v.l.n.r.: Erste Kreisbeigeordnete und Umweltdezernentin Dr. Christiane Schmahl, Sabine Tinz (Arbeitskreis), hessische Umweltministerin Priska Hinz, Guido Linke, Umweltbeauftragter der Stadt Lich, Dr. Heino Steinmetz (Arbeitskreis), Ingrid Moser, Geschäftsführerin der Landschaftspflegevereinigung des Landkreises Gießen, Stephan Stein, Fachdienstleiter der Unteren Naturschutzbehörde, Joachim Otto (Arbeitskreis). Foto: Landkreis Gießen

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Hessische Umweltministerin zu Gast im LandkreisLicher Feldwege mit biologischer Vielfalt

GIEßEN (ol).  Der Landkreis Gießen hat mehrere tausend Kilometer Feldwege – Waldwege und Siedlungsgebiete nicht mitgerechnet . Zusammengerechnet entspricht ihre Länge etwa dem Radius der Erde. Zu einem dieser Feldwege führte es die hessische Umweltministerin Priska Hinz im Rahmen ihrer Sommertour. Am Rande der Stadt Lich war der Weg das Ziel – genauer gesagt der Wegrand.

„Im vergangenen November waren wir mit dem Arbeitskreis Lebensraum Feldwege der Biodiversitätsinitiative des Landkreises Gießen und der Unteren Naturschutzbehörde in Wiesbaden, um die vom Arbeitskreis erarbeitete Broschüre ‚Nutzung und Pflege der Feldwege und Wegränder‘ an Priska Hinz zu überreichen“, erinnert sich Erste Kreisbeigeordnete und Umweltdezernentin Dr. Christiane Schmahl laut Pressemitteilung des Landkreis Gießen. „Ich möchte mich ganz herzlich dafür bedanken, dass uns ein Nachdruck der Broschüre ermöglicht wurde und dass Ministerin Hinz ihr Wort gehalten hat und sich heute das Projekt ‚Wegraine‘ vor Ort im Landkreis Gießen anschaut.“

Die Erste Kreisbeigeordnete und Umweltdezernentin Dr. Christiane Schmahl (r.) und die hessische Umweltministerin Priska Hinz (l.) nehmen gemeinsam mit dem Bürgermeister Bernd Klein (r.) und dem Umweltbeauftragten der Stadt Lich Guido Linke (l.) die Wege am Rande der Stadt unter die Lupe. Foto: Landkreis Gießen

‚Wegraine‘, das sind laut Duden ‚Grasstreifen am Wegrand‘, doch dahinter steckt sehr viel mehr, denn in diesen Grasstreifen leben Insekten, Vögel und kleinere Säugetiere. Neben den Tieren brauchen auch Pflanzen die Feldwege, Graswege und Ränder der befestigten Wege als Lebensraum. Diese Lebensräume, meist im Eigentum der Kommunen, werden häufig einfach umgebrochen und gehen damit verloren. Leider wirkt sich der Verlust von solchen Strukturelementen negativ auf die Artenvielfalt aus, da Kleinsäuger, Vögel und Insekten ihr Zuhause verlieren.

Voraussetzung für das Überleben vieler Arten

Die Vielfalt der Pflanzen- und Tierwelt der offenen Landschaft habe in den vergangenen Jahren stark abgenommen, so gebe es beispielsweise nur noch wenige Rebhühner im Landkreis. Die biologische Vielfalt der Wegränder ist Voraussetzung für das Überleben vieler Arten, von der Kornblume bis zum Feldhasen. Die Feldwege zu nutzen, zu pflegen und zu schützen für den Erhalt der biologischen Vielfalt ist deshalb im Landkreis Gießen das Ziel vieler engagierter Bürgerinnen und Bürger.

Der Landkreis Gießen sei der erste hessische Landkreis, der im Rahmen der biologischen-Vielfalts-Strategie über den Arbeitskreis bereits ein weitergehendes Konzept für den Erhalt von Feldwegen und Wegrainen entwickelt hat. Ministerin Hinz konnte sich vor Ort davon überzeugen, wie sich eine ökologische Infrastruktur im Einklang mit der modernen landwirtschaftlichen Nutzung erhalten und verbessern lässt. „Das Beispiel des Landkreises Gießen könnte auch in anderen Landkreisen Schule machen“, lobte Ministerin Hinz die Aktivitäten.

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