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Protest der A49-Gegner auf der B62 von Lehrbach nach NiederkleinEin Trauermarsch für die gefallenen Bäume

LEHRBACH/NIEDER-KLEIN (akr). Mit einem Trauermarsch für die gefallenen Bäume haben am Donnerstag rund 70 A49-Gegner gegen die Rodungen und gegen den Weiterbau der Autobahn demonstriert. Ihr Weg führte auf der B62 von Lehrbach bis nach Nieder-Klein. Im Schlepptau hatten sie einen Holzsarg – als Symbol der Umkehr.

„Ein Land darf sich dann erst als kultiviert und zivilisiert bezeichnen, wenn es seiner Wildnis genug Bedeutung schenkt“, steht auf einem weißen Stück Stoff geschrieben, das zwei Frauen zwischen sich halten, als sie gerade am Ortseingang von Nieder-Klein auf der B62 eintreffen. Auf einem anderen großen, weißen Stofftuch sieht man drei Bäume mit traurigen Gesichtern und dem Schriftzug „Al-Wazir, Hinz, Goldbach, ihr lasst uns im Stich. Wir brauchen Euch nicht mehr“. Grüne Fahnen mit der Aufschrift „Wald statt Asphalt“ wehen im Wind.

Rund 70 Menschen waren es, die an diesem Donnerstag mit einem Trauermarsch an die gefallenen Bäumen im Herren- und Maulbacher Wald erinnerten. Ihr Weg führte sie dabei von Lehrbach aus auf der B62 bis nach Niederklein. Dafür musste die Bundesstraße von 8 Uhr am Morgen über mehrere Stunden voll gesperrt werden. Während des Trauermarsches sprach man unter anderem über Themen wie Biodiversität und Trinkwasserschutz, Gedichte wurden vorgetragen und gemeinsam Lieder gesungen.

Rund 70 A49-Gegner nahmen am Trauermarsch teil. Fotos: akr

Gegen halb 12, nach etwas mehr als zwei Stunden Fußweg mit kurzem Zwischenstopp, erreichten die Demonstranten dann schließlich Niederklein in der Höhe der „Allendörfer Straße“, begleitet von Gesang, Wald-statt-Asphalt-Fahnen, Bannern, Kreuzen – und einem Holzsarg. „Wir sind jetzt hier mit unserem Sarg in Nieder-Klein angekommen, wir werden ihn aber nicht in eine Grube versenken und ihn vergessen“, erklärt Wolfgang Dennhöfer vom BUND Vogelsberg. Man wolle ihn wieder mitnehmen, ihn nicht in Nieder-Klein lassen. Der Sarg sei nämlich ein Symbol der Umkehr. „Wir entscheiden, ob es zur Umkehr kommt oder ob wir wirklich in ein schwarzes Loch fallen“, betont Dennhöfer. Die A49-Gegner geben die Hoffnung nicht auf, dass es doch noch einen Baustopp gibt.

Der Sarg als Symbol der „Umkehr“.

„In diesem Sarg steckt unser Herzblut, unsere Trauer, unser Unverständnis“, erklärt eine Demonstrantin die symbolische Bedeutung des Sarges. Man betreibe hier Heimatschutz und es sei mehr als traurig, dass in der eigenen Heimat Bäume abgeholzt werden. Unter den A49-Gegnern waren auch zwei als Flagellanten verkleidete Personen, die die Unternehmen Ferrero und Fritz Winter darstellen sollten. Die Flagellanten oder Geißler waren eine christliche Laienbewegung im 13. und 14. Jahrhundert, zu deren religiösen Praktiken zur Buße ihrer Sünden die öffentliche Selbstgeißelung gehörte.

Die zwei „Flagellanten“ als „Ferrero“ und „Fritz Winter“.

Die Figuren waren ein Symbol für den in den Augen der Autobahngegner sündhaften Einsatz der beiden Unternehmen für den Bau der Trasse. „Mea culpa, mea maxima culpa“, sagten sie während des Marsches, was übersetzt bedeutet „meine Schuld, meine übergroße Schuld“.

„Wir würden gerne von den Unternehmen wissen, ob es denn stimmt, dass sie wirklich diese Autobahn brauchen, wie sie als Firmen dazu stehen“, erklärte Dennhöfer. Während sich einige der Demonstranten anschließend wieder auf den Heimweg machten, zog es einige andere zur Mahnwache am „Jesus Point“.

