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Neue Regeln treten am kommenden Samstag in Kraft - 15-Kilometer-Regel in Hessen gekipptDas sind die neuen Corona-Regeln

HESSEN (ol). Der Lockdown bis Mitte Februar verlängert, eine Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken in Geschäften, Bus und Bahn und ein stärkerer Fokus auf die Arbeit im Homeoffice – jedenfalls dort wo es möglich ist. Ab dem kommenden Samstag treten die neuen Corona-Regeln in Kraft. Welche das sind, können Sie hier lesen.

Dass der Lockdown bis zum 14. Februar verlängert wird, hatte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier bereits kurz nach der langen Besprechung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Länderchefs am Dienstagabend bekanntgegeben. Allerdings fehlte noch die finale Ausgestaltung der neuen Regeln, die an diesem Mittwoch im Corona-Kabinett besprochen wurden.

Lockdown-Verlängerung, verschärfte Maskenpflicht und mehr Homeoffice

Es sei zu erkennen, dass die Zahlen runter gehen, das sei eine gute Nachricht, erklärte Bouffier direkt zu Beginn der Pressekonferenz. Daran sehe man, dass sich die Einschränkungen gelohnt hätten. „Zur Wahrheit gehört aber auch, dass wir noch nicht weit genug von diesen hohen Zahlen runter sind.“ Ziel sei es, dass die Gesundheitsämter wieder mit der Kontaktnachverfolgung hinterherkommen und dass die Intensivstationen und Krankenhäuser nicht an ihre Belastungsgrenzen kommen. Bundesweit habe man sich deshalb auf eine Inzidenz von 50 verständigt, die es anzustreben gilt.

Dabei spiele auch die bislang noch nicht einschätzbare Gefahr der Virus-Mutationen eine Rolle. Man wisse, dass die Virus-Mutationen bereits in Deutschland – und auch in Hessen – unterwegs seien, man wisse allerdings noch nicht, wie weit. „Eins ist gewiss: Wenn Virus-Mutationen unterwegs sind, dann ist das Ansteckungsrisiko um ein Vielfaches höher als das des ersten Virus“, erklärte Bouffier. Deswegen müsse man handeln.

Das Ergebnis der Beratungen daher: Lockerungen gibt es nicht, der Großteil der bisherigen Maßnahmen fortgeführt, teilweise kommen neue hinzu. Im Klartext heißt das: Alle Geschäfte, die aktuell bereits geschlossen haben – seien es der Einzelhandel, Friseure oder Restaurants – bleiben auch weiterhin geschlossen. Öffnungen gibt es derzeit nicht.

Das sind die neuen Regeln ab Samstag

Maskenpflicht: Die Maskenpflicht bleibt weiterhin bestehen und wird sogar noch verstärkt. In Geschäften, im öffentlichen Nahverkehr und auch in Gottesdiensten müssen ab Samstag medizinische FFP2- oder aber mindestens OP-Masken getragen werden. Stoffmasken oder aber Schals seien dann nicht mehr zulässig. Für Bedürftige sollen Masken über die hessischen Tafeln kostenfrei ausgegeben werden. „Wenn das Virus gefährlicher wird, dann müssen die Masken besser werden“, erklärte Bouffier.

Homeoffice: Arbeitgeber sollen, dort wo es möglich ist, Homeoffice anbieten. Dort wo es nicht möglich ist, müssen andere Vorkehrungen am Arbeitsplatz getroffen werden. Die Arbeitgeber sind dabei in der Beweispflicht. Die gesetzliche Regelung dazu kommen vom Bund – und der stellt klar: Die Regelung dient dem Arbeitsschutz – und ist nicht zu verwechseln mit der Debatte über ein „Recht auf Homeoffice“. Zum Homeoffice gezwungen kann niemand werden. Das zuständige Ministerium spricht in den Erläuterungen zu der Verordnung von einer „Pflicht“, Homeoffice anzubieten, „soweit dies nach den betrieblichen Gegebenheiten möglich ist“.

Kitas: Die Kitas bleiben weiterhin geöffnet. Dennoch bleibt hier der dringende Appell, dass Eltern die Kinder nach Möglichkeit zuhause betreuen soll. Wenn das nicht möglich ist, dürfen die Kinder in die Kita. Erzieher und Lehrer können sich bis Ende März weiterhin kostenfrei alle zwei Wochen testen lassen.

Schulen: Auch in Sachen Schulen ändert sich nichts – es bleibt bei dem dreistufigen Modell. Die Präsenzpflicht ist aufgehoben, Kinder der Jahrgangsstufen 1 bis 6 können die Schule besuchen. Die Empfehlung lautet allerdings auch hier: Wenn es geht, sollen die Kinder zuhause bleiben. Ab der Jahrgangsstufe 7 findet der Distanzunterricht statt, die Abschlussklassen gehen weiterhin in die Schule. Die Maßnahmen können verschärft werden, wenn die Infektionszahlen nicht runter gehen, das behält sich das Land vor.

Kontaktbeschränkungen: Auch hier hat sich nichts geändert. Es bleibt dabei: Kontakte im öffentlichen Raum sind weiterhin auf einen Hausstand und eine weitere Person beschränkt.

Altenheime: Neu aufgenommen wurde hier eine Testpflicht für Besucher von Altenheimen. Dort muss bei einem Besuch eines Angehörigen ein negativer Test vorgewiesen werden – egal ob Schnelltest oder aber PCR-Test.

