
Mit Spaß Kinder erziehenStart der ersten SMOG-Elternschule in Alsfeld am 28. April
ALSFELD (ol). In Alsfeld startet am Dienstag, den 28. April, erstmals die SMOG-Elternschule. Das kostenfreie Seminar richtet sich an Eltern aller Altersgruppen und vermittelt praxisnah Erziehungskompetenzen für den Familienalltag. In insgesamt sechs Terminen werden Themen wie Kommunikation, Konfliktlösung und Medienkompetenz behandelt. Ziel ist es, ein wertschätzendes und unterstützendes Miteinander zwischen Eltern und Kindern zu fördern.
Sollten Eltern noch mal die Schule besuchen? Ja, finden die Verantwortlichen von „SMOG“, die Müttern und Vätern anbieten, ihre Erziehungskompetenzen zu erweitern. Gemeinsam mit Home for Kids e. V. bietet SMOG e. V. („Schule machen ohne Gewalt“) zusammen mit seinem Partnerverein Jollydent e. V. für interessierte Erziehende im Freiwilligenzentrum in Alsfeld ab dem 28. April um 18.30 Uhr im wöchentlichen Abstand jeweils dienstags ein eigens für die Elternarbeit entwickeltes Programm an, berichtet die Stadt Alsfeld in einer Pressemitteilung.
Es unterstützt und fördert ein besseres Miteinander mit den Kindern. Das Seminar umfasst insgesamt sechs Abende. Er ist für die Teilnehmenden kostenfrei. Gemeinsam mit dem SMOG-Referenten und pensionierten Polizist Wolfgang Keller werden praxisnah Inhalte einer liebevollen, wertschätzenden, unterstützenden und grenzsetzenden Erziehung erarbeitet, die sich positiv auf die Entwicklung der Kinder auswirken können. Diese grundlegende Haltung der Erziehenden ist auf Kinder jeden Alters anwendbar. Eine positive Beziehung zwischen Erwachsenen und Kindern aufzubauen, deren Fördermöglichkeiten, aber auch die Ursachen von Verhaltenseigenheiten, problematischem oder herausforderndem Verhalten der Kinder oder eingefahrenen Verhaltensmustern zu entdecken, sind Ziele der „SMOG-Elternschule“. Dabei stehen Themen wie „Spaß an der Erziehung haben“ und „gemeinsame Lösungen für schwierige Situationen finden“ im Vordergrund.
Wichtiger Bestandteil der Arbeit in der Elternschule ist das Erkennen von eingefahrenen Verhaltensmustern, die oft Stress im Familienalltag bedeuten können, und die gemeinsame Suche nach Lösungen für schwierige Situationen. Die Eltern können sich untereinander austauschen. Das Reden über Probleme hilft oft, da die Betroffenen merken, dass sie mit ihren Schwierigkeiten nicht alleine sind.
Es gehe dabei immer um eine Kommunikation auf Augenhöhe zwischen dem Erwachsenen und dem Kind, um klare Strukturen, ein einfühlsames Miteinander und darum, zu erkennen: Welche Bedürfnisse hat das Kind.
Von der Sinnhaftigkeit der SMOG-Elternschule ist Wolfgang Keller absolut überzeugt. „Ich weiß, wie wichtig es ist, jungen Menschen schon im frühen Kindesalter eine Richtung zu geben. Als Polizist habe ich leider nur zu oft gesehen, was passiert, wenn das nicht der Fall war.“ Die Eltern seien die wichtigsten Vorbilder für ihre Kinder.
„Umso wichtiger ist der respekt- und vertrauensvolle Umgang miteinander.“ Keller weiß, dass auch für die Eltern die Erziehungsarbeit oftmals mit Druck und Stress einhergeht. Auch hier setzt die SMOG Elternschule wertvolle und hilfreiche Impulse.
Adressaten der Elternschule, so betont der Vorsitzende von SMOG e.V. und früherer Chef der Polizeidirektion Erwin Maisch, seien nicht nur Mütter und Väter kleiner Kinder, auch Eltern von Jugendlichen seien hier genau richtig. „Es betrifft alle und alle können hier nur etwas gewinnen.“
Wie läuft das Seminar ab?
Der Seminarinhalt wird praxisnah unter anderem durch Rollenspiele vermittelt und durch zahlreiche Beispiele verdeutlicht. In einer Atmosphäre des Vertrauens haben die Teilnehmenden Gelegenheit, sich über ihre Erziehungserlebnisse auszutauschen und auch einmal gehört und verstanden zu werden. Eine fachkundige Begleitung und Führung durch den Referenten hin zur Eigenreflexion des Erziehenden sind Bestandteile des Seminars. Durch die zeitliche Aufteilung über sechs Abende besteht die Möglichkeit, das erarbeitete Wissen in der Gemeinschaft unter fachmännischer Begleitung zu reflektieren und zu besprechen. Wiederholte Übungen und die selbst erfahrenen Erziehungserfolge ermutigen die Teilnehmenden, eigene Gewohnheitshaltungen zu überprüfen und sich umzustellen.
Seminarinhalte
- Müssen Streit und Kämpfe unter Kindern sein? Was können wir tun?
- Soziale Kompetenz. Wie können wir unsere Kinder stark machen und sie vor Rücksichtslosigkeit, Gewalt und Aggression schützen?
- Andere Möglichkeiten statt Bestrafung. Wozu führen Strafen? Was können wir ansonsten tun, wenn Kinder nicht hören wollen?
- Gefühle der Kinder – Wut, Aggression, Traurigkeit, Angst – wie können wir Ihnen helfen, damit umzugehen?
- Was ist Medienkompetenz? Kinder und Jugendliche im Internet, Was ist richtig? Beratung und Prävention
Los geht es am 28. April von 18.30 bis 21.00 Uhr; weitere Seminare finden am 5./12./26. Mai sowie am 2. und 9 Juni statt. Die „SMOG-Elternschule“ wurde wissenschaftlich durch die Goethe Universität Frankfurt evaluiert. Interessierte können sich unter der Tel. 06677-918211 oder per Mail an kontakt@smogline.de anmelden. Weitere Infos findet man unter www.smogline.de
Auch interessant:



Schreibe einen Kommentar
Bitte logge Dich ein, um als registrierter Leser zu kommentieren.
Einloggen Anonym kommentieren