Im Kreis ihrer Kollegen und Kirchenvorstandsvorsitzenden wurden Jürgen Pithan und Peter Weigle am Sonntag verpflichtet. Fotos: Traudi Schlitt

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Amtseinführung von Pfarrer Peter Weigle und Pfarrer Jürgen Pithan im „Evangelisches Kirchspiel Schwalmtal“Zwei halbe Pfarrer für ein lebendiges Gemeindeleben mit Zukunft

ALSFELD (ol). Inoffiziell hatte die lange Vakanz in den Kirchengemeinden Brauerschwend und Hopfgarten ja schon vor längerer Zeit ein Ende: Mit der Bestellung der beiden Vakanzvertreter Pfarrer Jürgen Pithan und Pfarrer Peter Weigle war eine gute Lösung gefunden, mit der sowohl die beiden Pfarrer, die dort jeweils mit einer halben Stelle tätig sind, als auch die Gemeindemitglieder restlos zufrieden waren. Nun wurde aus dieser Übergangslösung eine feste Einrichtung.

In der Pressemitteilung des Evangelisches Dekanats heißt es, Dekan Dr. Jürgen Sauer führte die beiden Kirchenmänner am vergangenen Sonntag offiziell in ihr Amt im „Evangelischen Kirchspiel Schwalmtal“ ein, verbindlich zunächst bis 2022, danach problemlos zu verlängern, wenn Pfarrer und Gemeinden das wünschen.

Im Kreis ihrer Kollegen und Kirchenvorstandsvorsitzenden wurden Jürgen Pithan und Peter Weigle am verpflichtet. Alle Fotos: Traudi Schlitt

Der feierlichen Amtseinführung im Rahmen eines Gottesdienstes wohnten neben zahlreichen Gemeindemitgliedern und Pfarrerinnen und Pfarrern aus dem Dekanat auch Präses Sylvia Bräuning und Dr. Berthold Riedesel Freiherr zu Eisenbach von der Patronatsfamilie Riedesel bei. Musikalisch begleiteten die Evangelischen Posaunenchöre Brauerschwend und Hopfgarten unter der Leitung von Bernd Rühl den Gottesdienst.

Wie glücklich die Gemeindemitglieder darüber sind, dass nicht nur die Vakanz zu Ende geht, sondern dass gerade diese beiden Pfarrer im Schwalmtal gelandet sind, wurde deutlich als Gisela Riegelmann vom Kirchenvorstand Hopfgarten den Einführungsgottesdienst eröffnete. „Jeder ist auf seinem Gebiet perfekt“, freute sie sich auf die Zusammenarbeit, und fügte hinzu: „Die Vakanz war lang genug“. Seit 2016 hatten die Gemeinden und Pfarrer Jürgen Pithan schon Gelegenheit, sich kennen- und schätzenzulernen. Pfarrer Peter Weigle kam 2017 hinzu – beide Pfarrer ergänzen sich zur Freude der Gemeinde in den verschiedenen Tätigkeitsbereichen und harmonieren sehr gut miteinander.

Gisela Riegelmann, Kirchenvorstandsvorsitzende von Hopfgarten, freute sich, dass die Vakanzzeit ihrer Kirchengemeinde so glücklich vorübergegangen ist.

Langa Vakanz jetzt offiziell zu Ende

Eine Amtseinführung und Vorstellung von zwei Pfarrern, die sich längst selbst eingeführt haben und in den Gemeinden bekannt sind, könne auch für überflüssig gehalten werden, so Dekan Dr. Jürgen Sauer in seiner Ansprache. Gleichwohl sei ein solcher Gottesdienst mit Amtseinführung von großer Bedeutung: Er signalisiere der Gemeinde, dass die lange Vakanz nun offiziell zu Ende sei, er habe eine besondere Wirkung auch für die Pfarrer und lenke die Aufmerksamkeit auf sie, die die geistige Sendung erfahren hätten und nun in den Gemeinden Trost und Zuversicht spenden sollten. In einer sich veränderten kirchlichen Landschaft stehe man Neuaufbrüchen gegenüber, fuhr Dr. Sauer fort.

