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Wirtschaftsdezernent Dr. Jens Mischak zu Besuch bei Betz Technik in Schotten-Eschenrod„Ein wirklich feines und zukunftsorientiertes Unternehmen“

SCHOTTEN (ol). „Von Ihrem großen Engagement habe ich schon gehört, und der heutige Besuch bei Ihnen hat dies mehr als bestätigt. Sie führen hier ein wirklich feines und zukunftsorientiertes Unternehmen.“ Der monatliche Betriebsbesuch führte Wirtschaftsdezernent Dr. Jens Mischak diesmal nach Schotten-Eschenrod zu einem interessanten Austausch mit den beiden Geschäftsführern der Firma Betz Technik.

In der Pressemitteilung des Vogelsbergkreis heißt es. das Unternehmen beschäftigt heute knapp 160 Mitarbeiter rund um den Bereich Haustechnik. Alleine acht neue Azubis haben in diesem Jahr begonnen – „beeindruckend, nicht alleine die Zahl, sondern auch die Tatsache, dass Sie die jungen Leute gefunden haben“, so Mischak.

Dafür werde auch einiges getan: Angefangen mit Projekttagen im Kindergarten, über Kooperationen mit Schulen und Bildungsträgern sowie der Feuerwehr bis zum Sponsoring mehrerer Sportvereine reiche das Engagement. „Wir bieten auch Schnuppertage und Praktika an, führen regelmäßig ein Sommercamp durch und sind seit einiger Zeit auch sehr aktiv in sozialen Medien wie Facebook und Instagram“, zählt Geschäftsführer Michael Weber auf. Sogar einen Film habe man produziert, der im Kino-Vorprogramm laufe. Man merke, dass es weniger Bewerbungen als früher gebe und man aktiv werden müsse.

Neues Berufsbild: Gebäudesystemintegration

Insgesamt 28 Azubis werden derzeit ausgebildet zu Anlagenmechanikern für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, zu Elektronikern für Automatisierungstechnik, zu Elektronikern für Energie- und Gebäudetechnik sowie zu Kaufleuten für Büromanagement. „Unser Ziel wären 40“, sagt Weber. Dann auch im neuen Berufsbild, an dessen Beschreibung er selbst mitarbeitet: Elektroniker Fachrichtung Gebäudesystemintegration heißt es und kommt ab 2021.

„Smart Home wird das Thema der Zukunft sein“, ist sich Weber sicher. Heute ist es nur ein Teilbereich innerhalb des Leistungsspektrums, zu dem auch noch Elektroinstallation, erneuerbare Energien, Sanitär und Bad, Heizungstechnik, Telekommunikation und IT sowie Automation und Schaltschränke zählen. Besonders liegen dem Unternehmen die Privatkunden in der Region am Herzen, für die ein „Rundum-Service“ zur Verfügung steht – „egal, ob es um die Reparatur einer Waschmaschine geht, oder ob einer unser Servicemitarbeiter für Elektrogeräte im Haushalt benötigt wird“.

„Es ist an der Zeit, das Handwerk wieder mehr in den Mittelpunkt zu stellen“, findet der Geschäftsführer. Und merkt an, dass ihm das Fach „Werken“ in den Schulen fehle, auch wären mehrere Praktika statt nur einem wünschenswert. Auch sei die Verbundausbildung vor einigen Jahren „eine tolle Sache“ gewesen, bei der die Ausbildung ein Jahr lang im Bildungszentrum für Elektrotechnik, die beiden letzten Jahre dann im Betrieb stattgefunden habe. Weitere Themen waren der ÖPNV, Breitbandausbau, Regionalentwicklung und das Ausweisen neuer Gewerbegebiete. Denn für Betz Technik stehe ein größeres Projekt ins Haus: Ein geschlossenes Lager mit Büroräumen soll entstehen. Die Geschäftsführer stellten das Bauprojekt vor und baten um Unterstützung, sobald der Bauantrag gestellt ist.

Ein Gedanke zu “„Ein wirklich feines und zukunftsorientiertes Unternehmen“

  1. Also da ist die Lobhudelei, die ja doch auch schnell mal peinlich wirken kann, zu 100 Prozent gerechtfertigt. Es ist erstaunlich, wie sich „kleine Handwerksbetriebe“ auf „entlegenen Ortschaften“ in den letzten Jahren zu hoch technisierten und bestens organisierten handwerklichen Dienstleistungszentren entwickelt haben, die gleich mehrere Gewerke zusammenfassen. Solche Betriebe bedeuten echten Aufschwung in unserer Region und sorgen dezentral für hoch qualifizierte Angebote moderner Technik und entsprechende Arbeitsplätze. Vergebe sämtliche verfügbaren Sterne für kompetente Beratung, schnelle Abwicklung und solide handwerkliche Ausführung!

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