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SPD-AfA und Bürgermeisterkandidat Joachim Lubrich treffen sich am Bahnhof ZellModernisierung der Park- und Rideflächen notwendig

ZELL (ol). Eine der Kernforderungen sozialdemokratischer Kommunalpolitik sei der Erhalt und der Ausbau eines leistungsfähigen öffentlichen Personennahverkehrs, heißt es in einer Pressemitteilung. Um diese Problematik zu erörtern und der Forderung nach einem Ausbau Nachdruck zu verleihen, traf sich der Kreisvorstand der AfA unter Leitung ihres Vorsitzenden Bernhard Bender mit dem Bürgermeisterkandidaten Joachim Lubrich am Bahnhof in Zell.

Alle wissen: Wer auf dem Land kein eigenes Auto hat, ist schlecht dran, aber auch in der Stadt ist das nicht viel anders, wenn beispielsweise der Arbeitsplatz nicht am gleichen Ort ist. Der öffentliche Bus- und der schienengebundene Nahverkehr ist daher ein unverzichtbares Fortbewegungsmittel. Bedarfsgerecht muss dieser an den Bedürfnissen der Menschen nach Mobilität ausgerichtet sein. Ansonsten würden kleine Ortschaften im ländlichen Raum vollends vom Netz abgeschnitten.

Geringverdiener oder Erwerbslose ohne eigenes Auto schaffen es nicht zu ihrem potentiellen Arbeitsplatz, Ältere erreichen nicht den Arzt oder das Krankenhaus. Ohne Bus und Bahn kommen sie alle nicht vom Fleck. Deshalb brauchen wir in Stadt und Land ein attraktives Netz des ÖPNV mit guten Taktzeiten inklusive umsteigefreier Bahnverbindungen in die Rhein-Main-Region. Damit kann man auch der anhaltenden „Landflucht“ in die Ballungsräume entgegenwirken. Das Wohnen im Vogelsberg mit seinen geringen Mieten oder niedrigen Baulandpreisen wird attraktiver,  wenn man bequem und in angemessener Zeit mit der Bahn seinen Arbeits- oder Studienplatz in Gießen, Fulda oder Frankfurt erreicht,  so die einvernehmliche Meinung der Kommunalpolitiker.