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Hoherodskopf wird wieder geöffnet - Es bleibe allerdings abzuwarten, welche Regelungen Länder und Bund am Dienstag beschließenNächtliche Ausgangssperre, 15-km-Regel und Besuchsverbot für Alten- und Pflegeeinrichtungen ab Donnerstag vorerst aufgehoben

VOGELSBERG (ol). Seit dem 15. Januar verzeichnet der Vogelsbergkreis nun an fünf aufeinanderfolgenden Tagen eine Sieben-Tages-Inzidenz von unter 200. Dem Hessischen Eskalations- und Präventionskonzept folgend, werden zum Donnerstag vorerst die Allgemeinverfügungen zur nächtlichen Ausgangssperre, der 15-km-Regel und zum Besuchsverbot in Alten- und Pflegeeinrichtungen aufgehoben.

Die Hauptsatzung des Vogelsbergkreises sieht vor, dass diese Aufhebung in den sechs Tageszeitungen im Kreisgebiet veröffentlicht werden muss, heißt es in der Pressemitteilung des Vogelsbergkreises. Am Tag nach der Veröffentlichung tritt die Allgemeinverfügung in Kraft – und ist daher ab Donnerstag gültig.

„Zwar ist es gelungen, die Sieben-Tages-Inzidenz unter die 200er-Marke zu drücken und wir können nun die Beschränkungen aufheben“, teilt Landrat Manfred Görig mit. Es bleibe allerdings abzuwarten, welche Regelungen die Regierungsspitzen der Länder und die Bundeskanzlerin am Dienstag beschließen. „Am Mittwoch tagt voraussichtlich das hessische Corona-Kabinett und stimmt die Umsetzung für unser Bundesland ab – mit Aussagen, wie es in den kommenden Tagen und Wochen weitergeht, ist also erst Mittwoch oder Donnerstag zu rechnen“, sagt Landrat Görig.

Dann sei zu überblicken, welche neuen Regelungen für die Vogelsbergerinnen und Vogelsberger auf Weisung des Landes umzusetzen seien. „Vorerst werden die 15-km-Regel, die Ausgangssperre und das Betretungsverbot in Alten- und Pflegeheimen aufgehoben. Auch der Hoherodskopf ist nach aktueller Regelung wieder zu öffnen“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Jens Mischak.

„Die Zahlen gehen zurück – jetzt müssen wir gemeinsam versuchen, dass sich dieser Trend fortsetzt“, ergänzt er. „Es gilt weiterhin Verantwortung zu zeigen – lässiger Umgang mit der Corona-Pandemie ist weiterhin gefährlich“, sagt Dr. Mischak und verweist noch einmal auf geltende Abstands- und Hygieneregeln. „Die Schutzmaßnahmen der Landesregierung bleiben weiterhin bestehen – und es bleibt abzuwarten, was in den kommenden Tagen entschieden wird“, ergänzt Landrat Görig.

Für die Alten- und Pflegeeinrichtungen im Vogelsbergkreis ist das allgemeine Betretungsverbot ab Donnerstag aufgehoben – trotzdem gelte es weiterhin Besuche auf ein Mindestmaß zu beschränken, um Bewohnerinnen und Bewohner zu schützen und das Pflegepersonal zu entlasten. Für Alten- und Pflegeeinrichtungen, in denen ein aktives Infektionsgeschehen vorliegt, gilt weiterhin ein Betretungsverbot.

11 Gedanken zu “Nächtliche Ausgangssperre, 15-km-Regel und Besuchsverbot für Alten- und Pflegeeinrichtungen ab Donnerstag vorerst aufgehoben

  1. Ich finde dass diese Lockerung wieder nach hinten los geht. Wir haben schon mal bei der ersten Welle eine Fehlentscheidung unser Regierung erfahren und tragen jetzt die Konsequenzen. Ich bin der Meinung, lieber jetzt etwas länger, als später eine dritte Welle erleben zu müssen. Dann ist die ganze Wirtschaft im A……

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  2. Auf der einen Seite würde ich mich riesig freuen meine Mutter wieder im Pflegeheim zu besuchen.
    Trotzdem mache ich mir Gedanken, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, sowohl die Ausgangssperre als auch das Besuchsverbot im Pflegeheim aufrechtzuerhalten.
    Ich hoffe nicht, dass ich Termine ausmache und die dann wieder gecancelt werden, weil die Inzidenzwerte wieder steigen.
    Da bleibt nur abzuwarten, wie es weitergeht mit den Lockerungen, mit der menschlichen Vernunft kann man selten rechnen.

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    1. @Gisa, warum sind nicht alle Mitmenschen so vernünftig wie Sie ?
      Dann wären die Inzidenz- Werte bald wieder unter 50.
      Jede/ jeder muss und kann auch eine Weile verzichten.
      Doch wie lange hält dieser Burgfrieden noch ?
      Die Mehrheit scharrt schon mit den Hufen, um wieder voll durchzustarten. Voll verständlich, aber für das ganz große Gelingen der Pandemie- Bekämpfung müssten 3 Parameter erfüllt sein.
      1. Fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse über die Gefahr weiterer Mutationen.
      2. Abgeschlossene Impfleistungen für alle Impfwilligen.
      3. Klare Erkenntnisse über die Dauer des Impfschutzes.
      An die Maskenpflicht sollten wir uns noch bis über den kommenden Winter hinaus gewöhnen.

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  3. Danke!
    Das hilft der psychischen und sozialen Gesundheit enorm. Rein koerperliche Gesundheit ist fuer ein lebenswertes Leben nicht ausreichend.

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  4. Schön, dass diese zwei Beschränkungen bald wieder entfallen.
    Aber das Betretungsverbot in Alten- und Pflegeheimen war das wirklich auch aufgehoben? Ich hoffe nicht! Ich hoffe das Besuchsverbot war gemeint!

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  5. Dies ist wohl ein Schlag ins Gesicht unserer unfähigen Kreisverwaltung, insbesondere in das des Herren Dr. med. Henrik Reygers, kommissarischer Leiter des Gesundheitsamtes, welcher gerne immer wieder Steigende Zahlen vorausgesehen hat, ohne jegliche wissenschaftliche Grundlage. Auch den Zeitraum vom 24.12.2020 – 05.01.2021 außer Acht zu lassen, unbegründbar. Lieber die Bürger, wie das gute Vogelsberger Vieh, wegsperren. Wären unsere Pflegeheim besser geschützt worden, der Vogelsbergkreis hätte die 200er-Marke nie 3 Tage in Folge überschritten, deutlich an den täglichen Fallzahlen nachvollziehbar. Machen Sie sich mal Gedanken, wie sich hier um unsere Gesundheit wirklich gekümmert wird, unser Gesundheitsamt hat jedenfalls versagt.

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    1. Das Gesundheitsamt hatte doch um Weihnachten und Silvester Besseres zu tun, als sich um Corona Gedanken zu machen. Bereitschaftsdienst gibt es in so vielen Branchen, trotz Corona. Warum nicht auch dort? Dann wären wenigstens die Fallzahlen über die Feiertage stimmig gewesen!

  6. Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich finde es lächerlich und für die Bewohner im Vogelsbergkreis unzumutbar, wie sie entscheiden! Hätte man nicht die heutige Bund- Länder-Sitzung abwarten können??? Ist ja nicht schlimm, dann rudern wir halt wieder zurück!

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    1. Das sehe ich ganz genauso jetzt haben sie schnell mal was gutes für die Bürger getan mit dem Wohlwissen das der Bund es eh heute wieder zerschlägt.

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