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Leader-Förderung für Alsfelder Unternehmen "NextLevel Erlebnisse"Mit 100.000 Euro zum Next Level

ALSFELD (ls). Es soll der erste Standort in Deutschland werden, einer von nur zwei in ganz Europa, inmitten des kleinen Vogelsbergs – und in Alsfeld wird dafür schon seit Monaten kräftig gewerkelt. Dort entstehen zwei 60 Quadratmeter große Räume voll mit innovativer Technik: „Holodeck“ werden die genannt, also sozusagen ein Spielfeld für VR-Spiele der US-Firma Sandbox VR. Viel mehr noch: Eine ganze Arena voll mit Virtual Reality ist geplant. Dafür gab es 100.000 Euro aus der Leader-Förderung.

Verantwortlich für all diese Innovation mitten im Vogelsberg zeigt sich das Team des erst kürzlich umfirmierten Unternehmens „NextLevel Erlebnisse“ unter der Federführung des Alsfelder Unternehmers Torsten Schneider, der gemeinsam mit  Geschäftspartner Florian Schouler unter dem Label bereits einen Escape-Room, eine Lasertag-Arena, das VR-Game Hologate und das interaktive Lernspiel Lü in Alsfeld betreibt. Jetzt geht das Team einen Schritt weiter – und macht Alsfeld zu einem Standort mit virtuellem Alleinstellungsmerkmal.

Seit einigen Monaten werkelt das Team nun schon in den großen Hallen auf einem angrenzenden Gelände des Alten Postamts, um eben genau dort einen weiteren Schritt in Richtung Virtual Reality zu machen: Auf über 200 Quadratmetern soll Deutschlands erstes, maßangefertigtes „Holodeck“ entstehen, ein Spielfeld für VR-Spiele der US-Firma Sandbox VR – eingebettet in eine große Fun-Arena, in der am Ende auch Lasertag, Hologate, der Escape-Room und viele weitere Games erlebt werden können.

Via VR-Brille wird das virtuelle Spielfeld, in dem sich der Spieler befindet, sichtbar. Auch kann man mit anderen Spielern interagieren.

Und via Weste wird das Spiel im wahrsten Sinne der Wortes auch spürbar. Alle Fotos: ls

Angefangen wurde dort nun mit dem „Holodeck“ für Sandbox, für das es nun eine 100.000 Euro Förderung aus den Leader-Mitteln des Kreises gab, die Erster Kreisbeigeordneter Jens Mischak gemeinsam mit Matthias Steckenreuter von Region Vogelsberg offiziell übergab. „Das ist ein Alleinstellungsmerkmal für einen kleinen Landkreis wie den Vogelsberg“, erklärte Mischak und freute sich über den Motor an Innovation, der sich hinter den noch verpackten Kartons und den sich noch im Bau befindlichen Räumen befindet.

Ausgestattet mit jeweils zwölf hochmodernen Tracking-Kameras, die beispielsweise für Hollywood-Produktionen wie „Avatar“ genutzt wurden, entstehen in zwei Räumen die Spielfelder – oder besser: „Holodecks“ – in denen die Spieler die Technik am eigenen Körper tragen und praktisch selbst zur Spielfigur auf dem virtuellen Spielfeld werden. Durch die Kameras gescannt und getrackt wird jegliche Bewegung, die der Mensch ausführt in Echtzeit in das Spiel übertragen, dessen virtuelle Welt man über entsprechende VR-Brillen sieht.

In der Halle sollen die beiden „Holodecks“ entstehen. Gefertigt werden die Kulissen dafür in Eigenarbeit und mit Hilfe der Schreinerei Bechtel.

Technisch hochkomplex entsteht somit ein VR-Erlebnis, das weit über das derzeit Bekannte hinausgeht und laut Schneider, der auch Herausgeber von Oberhessen-live ist, den Ausgangspunkt für das Metaverse darstellt – also die Verschmelzung von virtueller und realer Welt. Alsfeld ist der erste und derzeit einzige Standort in Deutschland. Mit einer Sandbox-Niederlassung in London ist es sogar erst der zweite Standort in Europa.

Weitere Deutschland-Standorte sollen noch dazu kommen, das stellt Schneider bereits in Aussicht. „Wenn wir hier alles aufgebaut haben, dann haben wir die Chance von hier aus zum Schulungszentrum für europäischen Sandbox-Niederlassungen zu werden“, sagt der Unternehmer nicht ohne Stolz.

Noch sind die meisten Utensilien in Kartons verpackt, ab Herbst sollen sie erlebbar sein.

Und mittlerweile ist man in der heißen Phase, noch in diesem Jahr soll eröffnet werden. Ein bisschen später als eigentlich angedacht, doch bei all der Technik, die aus der ganzen Welt nach Alsfeld kommt, sind die großen Krisen der Zeit spürbar. „Auch hier gab es Lieferverzögerungen“, sagt Schneider. Insbesondere die Tracking-Kameras lassen auf sich warten und ohne Kameras, kein Spiel. Ab Herbst soll es dann los gehen – auf einem „next“ Level der virtuellen Erlebnisse.

Weitere Eindrücke von der Übergabe

3 Gedanken zu “Mit 100.000 Euro zum Next Level

  1. Ohne Worte! Wer einmal auf http://www.sandboxvr.com nachschaut um was für eine Firma es hier geht versteht die Welt nicht mehr, was in der heutigen Zeit sowieso schwer fällt. Hier werden 100000€ Fördergelder oder sind es Steuergelder in eine Spielhalle gesteckt und die Kids stecken noch ihr Taschengeld rein. Bin echt gespannt wie lange der Laden auf hat und ärgere mich darüber, dass das Geld der Steuerzahler so Sinnfrei ausgegeben wird. PS: Wie viele Vollzeit Stellen werden den geschaffen?

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  2. Für so einen schwachsinn noch Geld ausgeben,und noch lachen dazu.Wo sind die Vorbilder der Jugend nicht diese Herren nur Abzoge sonst nichts.

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  3. In Zeiten von Klimaschutz und Energiekrise finde ich es sehr fragwürdig, dass so ein Quatsch gefördert wird. Für was braucht man sowas?

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