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Wirres und Wahres - Der Podcast aus der OL-Redaktion#3 Ähm… ein Phrasenschwein, der Lockdown und ja… seine Auswirkungen

VOGELSBERG. Der Corona-Lockdown und seine vielen Regeln hat das Leben der Vogelsberger noch immer im Griff – und scheint auch so schnell nicht lockerer zu werden. Was ist überhaupt noch erlaubt – und was nicht? Darum, und die Frage wie ein Phrasenschwein OL doch noch zu einer professionellen Sprecherausbildung verhelfen kann, geht es diese Woche bei „Wirres und Wahres“. Die dritte Folge vom OL-Podcast ist jetzt online.

Nachrichten werden lokal gemacht – und man mag es kaum glauben, aber oftmals sind auch die kleinen Nachrichten in Regionen wie dem Vogelsberg ziemlich wirr. Ein recht verquatschter Haufen aus der OL-Redaktion erzählt hier im Podcast wöchentlich über die Themen, die bewegen, über die wahre Arbeit in der Redaktion und über die wirren Geschichten, die die Region schreibt. Den Podcast gibt es überall, wo es Podcasts gibt. Auf Spotify, bei Amazon Music, Apple Podcasts und Google Podcasts.

Dieser Podcast ist dazu gedacht, um mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, näher in Kontakt zu treten. Senden Sie uns Ihre Anregungen, ihr Lob und Ihre Kritik gerne zu – per Mail an redaktion@oberhessen-live.de oder als Kommentar unter diesen Artikel. Wir versuchen, wann immer es geht, auf möglichst viele Reaktionen im Podcast einzugehen.

8 Gedanken zu “#3 Ähm… ein Phrasenschwein, der Lockdown und ja… seine Auswirkungen

  1. „Eine Staffelung der Oboli (nicht: Globoli!) könnte nach Sitzverteilung der jeweiligen Partei im Kreistag gestaffelt werden.“ Stilistisch kein Volltreffer. Korrektur: „Eine Staffelung der Oboli […] könnte nach Sitzverteilung der jeweiligen Partei im Kreistag vorgenommen werden.“

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  2. Jetzt mal was Wirres und Wahres.Fängt an wie ein Märchen:In Herbstein gibt es einige „arme Kinder“,bei denen es die Evangelische Kirche nicht schafft sie innerhalb eines ganzen Jahres zu konfirmieren.Zweimal wurde schon abgesagt,alle Kinder rundrum sind konfirmiert.Schuld ist natürlich das böse Corona Virus.Es gibt kein Wille und keinen Weg das es gelingt.Man scherzt schon,das die Kinder,bei ihrer Heirat und Taufe ihrer Kinder konfirmiert werden.Die Geschichte geht noch was weiter,vor kurzer Zeit wurde ein Kind geboren und soll bald getauft werden,aber da der Pate nicht konfirmiert ist,darf er nicht Pate werden.Und die Moral von der Geschicht? Ich weis es nicht

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    1. Wieso Konfirmation ?
      Bis zu Ihrem Kommentar glaubte ich, dass wäre in Herbstein nicht zulässig ?
      Dort heißt das doch regulär
      KommUnion !

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  3. Zurück zu den Kommunalwahlen, genau! Genau… „Wo wir die Möglichkeiten der Digitalität ausschöpfen wollen“ Genau“. Oder final sogar ausbauen können, müssen, werden oder so. Einfach mal einen schlauen Begriff so hin geworfen. Doch in der Eifel wächst der Zweifel. Direkt sich anschließende Frage daher: Gibt es die angesprochene und mehr spontan ausgesprochene Digitalität jenseits der Digitalisierung ganz wirklich? Recherchiere, recherchiere: Ja, gibt es! Aber sowas von und ob! Laut Wikipedia „meint [Digitalität] vornehmlich die Verschränkung von ‚digitalen‘ und ‚analogen‘ Wirklichkeiten.“ Das passt immer und auf alles und verleiht diesem Podcast trotz Phrasenschwein einen bisher nicht da gewesenen Tiefgang.
    Ich finde, Louisa und Torsten dürfen sich für dieses zwar schwache Licht am Ende eines dafür aber sehr, sehr langen Tunnels ein paar Münzen aus dem Verzögerungs-Schwein nehmen und sich davon ein echtes Klugscheißer-Buch kaufen. Meine Empfehlung: Manuel Castells: Der Aufstieg der Netzwerkgesellschaft – Das Informationszeitalter. Wirtschaft. Gesellschaft. Kultur. 2. Auflage. Band 1. Suhrkamp Verlag, Wiesbaden 2017
    Das Werk, das ich auch den OL-Nutzern wärmstens ans Herz legen möchte, gibt derart komplexe Antworten auf die Frage, was Digitalität denn nun recht eigentlich zu bedeuten habe, dass begeisterte Zuschriften von Helge Fitz, Werner- Kalbfleisch und Mike Tyson zumindest nicht gänzlich auszuschließen sind.

