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In das Kondolenzbuch für die Pariser Opfer trugen sich auch Stadtverordnetenvorsteher Heinz Heilbronn und Bürgermeister Stephan Paule„Fühlen uns mit den Franzosen sehr verbunden“

ALSFELD (aep). Die ganze Zeremonie dauerte nur wenige Minuten und steckte doch voller Symbolik: Stadtverordnetenvorsteher Heinz Heilbronn und Bürgermeister Stephan Paule besuchten am Mittwoch die Max Eyth-Schule in Alsfeld, um sich ebenfalls in ein kleines Büchlein einzutragen, das in der Aula seit Mitte November ausliegt – seit den Terroranschlägen in Paris. Es ist ein Kondolenzbuch, das die Verbundenheit der Schule mit Frankreich ausdrücken soll. Es enthält viele Einträge.

Das Buch liegt dort seit dem 16. November, dem Montag nach den Anschlägen, erklärt Michael Koch, der Europaschul-Koordinator: auf einem Tisch in der Eingangshalle mit einer Kerze und dem Modell des Eiffelturms, an dem die französische Flagge hängt. Seither trugen sich dort viele Schüler, Lehrer und Elternvertreter ein. „Es lag da nicht lange, da haben die ersten Schülerinnen hinein geschrieben“. Die Anteilnahme ist nicht Zufall, erläutert Stephanie Ebert, die für den Austausch mit der Partnerschule in St. Gilles Croix de Vie an der Atlantikküste verantwortlich ist: „Wir fühlen uns mit den Franzosen sehr verbunden“. Und nicht nur mit dem Ort in der Vendee, zu dem die Max Eyth-Schule seit 40 Jahren den Austausch pflegt, sondern auch mit weiteren Gemeinden und Schulen Frankreichs: „Wir sind eine Europaschule!“

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Die Einträge der beiden städtischen Vertreter in das Buch, das in der Eingangshalle ausliegt.

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Dass nun in der Eingangshalle das allgemein zugängliche Kondolenzbuch neben französischen Symbolen liegt, sei „ein deutliches Zeichen gegen Terror und Gewalt“, erklärte die Schulleiterin Claudia Galetzka, am Mittwochnachmittag „und für Vielfalt und Frieden.“

Ähnlich befanden es auch der Stadtverordnetenvorsteher Heilbronn und Bürgermeister Paule, die eigens für einen Eintrag gekommen waren. „Eine Geste der Völkerverständigung“, sagte Heinz Heilbronn, und der Bürgermeister nannte die Einträge einen Beitrag der Stadt Alsfeld. Man habe die Idee auch aufgegriffen, indem von Alsfeld aus ein Schreiben an die Partnerstadt Chaville ging, in dem alle Mitglieder von Magistrat und Stadtparlament unterschrieben haben.

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Beistand für die französischen Freunde: (v.l.) Michael Koch, Bürgermeister Paule, Stadtvereordnetenvorsteher Heilbronn, Schulleiterin Claudia Galetzka, Stephan Ebert und D. Christoph Stüber.