22 Gedanken zu “Ein Trauermarsch für die gefallenen Bäume

  1. @ Nicht der Timmy

    Ich sehe keinen Anlass mich vor Ihnen rechtfertigen zu müssen. Aber es sind gerade immer wieder diese völlig überflüssigen Unterstellungen (Antrag auf ALG 2) welche die Atmosphäre im Forum vergiften. Sie kennen mich gar nicht, glauben aber über meine Einkommensverhältnisse informiert zu sein.

  2. @Tim

    Ich stimme Ihnen zu, persönliche Angriffe gehören nicht hierher. Es sollte eigentlich der Austausch von sachlichen Argumenten im Vordergrund stehen. Leider ist das Niveau, da muss ich einigen Kommentatoren Recht geben, immer schwächer geworden. Immer wieder sind in Kommentaren Hass und Hetze enthalten. Damit schaukeln sich die Emotionen immer höher und wir vergessen zu oft, dass wir alle nur Menschen sind mit Stärken und Schwächen. Natürlich hat auch jeder das Recht eine Gegendemo zu machen ob es einem gefällt oder nicht. Ich habe eine klare Haltung zu der A 49.
    Ich finde diese Autobahn hat im Vogelsbergkreis nichts verloren. Ich bin für einen Lückenschluss wie er im Dannenröder Appell vorgeschlagen wird und Umgehungsstraßen für die Ortschaften an der B 62. Die A 49 wird nicht zu einer dauerhaften Entlastung der geplagten Anwohner führen und gerade bei Staus zusätzliche Belastungen schaffen.
    Wir sollten auch bei all dem was noch auf uns zukommen kann nicht vergessen „menschlich“ miteinander umzugehen. Ich fand Ihren Kommentar trotz gegensätzlicher Auffassung gut.

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  3. Ich und viele weitere Leser dieser Kommentare und auch Anwohner der neuen A 49 werden die neue Straße nutzen und viel schneller unsere Heimat durchfahren als noch auf den alten Strecken. Dabei werden wir deutlich weniger Schadstoffe in die Luft blasen als bisher. Aber nein – die Ökoaktivisten sehen wie immer alles schwarz… Aber klar, die Damen und Herren Akademiker in den Städten wollen uns auf dem Land sagen was richtig und falsch ist.

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  4. Habe selten soviel Unsinn gelesen, wie diese Kommentare. Es ist erschreckend, dass es tatsächlich noch Menschen gibt, die den Ernst der Lage noch nicht begriffen haben. Mit der Rodung der Wälder wird unsere Lebensgrundlage zerstört. Alsphalt spendet keinen Sauerstoff, Benzin kann man nicht trinken und Geld kann man nicht essen.
    Der Hinweis auf Brasilien ist unnötig und vollkommen fehl am Platz. Immer erst vor der eigenen Haustüre kehren und nicht mit dem Finger auf andere zeigen. Das Klima kennt keine Grenzen.
    Wir sollten den Menschen die für unser aller Klima kämpfen, dankbar sein und ihnen Hochachtung zollen, sie unterstützen bis zum bitteren Ende.
    Das derzeitige Verkehrschaos ist nur der Vorgeschmack auf das was uns erwartet, wenn mit dem Bau der A49 begonnen wird. Der Verkehr wird laut Berechnungen (im TV veröffentlicht) um 228% steigen. Der Verkehr, der Richtung Gießen unterwegs sein wird, lässt Stadtallendorf, Niederklein,Ebsdorfergrund ect. im Verkehr Ersticken. Die Verantwortlichen und Befürworter sollten die Verantwortung für eine nicht wieder gutzumachende Fehlentscheidung übernehmen und mit ihrem Privatvermögen haften.

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  5. Wo sind sie gebliehiben?
    Fragen Sie den CheckerTobi
    In der Abteilung Holz bei OBI
    Oder bei Papier + Klo
    Ihres Discounters mit Niveau
    Notfalls lesen Sie bei Snake
    Den Trump’schen Terroristenfake
    Ein anderer hält wohl schon lange
    Monty Python für ’ne Schlange
    Endlich ist es einmal gut
    Man schürt die allgemeine Wut
    Und wünscht, dass auf der Rodungsstrecke
    Auf irgend eine Art verrecke
    Der jeweils andere Teil der Welt
    Der sich selbst für die Mehrheit hält
    Für den soll’s Kettensägen regnen
    Oder im Wald ein Polizeihund begegnen
    Ach Friede und Freude, wo seid ihr geblieben?
    Wie Parmesan-Käse wohl aufgerieben
    als Belag für den leckeren Eierkuchen
    Wer noch ein Stück mag, der soll es sich suchen!

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  6. Oder: Viele Hamster sind des Baumes Tod!