    Die Sache endet a) in einer Ankündigung und b) in einem Aufruf:
    Zu a) In dem final und in den letzten Zügen gepimpten neuen Video-Studio (hoffentlich wurde bei dieser Gelegenheit mal der mega-unruhige floral-ornamentale hellgraue Hintergrund ausgetauscht!!!) sind relativ viele Talkrunden mit Parteien oder einzelnen Politikern sowie Live-Acts geplant, um die volle Bandbreite der Parteiprogramme (Gähn!) auszuloten und es dem Bürger zu ermöglichen, „mit der Politik selber in ein Zwiegespräch“ zu kommen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Hierbei sollen wie gesagt alle Mittel der Digitalität ausgeschöpft und die OL-Nutzer „da draußen“ in die Vorbereitungen mit eingebunden werden.
    Zu b) „Gebt uns Fragen an die einzelnen Parteien, an einzelne Bewerber, und, und, und. Alles was Sie da haben können Sie uns gern per Mail zukommen lassen und wir versuchen das nach bestem Willen [!!!] umzusetzen, so dass wir Ihnen da bei Ihrer Meinungsbildung und letztendlich auch bei Ihrer Wahl behilflich sein können. Absolut! So drück‘ ich’s jetzt mal aus. Ähm, ja.“

    Ähm, ja! Da sollten sich auch die notorischen Kommentatoren hier nicht lumpen lassen und Fragen einreichen, die dann – von Unterstellungen, Beleidigungen, Hass und Hetze gereinigt – in Talkrunden und Live-Konfrontationen einfließen können. Bin mal gespannt, wie Torsten und Louisa der Gefahr entgegen wirken wollen, dass die befragten Politiker immer wieder nur die bekannten Worthülsen abspulen und mit Phrasenschweinereien das gleichnamige Tier zum Überlaufen bringen. Mein Tipp: Sich konkret auf einzelne Kommunen konzentrieren, die Parteien auf ihre Fähigkeit, „Kümmerer-Partei“ vor Ort zu sein, festnageln und realistische Konzepte (Kreisfinanzen, Situation während und nach Corona) einfordern!

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  4. Ein sehr sympathischer, weil selbstironischer Podcast. Die Sache mit dem Phrasen-schwein, das bei jedem äh, ähm, mhh, ja oder genau mit Kleingeld gefüttert wurde, war zwar hörspieltechnisch gut eingebettet, in der Sache aber nicht ganz korrekt. Denn hier handelt es sich eben nicht um Phrasen i.S. abgegriffener, nichtssagender Aussagen oder Redensarten, sondern um sog. Verzögerungs- oder auch Füll-Laute (Verlegenheitslaute, Pausenlaute, Flicklaute), englisch hesitation vowel bzw. hesitation sound. Ich schlage also die Bezeichnung „Hesitation-Pig“ vor. Das klingt weltläufig und professionell. Doch sollte ein solches gehobenes Strafgeld-Gefäß dann auch mit Euro-Münzen gefüllt werden. Auch die CO²-Steuer wird ja von 25 Euro auf 55 Euro pro Tonne CO² steigen, damit es richtig weh tut. Obwohl: Was soll denn da weh tun, wenn die Verursacher die Geldstrafe dann auf ihre Kunden abwälzen dürfen?

    Trotz dieser Einschränkung bin ich zuversichtlich, wenn man die Kommentare zum Podcast nicht länger mit Füll-Lauten füllen, sondern den transportierten Inhalten widmen könnte, die immerhin schon viel flüssiger dahin plätscherten als noch unter #2. JEDOCH: Da kam denn doch – wahrscheinlich, weil das Phrasenschwein durch Flicklaut-Gebühren abgelenkt war – so einiges an Phrasen (oder sollte ich sagen an Durchhalte-Parolen?) zum Vorschein. Existenzvernichtung durch Corona ist eigentlich kein Thema für den #Smallcast oder #Podtalk. Natürlich muss man in der Not sämtliche kreativen Fähigkeiten mobilisieren. Sonst könnte man sich ja gleich vor den Zug werfen. Aber solche Appelle bitte niemals mit Flachzangen-Rhetorik oder gönnerhaften „guten Ratschlägen“ à la „jeder ist seines Glückes Schmied“ verbinden, die erfahrungsgemäß aus unterschiedlichsten Gründen nicht bei jedem und in jeder x-beliebigen Lebenssituation funktionieren.
    Aber das positive Denken hat ja – qualitativ gesehen – verschiedene Dimensionen und muss nicht unbedingt in Telefonseelsorge ausarten. Da spielen auch die politischen Rahmenbedingungen eine große Rolle. Und da wäre auch schon meine erste Anregung für die geplanten Politiker-Talkrunden zur Kommunalwahl. Setzt den Phrasendreschern aus der Politik das Phrasenschwein auf die Brust, tarnt am besten einen Pitbull als Miss Piggy. Und dann thematisiert die Frage nach konkreten Aktivitäten für die Zeit nach Corona! Denn der Bund wird kein Geld mehr haben, das Land wahrscheinlich auch nicht. Da wird immer wichtiger werden, was im kommunalen Rahmen an Selbsthilfe organisiert und wie der Sozialstaat von unten neu geordnet werden kann. Und seid dabei penetrant wie Markus Lanz!

