Die Geehrten und Beförderten der Freiwilligen Feuerwehr in Eudorf. Foto: privat

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123. Jahreshauptversammlung der Feuerwehr EudorfGroßer Beitrag für das Gemeinwohl in der Freizeit

EUDORF (ol). Ehrungen und Wahlen haben am Dienstagabend im Fokus der 123. Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr in Eudorf gestanden.

Der Wehrführer und Vorsitzende Tobias Merle resümierte die Tätigkeiten des 146-köpfigen Vereins und der 20 Frauen und Männer starken Einsatzabteilung. Die Eudorfer Feuerwehrleute wurde im vergangenen Jahr zu neun Einsätzen gerufen, die sich in einen Brand und acht technische Hilfeleistungen gliederten. Zu den Alarmen zählten ein brennender Bus, Ölspuren und ein schwerer Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person.

Über 1.500 ehrenamtliche Stunden wurden von den Brandschützern geleistet, die sich in 334 Übungsstunden, 83 Einsatzstunden, 365 Lehrgangsstunden, 103 Stunden für Gerätewartung, 592 Stunden für Sitzungen und Arbeitseinsätze sowie 71 sonstige Stunden gliederten. Bei insgesamt 19 Übungen und Ausbildungen qualifizierten sich die Brandschützer weiter, dazu zählte ein Motorkettensägenlehrgang mit zehn Teilnehmern. In diesem Jahr soll der Ausbildungsplan auf die im Schichtsystem tätigen Arbeitnehmer angepasst werden.

Auf Kreisebene wurden fünf Lehrgänge, an der Hessischen landesfeuerwehrschule ein Lehrgang absolviert. Wie Merle informierte, stehen derzeit noch sechs Feuerwehrleute tagsüber für Einsätze zur Verfügung. Die Kameradschaft pflegten die Eudorfer Feuerwehrleute unter anderem bei einer Maiwanderung und einer Weihnachtsfeier. Zum Tag der offenen Tür mit Sommerfest hatte die Feuerwehr guten Besucherandrang. Das Event soll in diesem Jahr am 24. Juni mit Wasserrutsche und Salzekuchen wiederholt werden. Bereits am 1. Mai wird die traditionelle Wanderung stattfinden, zu der man sich bis zum 23. April anmelden kann.

Sichtbare Veränderungen gab es am Gerätehaus, so wurden Bäume geschnitten und Pflasterarbeiten durchgeführt. Das Tragkraftspritzenfahrzeug der Wehr wurde mit Digitalfunk ausgerüstet, zudem wurde eine Motorsäge mit Zubehör angeschafft. Rechner Marcus Eckert teilte in seinem Kassenbericht mit, dass der Feuerwehrverein die Einsatzabteilung mit einem vierstelligen Eurobetrag unterstützte. Eine Satzungsänderung zum Erhalt der Gemeinnützigkeit wurde einstimmig verabschiedet.

Im Rahmen der Versammlung wurde Michael Eilts einstimmig zum weiteren Rechner gewählt, zum Beisitzer und zweiten stellvertretenden Wehrführer wurde Matthias Müller gewählt. In das Amt des Kassenprüfers wurde Stefan Schreiber gehoben. Die goldene Vereinsnadel wurde Manfred Merle, Edgar Merle, Norbert Hintz und Alfred Pachowiz für 50-jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Eudorf verliehen, die silberne Ehrennadel für 25-jährige Mitgliedschaft erhielt Hartmut Rüger. Zum Feuerwehrmann wurde Lars Müller befördert, der auch die fleißigste Dienstbeteiligung zeigte. Zu Ehrenmitgliedern des Vereins wurden Dieter Decher, Karl-Heinz Merle, Günther Schneider und Gerhard Stumpf ernannt. Unter stehendem Applaus wurden die Feuerwehrmänner Marcus Eckert und Marcel Koch mit Präsenten verabschiedet, sie mussten aus beruflichen Gründen ausscheiden.

Stadtrat Ralf Pfeiffer dankte den Feuerwehrleuten in einem Grußwort für ihr Engagement. „Eine gute und schlagkräftige Wehr im Ort zu haben, ist aufgrund des demographischen Wandels und einer Vielzahl von Freizeitmöglichkeiten nicht mehr selbstverständlich“, so Pfeiffer. Aus seiner Sicht leisten die Feuerwehrleute in ihrer Freizeit einen großen Beitrag für das Gemeinwohl. Der Stadtrat warb zur Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr, ebenso Ortsvorsteher Edgar Merle. „Es muss sich vieles ändern, damit vieles so bleiben kann wie es ist“, so sein Blick auf die Zukunft des Feuerwehrwesens. Aus seiner Sicht sorgten die Feuerwehrleute nicht nur in den vergangenen 365 Tagen für ein sicheres Gefühl in Eudorf.

Alsfelds Vizewehrführer Daniel Schäfer dankte den Brandschützern in Vertretung für Vizestadtbrandinspektor Carsten Schmidt für ihre Leistungen: „Danke für die vorbildliche Arbeit am Nächsten“. Er hob die Vielzahl der aufgebrachten Stunden für Lehrgänge hervor und sprach von einer guten Zusammenarbeit der Eudorfer im Feuerwehrabschnitt.