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Brot- und Brötchenprüfung: Sieben Vogelsberger Bäckereien stellten sich dem QualitätsprüferBrote und Brötchen heimischer Bäcker mit „sehr gut“ ausgezeichnet

ALSFELD (akr). Brote und Brötchen, so weit das Auge reicht, und ein herrlicher Duft frischer Backwaren, der sich durch das Foyer der VR Bank in Alsfeld zog – es war mal wieder an der Zeit für die jährliche Brot- und Brötchenprüfung. Sieben Vogelsberger Bäckereien stellten ihre Kreationen dem Qualitätsprüfer Michael Isensee vom Deutschen Brotinstitut vor, um die Qualität überprüfen zu lassen.

Noch ist es nicht lange her, als der Duft von frisch gebackenen Stollen im Foyer der VR Bank in der Luft lag. Am Donnerstag duftete es dort wieder herrlich nach Backwaren – genauer gesagt nach Broten und Brötchen, denn die alljährliche Brot- und Brötchenprüfung stand auf dem Programm. Sieben Bäckereien aus dem Vogelsbergkreis stellten sich freiwillig dem Prüfer Michael Isensee und ließen insgesamt 56 Proben ihrer Kreationen bewerten.

Mit dabei: die Bäckereien Günther und Rahn aus Alsfeld, Lind aus Romrod, Selzer aus Ruhlkirchen, Richter aus Ober-Ohmen, Stanzel aus Kirtorf und Karl aus Storndorf. Auf den Prüfstand kamen in diesem Jahr 31 Brot- und 30 Brötchensorten, die von Isensee unter die Lupe genommen worden – und der weiß ganz genau was er tut. Seit rund 28 Jahren bewertet er bereits Brote und Brötchen in Nord- und Mitteldeutschland.

Michael Isensee nahm jedes Brot und jedes Brötchen genau unter die Lupe.

Jedes Brot und jedes Brötchen startet mit 100 Punkten und je nach ‚Fehler‘ werden Punkte abgezogen. Die Bewertung an sich verläuft dann nach sechs unterschiedlichen Kriterien: Die Beschaffenheit, die Oberflächen- und Krusteneigenschaften, Lockerung und das Krumenbild, die Struktur und Elastizität, den Geruch und natürlich das Aroma. Mehrere Stunden lang wurden die Brote und Brötchen von Isensee mit allen Sinnen geprüft.

Wasserbrötchen, Weltmeisterbrötchen, Hessenboller, Butterbrötchen, Roggenmischbrot, Krustenbrot und vieles mehr – von leicht bis kräftig war alles vertreten. An jeder einzelnen Kreation wurde geschnuppert, mit einem Daumendruck die Elastizität geprüft und in Sachen Geschmack getestet. „Ich meckere aber nicht nur, ich sage natürlich auch was besser gemacht werden könnte“, erklärt Isensee.

Mit dabei: der „Vogelsberger Riese“ von Bäcker Michael Karl aus Storndorf. Gut acht Kilogramm schwer und 70 Zentimeter breit ist das Leib aus Sauerteig.

Während die Brötchen allesamt am Donnerstag frisch gebacken wurden, mussten die Brote erst 24 Stunden ziehen, damit sich der Geschmack auch vollends entfalten kann. Am Ende der mehrstündigen Prüfung kam Isensee zu folgendem Ergebnis: 45 Proben bekamen das Ergebnis „Sehr gut“, zehn wurden mit „gut“ ausgezeichnet.

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