    P.S.: Es sei mir der Hinweis erlaubt, dass es etliche Kommentatoren gibt, die sich mit einer wahren Schwemme belangloser „Gedanken“ in der Kommentar-Rubrik tummeln. Ich möchte aber nicht mit diesen hirnlosen Trollen in einen Topf geworfen werden. Ich habe die multiple Kommentatoren-Identität (inzwischen spricht man von dissoziativer Identitätsstörung) als eine Art eigenständiger Kunstform entwickelt, wobei dies fairerweise durch absurde Nicknames angedeutet wird. Man könnte auch von parasitärem Blogging sprechen. Ich find’s witzig.

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  5. Ein Phrasenschwein halte ich für eine ausgezeichnete Idee !
    Nur fehlt dazu noch eine geregelte Gebührenordnung.
    Nur Phrasen oder auch Beleidigungen oder Falschbehauptungen ?
    Vorschlag: es sollte bei unwahren Behauptungen beginnen
    – 5 Euro –
    Beleidigungen
    – 20 Euro –
    Und wenn ein Schwein NUR Phrasen drischt :
    – 50 Euro –
    Hoppla – ab jetzt ist auch für mich Vorsicht geboten (Gruppe2)
    Wie wollt Ihr die Gebühren eintreiben ?
    Am besten über die jeweilige Partei, die das Geld dann beim Mitglied zurückholt . Bei Politikabstinenzlern wird’s schwierig !
    Aber unbedingt die jeweilige Liste der Parteien mit Gesamtbetrag veröffentlichen.Jetzt fehlt Euch nur noch ein neutraler Schiedsmann/ Schiedsfrau,welche die Verwaltung der Forderungen übernimmt.
    Aber dafür gibt‘ s bald verbale Hygiene – ich bin dafür ! Initiative
    “ Mehr Satire für Deutschland „

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    1. Es geht ja hier um redaktionsinterne Tierhaltung. Da fallen Nutzer-Gebühren gar nicht an. Es empfiehlt sich, verschiedene Tierarten getrennt voneinander zu halten. Das gilt auch für Sa-Tiere.
      Ein reinrassiges Phrasenschwein (für abgegriffene, nichtssagende Aussagen oder Redensarten; siehe oben) wurde von der Redaktion leider noch nicht angeschafft. Das vorgestellte „Hesitation-Pig“ oder auch Flicklaut-Schwein (Namensvorschlag: Flicka!) muss zunächst mal die richtige Stalltafel und die entsprechenden Ohrmarken erhalten. Anzuraten wäre, die Fütterung von Cent auf Euro (Kraftfutter) umzustellen.
      Wichtig für die angekündigten Politikerinterviews zur Kommunalwahl ist natürlich die baldige Einstallung eines echten Phrasenschweins. Hier können neben den fragenden Moderatoren natürlich auch die Interviewpartner und Talkgäste zu den Futterkosten heran- und damit für Worthülsen und Blabla zur Verantwortung gezogen werden. Eine Staffelung der Oboli (nicht: Globoli!) könnte nach Sitzverteilung der jeweiligen Partei im Kreistag gestaffelt werden. Unabhängige Kandidaten, Studenten und Mitglieder von Partei-Jugendorganisationen zahlen die Hälfte.

      Verbale Hygiene (Sie sind dafür!) und trotzdem „Mehr Satire für Deutschland“ würde ja bedeuten „Satire mit Maulkorb“. Meines Erachtens ein Unding. Das überlegen Sie sich lieber noch mal.
      Für die OL-Kommentatoren wären Rechtschreib-, Phrasen-, Pöbel- und Beleidigungsschweine zwar im Grunde angebracht, aber zu aufwändig. Hier kann man es bei einer Auswahl durch die Redaktion belassen, wobei ich aber zur Schärfung der Kriterien und zu einer Schulung der Mitarbeiter rate, die Kommentare auch den betreffenden Kriterien sicher zuzuordnen. Es gibt da einfache didaktische Materialien (https://cdn.shopify.com/s/files/1/1005/7508/products/plantoys-steckspielzeug-shape-sort-it-out-1.jpg?v=1609015673), um dieses einzuüben.

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      1. „Eine Staffelung der Oboli (nicht: Globoli!) könnte nach Sitzverteilung der jeweiligen Partei im Kreistag gestaffelt werden.“ Stilistisch kein Volltreffer. Korrektur: „Eine Staffelung der Oboli […] könnte nach Sitzverteilung der jeweiligen Partei im Kreistag vorgenommen werden.“

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