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Ein Blick auf die Kommunalwahl in Homberg OhmEin Verlierer und zwei Gewinner in Homberg Ohm

HOMBERG OHM (akr). In Homberg Ohm gibt es bei der Kommunalwahl einen großen Verlierer und zwei deutliche Gewinner: Während die Christdemokraten fast 20 Prozent an Stimmen verloren haben, konnte sich das 2020 gegründete Bürgerforum gleich vier Plätze sichern und auch die Grünen der Ohmstadt haben ihren Stimmanteil mehr als verdoppelt.

Schaut man sich das Ergebnis aus Homberg Ohm an, ohne einen Vergleich zur letzten Kommunalwahl zu ziehen, dann könnte man meinen, dass die CDU in Homberg Ohm die Gewinner der Wahl sind, immerhin haben sie mit 29,70 Prozent das beste Ergebnis erzielt. Doch wirft man einen Blick auf die Zahlen von 2016, dann stellt man fest, dass sie trotz aktueller Stimmmehrheit die eigentlichen Verlierer sind: Fast 20 Prozent an Stimmen mussten sie einbüßen. Von 48,43 Prozent fallen sie auf 29,70 Prozent. Das kostet die Christdemokraten gleich fünf Sitze in der Stadtverordnetenversammlung.

Groß dürfte die Freude hingegen beim Demokratischen Bürgerforum sein. Das erreichte in der Ohmstadt nämlich 15,58 Prozent und sichert sich damit vier Plätze im Stadtparlament. Einen Vergleich zu 2016 ziehen kann man hier allerdings nicht, denn zur letzten Kommunalwahl ist es gar nicht angetreten. Das Bürgerforum hat sich erst 2020 offiziell gegründet, nachdem sich die einstigen CDU-Mitglieder Jutta Stumpf, Eckhard Hisserich und Markus Klapp von den Christdemokraten trennten.

Stumpf, die sowohl für die SPD als auch für die CDU schon in der Stadtverordnetenversammlung saß, erreichte 1.886 Stimmen, Hisserich kam auf 1.655. Für Klapp reichte es dieses Mal nicht, denn sowohl Lennart Hisserich, der von Platz acht auf Platz drei rutschte, als auch Thorsten Müller bekamen mehr Stimmen und dürfen somit in die Stadtverordnetenversammlung einziehen.

„Wir vom Bürgerforum sind mit dem Wahlergebnis sehr zufrieden. Wir haben uns eine gewisse Bandbreite vorgestellt, in der wir ein Ergebnis erzielen können und jetzt, wo wir wissen, wie viel wir erzielt haben, liegen wir genau in dieser Bandbreite drin und sind damit total zufrieden“, so Jutta Stumpf.

Grüne als große Gewinner

Neben dem Bürgerforum sind auch die Grünen die großen Gewinner der Wahl. Sie bekamen mehr als doppelt so viele Prozente: Von 8,31 stiegen sie auf 18,67 Prozent. Somit sind sie die Drittstärksten im Stadtparlament und haben künftig anstatt der bisherigen zwei nun fünf Sitze. Somit ziehen fünf der neun Kandidaten ein. Ganz so überraschend ist das Ergebnis jedoch nicht, wenn man sich an die ganzen Diskussionen im Bezug auf die A49 erinnert. So ist es auch nicht unbedingt verwunderlich, dass Barbara Schlemmer, die in der Diskussion um den Weiterbau der Autobahn eine zentrale Rolle einnahm, fast 1.000 Stimmen mehr bekommen hat, als noch 2016 (von 1.116 auf 2.191). Bei den Grünen hat lediglich Christiane Helm mehr Stimmen bekommen, wenn auch nur fünf Stück.

„Wir sind natürlich absolut zufrieden mit dem Ergebnis“, freut sich Barbara Schlemmer. Das sei ein bombastisches Ergebnis, auch wenn es ihrer Meinung nach auch noch hätte höher ausfallen können. „Würde es Tarek Al-Wazir nicht geben, hätten wir noch mehr Stimmen bekommen können, hätten vielleicht sogar so 20 Prozent erreicht“, sagt Schlemmer. Ein Grund für das gute Ergebnis der Grünen in der Ohmstadt sei sicherlich die A49 gewesen, aber auch sie als Person, ihre Stellung in Homberg, habe sicherlich, so Schlemmer, dazu beigetragen. Die Grünen hätten aber auch das Thema Straßenbeiträge früh aufgegriffen.

Schlemmer, die bis zum 29. April noch Magistratsmitglied ist, wird künftig aber nicht mehr im Magistrat vertreten sein. Das Amt sei eine anspruchsvolle und zeitintensive Aufgabe. Sie wird die neue Fraktionsvorsitzende der Grünen, „mit meinem Sprachtalent bin ich da besser aufgehoben und habe auch eine bessere Außenwirkung“, lacht sie.

Mit 28,82 Prozent bleiben die Sozialdemokraten weiterhin die zweitstärkste Kraft. Im vergleich zur letzten Kommunalwahl haben sie zwar knapp fünf Prozent verloren, das macht sich aber nur in einem Sitz weniger bemerkbar. Sie werden künftig mit acht Sitzen vertreten sein, ebenso wie die CDU, die sich von fünf trennen musste. Leicht an Stimmen verloren haben auch die Freien Wähler, jedoch nur knapp zwei Prozent. Sie werden weiterhin mit zwei Sitzen im Stadtparlament vertreten sein.

CDU: Kai Widauer|Armin Klein|Petra Wolf|Norbert Reinhardt|Nicholas Lein|Volker Orth|Tobias Hofmann|Benjamin Wolf

SPD: Michael Fina|Michael Rotter|Gabriele Schäfer-Langohr|Jürgen Unzeitig|Franziska Burmeister-Lather|Frank Heller|Claus Gunkel|Andreas Fischer

Grüne: Christiane Helm|Barbara Schlemmer|Rolf Süßmann|Leonard Morneweg|Elke Müller

Bürgerforum: Jutta Stumpf|Eckhard Hisserich|Lennart Hisserich|Thorsten Müller

Freie Wähler: Marco Keller|Michael Krebühl

Es gibt in diesem Jahr aber auch einige neue Gesichter in der Homberger Stadtverordnetenversammlung. Für die CDU ist es Tobias Hoffmann, bei den Sozialdemokraten ist es Andreas Fischer, bei den Grünen Leonard Morneweg, beim Bürgerforum Lennart Hisserich und Thorsten Müller und bei den Freien Wählern Marco Keller. Hansgünter Maiß, der zuvor Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler war, konnte sich in diesem Jahr keinen Sitz sichern. Er stand aber auch auf dem letzten Listenplatz.

Ein Gedanke zu “Ein Verlierer und zwei Gewinner in Homberg Ohm

  1. ach schau an …
    Welch ausgeprägtes Selbstwertgefühl (oder kann man sagen „Eitelkeit?) diese Dame hat. Sie denkt wohl, sie sei die heilige Barbara, und der „Erfolg“ der „Grünen“ sei nur auf ihrem Mist gewachsen. Und wo sie mit ihrem „Sprachtalent“ besser aufgehoben wäre, diese Entscheidung sollte sich jeder selber bilden, der ihre teilweise „hysterischen, schrillen Reden“ auf Youtube gesehen hat. Wieviele Stimmen hat die „Barbara“ wohl bei den linken „geklaut“, indem sie denen während ihrer A49-Auftritte kräftig den Hintern gepudert hat?

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