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Ambulante Dienste der bhvb in neuen Räumen im ehemaligen Amtsgericht - Präsenz im Zentrum LauterbachsDer Mensch im Mittelpunkt eines Zentrums für Beratung, Frühförderung und Begleitung

LAUTERBACH (ol). Immer mehr zu einem inklusiven Gebäude entwickelt sich das wiederbelebte Haus des ehemaligen Amtsgerichts in Lauterbach. Nachdem das Studienzentrum Vogelsberg der Steinbeis-Universität hier schon im letzten Jahr seine Räume bezogen hat, ebenso wie das Sachgebiet Wirtschaftsförderung und Tourismus des Vogelsbergkreises, ist nun auch der Umzug der Ambulanten Dienste der bhvb – Behindertenhilfe Vogelsbergkreis e.V. abgeschlossen.

Vor wenigen Tagen präsentierte Michael Volk, Leiter der Ambulanten Dienste der bhvb, stolz die neuen hellen Räume in der Königsberger Straße und sprach von einem „großen Wurf zum Wohl von Klienten und Mitarbeitenden.“ Mit dem Umzug in das ehemalige Amtsgericht konnte nämlich nicht nur das Angebot der bhvb unter einem Dach zusammengefasst werden, die zentrale Lage und der barrierefreie Umbau sollen es den Klienten nun noch leichter machen, die Dienste der bhvb in Anspruch zu nehmen.

Ein Zentrum für Beratung, Frühförderung und Wegbegleitung

Und das sind eine ganze Menge: „Als Zentrum für Beratung, Frühförderung und Wegbegleitung bieten wir Menschen jeden Alters und unabhängig von einer Behinderung Assistenz in vielen Fragen der Lebensgestaltung“, führt Katja Diehl, Vorstandsvorsitzende der bhvb, aus. Mit der Frühförder- und Beratungsstelle bietet die bhvb Hilfe beim rechtzeitigen Erkennen von Entwicklungsverzögerungen und -gefährdungen. Sie setzt daher schon bei der Geburt an und reicht bis ins Kindergartenalter. In dem neuen Gebäude steht dafür unter anderem ein Raum mit verschiedenen Bewegungsmodulen für Diagnostik zur Verfügung.

„Wir sehen uns als offenes Haus, in das man mit seinen Fragen rund um die Entwicklung seines Kindes ohne Scheu kommen kann. Unsere Fachleute stehen für eine erste unverbindliche Beratung zur Verfügung und arbeiten im Bedarfsfall gemeinsam mit den Betroffenen gezielte Förderpläne aus, die eine positive Entwicklung anregen und vorhandene Potenziale festigen“, ergänzt Diehl.

Ambulant betreutes Wohnen ebenfalls vorhanden

Neben der Frühförderung stellt das Ambulant Betreute Wohnen den zweiten Aspekt der Ambulanten Dienste der bhvb dar. Auch dieser Bereich wird nun in der Königsberger Straße abgedeckt. „Ambulant Betreutes Wohnen gewährleistet Teilhabe für das selbstständige Wohnen von erwachsenen Menschen mit Assistenzbedarf“, führt Volk aus.

„Mit diesem Angebot sind wir fast interdisziplinär aufgestellt, können also sicherstellen, dass viele Bereiche, die zum Wohl von Menschen mit Assistenzbedarf zusammenspielen müssen, hier bei uns zusammenkommen“, freut sich Volk, der dieses Angebot an Menschen mit Beratungs- und Förderbedarf und deren Familien für besonders wichtig hält, damit diese in die Lage versetzt werden, so eigenständig und selbstbestimmt wie möglich zu leben. „Jeder Mensch hat das Recht auf ein maßgeschneidertes Förder- und Unterstützungsangebot. Und das erhält er bei uns.“

„Im Blick auf den Umgang mit Menschen mit Assistenzbedarf durchleben wir gerade eine sehr dynamische Entwicklung, deren Ausgang jetzt noch nicht abzusehen ist“, legt der Leiter der Ambulanten Dienste dar. Wie gut, dass die bhvb und ihre Dienste sich schon lange gemeinsam auf den Weg gemacht haben, die Entwicklungen zum Wohl der betroffenen Menschen mitzugestalten und umzusetzen. Das neue Angebot der bhvb unter einem Dach ist ein sehr gelungenes Beispiel dafür.

Ein Gedanke zu “Der Mensch im Mittelpunkt eines Zentrums für Beratung, Frühförderung und Begleitung

  1. Ich wäre wirklich der Letzte, der sich über den Ausbau der Versorgungsstrukturen im sozialen Bereich beschweren würde. Und ein Zentrum der hier vorgestellten Art, das sich „Assistenz in vielen Fragen der Lebensgestaltung“ für Menschen jeden Alters, Behinderte wie Nichtbehinderte, zur Aufgabe macht, ist sicherlich ein sinnvolles Angebot. Aber was in aller Welt ist denn ein „inklusives Gebäude“? Überambitioniertes Wortgeklingel ist leider zum Markenzeichen nicht nur der Sozialpolitik im Landkreis geworden. Man klüngelt und lässt es klingeln. Am Ende weiß niemand mehr. wo die Glocken hängen, nicht zuletzt auch deshalb, weil sich hinter den ganzen Schlagworten nur Luftnummern verbergen. Eine verschwurbelte Pseudo-Fachsprache ersetzt keine Fachkompetenz. Inklusive Gebäude gibt es nicht! Guckst du https://www.korrekturen.de/beliebte_fehler/inklusiv.shtml !

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