„Das sind Ihre Pfarrer“ – Dr. Jürgen Sauer verpflichtete Pfarrer Jürgen Pithan und Pfarrer Peter Weigle in den Kirchengemeinden Brauerschwend und Hofpgarten.

Kooperationen mit Nachbargemeinden, wie sie gerade im Schwalmtal im Rahmen des Gruppenpfarramtes schon gepflegt würden, seien gefragt; kreative Ideen, und Menschen, die diese Ideen umsetzen. „Gott geht deine Wege mit“, gab der Dekan Pithan und Weigle mit auf ihren weiteren Weg und schenkte ihnen als Symbol für das Unterwegssein zwei Pilgerstäbe, die gleichzeitig auch Symbol für die Stütze sein sollten, die man an Gott habe. Viele Ratschläge zum neuen alten Amt der Seelsorge und Mission lieferten auch Bibelstellen, die den beiden Pfarrern von ihren Kirchenvorstandsvorsitzenden Gisela Riegelmann und Bernd Dickel sowie von zwei Pfarrerskollegen aus dem Gruppenpfarramt, namentlich Christian Tröger und Dorothée Tullius-Tomášek, vorgetragen wurden.

Stabile, zuverlässige Versorgung der Kirchengemeinden über Jahre gesichert

Dass beide Pfarrer sich über ihre Aufgaben im Schwalmtal freuen, war lange bekannt. Sie bekräftigten dies auf die Einführungsfrage des Dekans mit einem deutlichen „Ja, ich will“, welches die Gemeinde ihrerseits nach Aufforderung des Dekans vollmundig zurückgab. Anhaltender Applaus nach der Verpflichtung machte deutlich, wie zufrieden alle Beteiligten mit dieser Besetzung sind. Zum Abschluss der Rede dankte der Dr. Jürgen Sauer im Namen der Kirchenleitung allen ehren- und hauptamtlich Tätigen in den Gemeinden und im Dekanat, die das kirchliche Leben im Schwalmtal während der langen Vakanzzeit weitergeführt hatten.

Dekan Dr. Jürgen Sauer segnete die beiden neuen Pfarrer im Schwalmtal.

Insbesondere den Kirchenvorständen dankte er für ihre Beharrlichkeit in der Bitte um eine feste Besetzung der Stelle. „Dies sind Ihre beiden Pfarrer“, übergab Sauer Pithan und Weigle an die Gemeinden, „wir haben damit die stabile und zuverlässige Versorgung der Kirchengemeinden über Jahre gesichert.“

Derart beauftragt, bestiegen die beiden die Kanzel, um ihre erste geistliche Ansprache vor den Gemeinden in Form einer sehr schwungvollen Dialog-Predigt über das Salz der Erde, das Licht der Welt und was jeder und jede Einzelne davon hat oder ist, zu halten. Ihre Pilgerstäbe, so versicherten, werden sie schon bald nutzen, schließlich planten sie sowohl mit den Konfirmanden als auch mit dem Gruppenpfarramt eine Pilgerwanderung.

Doppelt gesegnet und das in vielerlei Hinsicht: Die Pfarrer von Brauerschwend, Rainrod, Renzendorf, Hopfgarten, Hergersdorf, Ober- und Unter-Sorg sowie Vadenrod segnen ihre Gemeinden.

Unmittelbar nach dem Ende des Gottesdienstes waren alle Anwesenden noch zu einem Empfang nach Rainrod ins DGH eingeladen. Hier nutzten einige Rednerinnen und Redner die Gelegenheit, zu den neuen Pfarrern ihrer Gemeinden zu sprechen, darunter Präses Bräuning und Bürgermeister Timo Georg. Darüber, was es heißt, „halber Pfarrer“ zu sein, sang am Ende des offiziellen Teils noch Pfarrer Henner Eurich und beendete den Nachmittag damit so gutgelaunt wie er angefangen hatte.

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