Der heimische SPD Direktkandidat Swen Bastian (Zweiter von rechts) gemeinsam mit dem Spitzenkandidaten und hessischen Parteichef Thorsten Schäfer-Gümbel (Zweiter von links), SPD Generalsekretärin Nancy Faeser (rechts) und der Stellvertretenden SPD Landesvorsitzenden Gisela Stang am Samstag auf dem SPD Landesparteitag im neuen RheinMain CongressCenter in Wiesbaden. Foto: Catrin Geier

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Landtagskandidat Swen Bastian auf dem Landesparteitag der SPD in Wiesbaden„Wir setzen auf Sieg, nicht auf Platz“

WIESBADEN (ol). Die hessische SPD hat ihre Landesliste und das Wahlprogramm für die Landtagswahl am 28. Oktober verabschiedet. Der heimische Direktkandidat für den Landtag und Vogelsberger SPD-Kreisvorsitzende Swen Bastian steht auf Platz 27 der Landesliste. Das teilt der Landtagskandidat in einer Pressemitteilung mit.


Damit könne der 38-jährige Büroleiter aus Alsfeld den ersten männlichen Landeslistenplatz nach den bereits amtierenden Landtagsabgeordneten für sich verbuchen und rücke im Vergleich zur letzten Wahl im Jahr 2013 um acht Plätze nach vorne. „Ich freue mich, dass unsere gute und kontinuierliche Arbeit von der hessischen SPD und den Delegierten des Landesparteitages anerkannt wird. Dennoch gilt: Wir setzten auf Sieg, nicht auf Platz. Unser gemeinsames Ziel ist es, den Wahlkreis 20 Vogelsberg/Laubach direkt zu gewinnen. Dafür werden wir in den kommenden Monaten alles geben“, erklärte Bastian nach der Verabschiedung der Liste.

Das Interesse der Landespolitik müsse zielgerichtet und nachhaltig auf ländliche Regionen wie den Vogelsbergkreis und die Stadt Laubach gelegt werden. Die CDU habe 19 Jahre Zeit gehabt, sich besser um sich um das Land zu kümmern, diese Zeit aber nicht genutzt. Deshalb bedürfe es am 28. Oktober eines starken Wählervotums aus dem Wahlkreis.

SPD sei bestmöglich vorbereitet

„Ich bin voll und ganz darauf fokussiert, unserer Region eine starke Stimme in Wiesbaden zu geben. Dabei denke ich in langen Linien und lasse mich von diesem Ziel nicht abbringen“, sagte Bastian. Die SPD sei bestmöglich auf den in Hessen längst überfälligen Wechsel vorbereitet. Er freue sich auf einen engagierten Wahlkampf „in einem großartigen Team und mit einer bis in die Haarspitzen motivierten Partei“, erklärte Bastian. Als „Zeichen großer Geschlossenheit und des Gestaltungswillens der hessischen SPD“ wertete der heimische Direktkandidat das „hervorragende Ergebnis von Thorsten Schäfer-Gümbel“, der in Wiesbaden mit 95,76 Prozent zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl gekürt worden ist.

Die Delegierten aus dem Vogelsbergkreis und der Stadt Laubach sollen sich zufrieden mit dem Landesparteitag gezeigt haben, auf dem das Wahlprogramm der SPD mit 100 Prozent Zustimmung verabschiedet wurde. „Wir wollen allen Menschen gleiche Lebenschancen bieten“, sagte Bastian. Die Teilhabe dürfe weder vom Geldbeutel abhängen, noch davon ob man im Vogelsberg oder in Frankfurt lebe. Dafür hätten sie auf dem Parteitag auch programmatisch die Weichen gestellt.

Um ein gutes Leben in Stadt und Land zu ermöglichen, müssten Zukunftsfragen aktiv angegangen werden: Gute und komplett kostenfreie Bildung von der Kita bis zum Meister, Mobilität für alle, bezahlbar und im ganzen Land verfügbar, sowie attraktives, bezahlbares Wohnen seien aus Sicht der Sozialdemokraten zentrale Herausforderungen, die es anzupacken gelte, um den Stillstand nach 19-jähriger Führung der CDU in Hessen zu beenden.

Ein Gedanke zu “„Wir setzen auf Sieg, nicht auf Platz“

  1. Ja, heimlich, still und leise robbt sich Kandidat Bastian an die sicheren Listenplätze heran. Die Umfragewerte der SPD fallen und fallen und lagen zuletzt bei 22 Prozent (Infratest dimap-Umfrage vom 21. Juni 2018). Da möchte das Schäfchen ins Trockne. Aber sichere Listenplätze sind der Parteiprominenz bzw. den bereits „Amtierenden“ vorbehalten. Aber dann, direkt e3inen Platz dahinter, kommt dann schon Herr Bastian. Doch je niedriger die Zahl der sog. Landesstimmen (Zweitstimmen), desto höher muss man auf der Landesliste platziert sein, damit man nach dem 28. Oktober im warmen Stall an der Raufe knabbern kann.
    Was haben Bastian und seine Partei denn anzubieten, damit der Kandidat entweder die relative Mehrheit der Wahlkreisstimmen (Erststimmen) erringt oder gegenüber 2013 so viel mehr Landesstimmen zusammen kommen, dass ein Listenplatz 27 ausreichen könnte? Man hat „programmatisch die Weichen gestellt“ für gleiche Lebenschancen. Teilhabe dürfe weder vom Geldbeutel abhängen, noch davon, ob man im Vogelsberg oder in Frankfurt lebe. Komisch, diese gleichen Chancen gibt es nicht mal bei der Kandidatenkür. Sonst müsste man die Wahlkreise und Listenplätze auslosen. Und genau so machen wir es dann mit den schönen teuren Wohnlagen in Bockenheim, Ostend oder Griesheim, den gut situierten und hochgradig erziehungsfähigen Eltern und den schönsten Schulen einschließlich Hochbegabteninternat Schloss Hansenberg.
    Ach, wie schade, armes Millionärskind: Diesmal ist es nur die drogensüchtige Alleinerziehende in Romrod-Zell und ein Besuch der Erich-Kästner-Schule in Alsfeld geworden. Aber die SPD kümmert sich drum. Ganz im Gegensatz zur CDU. Die regieren übrigens beide im Vogelsbergkreis und sorgen da für die gleichmäßige Teilhabe aller. Und damit du jetzt nicht glaubst, Herr Bastian (SPD) könnte in Wiesbaden so einfach mal die Weichen stellen für ein schöneres Leben, liest du mal, was der Vogelsberger Landrat Manfred Görig (SPD) über seine Zeit als Landtagsabgeordeter des Vogelsbergkreises schreibt (siehe https://www.oberhessen-live.de/2017/08/29/landrat-manfred-goerig-eher-pragmatiker-als-rampensau/#more-119970): „Wenn man in Wiesbaden sitzt als Abgeordneter, dann ist das keine leichte Aufgabe etwas für den Vogelsberg zu bewegen – man ist einer unter vielen. Ein Einzelkämpfer. Viel bewegen kann man da nicht“.

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