter

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Dorfentwicklung: "Selten so viel Engagement gesehen"373.000 Euro Zuschuss für das „Gemeinde- und Kulturzentrum am Bilstein“

BUSENBORN (ol). Das lange Warten hat ein Ende: Busenborn erhält ein runderneuertes „Gemeinde- und Kulturzentrum am Bilstein“. Aus den Mitteln der Dorferneuerung gibt es gibt es dafür sogar einen dicken Zuschuss: 324.431 Euro für das Zentrum und noch einmal 48.750 Euro für die Gestaltung der Freifläche.


„Busenborn hat schon sehr viel Geduld mitgebracht“, bestätigt Schottens Bürgermeisterin Susanne Schaab bei der Bescheidübergabe durch Wirtschaftsdezernent Mischak. Schon seit den neunziger Jahren habe es gelegentliche Anläufe gegeben, doch wurden konkrete Maßnahmen immer wieder verschoben. Jetzt soll es aber losgehen mit dem Um- und Neubau in Busenborn: Insgesamt ist laut Pressemitteilung des Kreises rund eine Million Euro inklusive der Gestaltung rund um das neue Gemeinde- und Kulturzentrums in Busenborn veranschlagt. Dafür gibt es 324.431 Euro für das Zentrum und noch einmal 48.750 Euro für die Gestaltung der Freifläche aus Mitteln der Dorferneuerung.

Das geplante „Gemeinde- und Kulturzentrum am Bilstein“ soll ein wahres Multifunktionsgebäude werden: Es sei zugleich Dorfgemeinschaftshaus, Feuerwehrstandort, Vereinsheim, Kirchenraum, touristischer Treffpunkt und Jugendraum, außerdem wird die alte Schule integriert. Deshalb fließen dort auch noch Mittel des Hessischen Innenministeriums hinein, nämlich weitere 86.608 Euro für die Feuerwehr.

Das Gemeindezentrum als Schlusspunkt der Dorfentwicklung

„Schotten war die erste Stadt mit gesamtkommunaler Ausrichtung der Dorfentwicklung und es wurden dort schon erhebliche Investitionen getätigt. Dieses Gemeindezentrum setzt den Schlusspunkt, dafür gab es noch einmal ein Zusatzbudget“, berichtet Dr. Mischak. Er danke dem Ortsbeirat und der Stadt Schotten für die Vorbereitung des Großprojekts, er habe selten so viel Engagement gesehen.

Das bestätigt auch Matthias Sebald, der zum letzten Mal in Sachen Dorf- und Regionalentwicklung tätig ist, bevor er nach mehr als zehn Jahren in seine Heimat Sachsen zurückkehren wird. „Seit 2012 wurden eine Menge Projekte auf den Weg gebracht, darunter auch 74 private Vorhaben mit Investitionsvolumen von insgesamt 5,3 Millionen Euro, die mit fast 1,2 Millionen Euro an Zuschüssen unterstützt wurden.“ Übrigens: Zwar sei das Budget für die Stadt Schotten ausgeschöpft, doch für private Vorhaben können noch bis März 2020 Anträge gestellt werden.