Eskalationskonzept: Auch im Eskalationskonzept gibt es leichte Anpassungen: Die 15-Kilometer-Regel für „Hotspots“, also Landkreise mit einer Inzidenz von über 200, wurde gekippt. Man wolle zwar verhindern, dass Menschen an stark frequentierte Gebiete fahren, doch das lasse sich auf über Sperrungen dieser Orte erreichen.

Alkoholverbot: Das Alkoholverbot in der Öffentlichkeit wurde präzisiert: Während bislang generell Alkohol in der Öffentlichkeit verboten wurde, ist er nun lediglich in “ besonders frequentierten Bereichen“ verboten.

All diese neuen Regelungen treten ab dem kommenden Samstag, den 23. Januar in Kraft und bleiben bis vorerst dem 14. Februar bestehen.

Die Vogelsberger Inzidenz liegt übrigens seit dem 15. Januar unter 200, weshalb der Kreis die verschärften Corona-Regeln bereits aufgehoben hat. Ab dem morgigen Donnerstag gibt es keine nächtliche Ausgangssperre mehr und auch die Bewegungsbeschränkungen von 15 Kilometern wurde aufgehoben, ebenso wie das generelle Besuchsverbot in den Altenheimen.

Nächtliche Ausgangssperre, 15-km-Regel und Besuchsverbot für Alten- und Pflegeeinrichtungen ab Donnerstag vorerst aufgehoben

9 Gedanken zu “Das sind die neuen Corona-Regeln

  1. Die Gattin von Herrn Söder und ihr Bruder haben ein Maskenfabrik. Komisch, dass Söder da plötzlich FFP2 Masken durchsetzen will!?!

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  2. FFP2 Masken schützen nicht vor Viren. Steht auf der Verpackung und auf dem Beizettel. Weiterhin ist nachlesbar, dass diese erst nach Belehrung und aus arbeitsmed. Sicht, sogar erst nach einer Voruntersuchung > Lungefunktionstest, für max. 75 Min. getragen werden dürfen. Danach 30 Min. ohne diese.

    Hat man sich zuvor dahingehend geäußert, dass die Masken nicht schützen, wurde man Corona Leugner genannt, obwohl man lediglich die Wirksamkeit der Maske in Frage stellte.
    Nun werden FFP Masken in Bayern gefördert, während jeder Hersteller, die o.g.Infos,den Masken beifügte. Interessiert nicht, man läuft dem MSM hinterher und hinterfragt nicht.

    Im Sommer hatten wir kaum Infektionen. Wegen der Masken hieß es dann von Maskenbefürwortern, die nun wieder die Masken propagieren, die aktuell angeraten werden.

    Nun würden die Testzahlen, bzw deren positive Ergebnisse, von der WHO nach unten korrigiert und man ignoriert es. Man könnte meinen, dass gute Nachrichten, gar kein Gehör finden?! Sehr befremdlich..

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  3. Setzt die Dinger auf und fragt nicht nach! Und haltet einfach Abstand. Die infektionszahlen sind nicht wegen der unzureichenden Spucklappen hoch, sondern weil die Pflegeheime nicht geschützt wurden, und weil im privaten Bereich keiner Abstand hält.

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    1. Es sind KEINE Infektions Zahlen,die WHO hat heute veröffentlicht,das positive PCR Test nicht ausagekräftig sind und nicht auf eine Infektion oder Krankheit hindeuten.Ich weis nicht warum das dauernde wiederholen von eindeutig falschen Fakten gemacht wird.Es wird nicht Richtiger.Übrigens ist das von und Convidioten und Querdenkern gesagt worden,auch das im Beipackzettel des PCR das eindeutig gesagt wurde.Hauptsache man hat darüber gesprochen.Man sollte andere Leute schlecht machen .nicht die die sich angeblich „falsch verhalten“ haben

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  4. Guten Morgen,habt Ihr mal in die Gebrauchsanweisung(Beipackzettel) euer FFP2 Masken geschaut? Irgendwo unten steht vor was die schützen.Es scheint welche zugeben die NICHT gegen Viren schützen.Schau bitte mal da drauf.

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    1. Wenn das wirklich so ist, dann verstehe ich den Sinn dahinter nicht. Dann ist doch eine Stoffmaske, die gut sitzt genauso wirkungsvoll. Warum kommt man jetzt erst auf die Idee, medizinische Masken für Alle zu fordern? Die Pandemie begleitet uns doch jetzt schon fast ein ganzes Jahr! Jetzt rennt man wieder los und muss kaufen. Was fällt denen als Nächstes ein? Und überhaupt, trägt man diese Masken auch nicht richtig, ist ihr Zweck genauso fraglich!

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      1. Seit Monaten läuft die Produktion von FFP2/ Medizinischen Masken auf Hochtouren.Die Lager sind voll,“falls es besser wird“ muss das Zeug weg,aber es sind massiv Produktionslinien aufgebaut worden(von uns suventioniert)also wird das bedeuten,das wir uns auf nicht absehbaren Zeit mit den Masken rumschlagen werden.Das gilt auch für den Impfstoff,wenn Firmen investieren und Produktionsanlagen hochziehen,dann planen die mittelfristig.Das Virus ist also „eine gute Geschäftsidee“ und jede Mutation hat potential für eine Verlängerung der „Pandemie“.Hab eben von einem Ministerpräsidenten gehört“Das alle Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie ausgereizt sind“ also was noch geht wäre ein Shutdown“

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