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Deutscher Schraubenverband unter neuem VorstandKamax Geschäftsführer übernimmt Vorsitz im Deutschen Schraubenverband

HOMBERG (ol). Der Kamax-Geschäftsführer, Dr. Wolfgang Scheiding, wurde zum Vorstandsvorsitzenden des Deutschen Schraubenverbands (DVS) gewählt. Als Vorsitzender der Fachgruppe Automotive gehörte der Chief Market Officer der Kamax Gruppe bereits seit gut anderthalb Jahren dem Vorstand des DSV an, dessen Vorsitz er nun übernommen hat.

In der Pressemitteilung des Unternehmens heißt es, der Deutsche Schraubenverband vertritt die gemeinsamen Interessen der Unternehmen nach außen und unterstützt seine Mitglieder im technischen sowie regulatorisch-administrativen Bereich. Beispielsweise bilde der DSV Veränderungen des Rohmaterialpreises im sogenannten Schraubenverbands-Index ab, der für Verhandlungen mit Kunden genutzt werden könne. Daneben organisiere der Verband Schulungen, vor allem für Mitarbeiter in Vertrieb und Einkauf, und betreibe allgemein relevante Forschung im nicht-wettbewerbssensitiven Bereich. „Damit ist er ein Hort von Support“, beschrieb Scheiding.

Auf die Zusammenarbeit mit seinen Vorstandskollegen sowie DSV-Geschäftsführer Dr. Stefan Beyer freue sich Dr. Scheiding sehr. „Das ist ein hervorragend eingespieltes Team, das bereits seit vielen Jahren vertrauensvoll zusammenarbeitet und viele Initiativen vorangebracht hat“, gab er bekannt. Das gelte auch im internationalen Kontext, denn der DSV nehme neben dem italienischen Schraubenverband eine Vorreiterrolle in Europa ein und sei Mitglied im European Industrial Fasteners Institute (EIFI), dem Verband europäischer Hersteller mechanischer Verbindungselemente .

Hauptaugenmerk auf Aus- und Weiterbildungen

Besonderes Augenmerk lege Scheiding auf den Bereich Aus- und Weiterbildung. Der DSV biete einmal pro Jahr eine dezentrale Schraubfachausbildung für bis zu 40 Interessierte an. Zunehmende normative Anforderungen an die Qualifizierung von Personal für industrielle Verschraubungsaufgaben sollen zu einem regelrechen Run auf die Ausbildung geführt haben. „Es gehen jährlich weit mehr Anmeldungen ein als Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen, sodass wir hier über eine Schraubfachakademie mit eigener Geschäftsführung und bezahlten Lehrkräften nachdenken sollten“, sagte der gebürtige Darmstädter. Auf diese Weise soll einer deutlich größeren Teilnehmerzahl eine professionelle Qualifikation zum Schraubfachingenieur, Schraubfachtechniker oder zur Schraubfachkraft ermöglicht werden.

Der persönliche Bezug von Scheiding zum Deutschen Schraubenverband reiche bereits weit über 20 Jahre zurück: Als Doktorand wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsabteilung, die der DSV an der TU in Darmstadt unterhalte und habe nach der Promotion in seinen ersten Jahren bei Kamax bereits in den technischen Gremien des DSV mitgewirkt. Anfang 2016 wurde der Geschäftsführer zum Vorsitzenden der Automotive gewählt.