    Von der Wiege bis zur Bahre
    Schlagabtausch der Kommentare
    Aldi Süd und Aldi Nord
    Hygiene fördert Bäume-Mord
    Doch wäre es nicht gut zu wissen
    Wie viele Wälder sterben müssen
    Bis dass das Volk genügend hätt‘
    Von Tempos und Toilettenkrepp?

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  7. Es kann doch nicht sein, das eine kleine verkrustete und von sich selbst überzeugte Gruppe der gesamten Bevölkerung ihr Willen aufzwängt!
    Die Mehrheit will diese Autobahn und das muss diese Minderheit einfach endlich mal kapieren!
    Die machen einen auf beleidigt und nutzen unser System mit den Demos einfach aus. Es ist jetzt endlich mal gut – jeder arbeitende hat für sowas keine Zeit !
    Sollen sie doch ne Demo z.B. in Brasilien organisieren um den Wald dort zu retten. Das würde das Klima auch retten aber nicht die paar Hektar hier bei uns.

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    1. @Tim

      Ich freue mich schon wenn Sie mit dem Fahrrad auf der Autobahn eine Gegendemo machen. Aber das wird nicht geschehen. Dazu müssten Sie ja Ihren Hintern hoch bekommen. Sie ergötzen sich an dem was Sie selbst und andere über Autobahngegner schreiben. Zu mehr reicht es nicht. Was für ein klägliches Niveau.

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      1. Außer die Leute anstänkern machen Sie hier aber auch rein gar nichts, Timmy.

        Ein Glück für Leute wie Sie, dass der ALG II-Antrag nun auch online geht.

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      2. @Timmy
        Persönliche Angriffe, egal von welcher Seite, gehören hier nicht her und bringen uns nicht weiter.

        Gegendemo:
        Es ist tatsächlich oft so, dass viele denken es reicht schon, wenn in Zeitung oder Fernsehen berichtet wird. „Andere werden das dann schon richten.“ Ein großer Fehler, wenn jeder so denkt.

        Deshalb sind diese Gegendemonstrationen so wichtig.

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  8. Leider ist diese Plattform zu einem Niveau verfallen, dem ich nicht mehr folgen mag. Die Beleidigungen gegenüber den Gegnern ist für mich nicht mehr tragbar. Die Extremisten (hier die Befürworter) können und wollen keine zweite Meinung akzeptieren. Schade, aber bei diesen Kommentaren der Befürworter bestehen berechtigte Zweifel des Anstandes. Die Aktivisten beweisen Haltung zu ihrer Meinung und stehen öffentlich dafür ein, während die Befürworter sich hinter den Online-Portalen verstecken!

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  9. Zu Coronazeiten , insbesonders wo die Pandemie jetzt wieder schlimmer wird ,mit einem Sarg spazieren gehen , das ist nicht nur Kindisch sondern auch total geschmacklos . Durch die Sperrung der Bundesstraße musste etliche Autos Umwege fahren und haben so noch viel mehr Abgase in die Luft geschickt . Ihr seid keine Umweltaktivisten Ihr seid Narren

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  10. @Checker Toby

    Palim Palim, Monty Python und und und

    Wenn Ihre Kommentare nur halb so originell wäre wie das suchen von neuen Pseudonymen würde wenigstens der Unterhaltungswert steigen.

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  11. Wann bitte erkennen diese Demonstranten endlich das ihr Tun umsonst ist und sie eh nichts mehr aufhalten können was bereits beschlossen ist.
    Macht euch doch nicht lächerlich…

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    1. Für mich sind das keine Demonstranten und schon lange keine Aktivisten mehr,
      sondern Terroristen!

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      1. Snake

        Ihre Äußerung lässt eher auf gewaltbereites Verhalten schließen. Aber Sie wollten halt auch einmal etwas schreiben.

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      1. A49 ja

        Na das passt ja. Haben Sie sonst noch Fähigkeiten die der Allgemeinheit helfen oder können Sie nur Gas geben?

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  12. Angeführt von einem Sarg aus totem Baum … so macht man einen „Trauermarsch für die gefallenen Bäume“. Jupp.

    Könnte ein Stück von Monty Python sein.

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  13. Die paar Pappnasen hätten auch gleich über einen Feldweg von Lehrbach nach Niederklein laufen können, dann hätte wenigstens der Verkehr auf der B62 weiter fahren können. Diese Aktion kam viele Jahre zu spät, scheinbar haben diese Leute nicht mitbekommen das die Autobahn gebaut wird und alles höchstrichterlich beschlossen ist. Baurecht heißt es wird gebaut !

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