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Jetzt ist es offiziell: Alsfelder Katzen müssen kastriert und registriert werdenKatzenschutzverordnung für Alsfeld angenommen

ALSFELD (ls). Alsfeld hat ein Katzenproblem, meint jedenfalls die Stadt, und will etwas dagegen unternehmen. Geplant hatte die schon im Mai eine Kastrations- und Registrierpflicht im Zuge einer Katzenschutzverordnung für die Stubentiger. Schon vor Monaten sollte die Stadtverordnetenversammlung darüber abstimmen, vertagte das allerdings auf die heutige Sitzung. Jetzt steht es fest: Die Katzenschutzverordnung wird kommen.

Mit der Katzenschutzverordnung wolle man seitens der Stadt auf eine unkontrollierte Katzenpopulation und die Ausbreitung von Krankheiten reagieren. Dabei sollen alle Katzenhalter, die ihrem Haustier Zugang ins Freie gewähren, sie bei einem Tierarzt kastrieren lassen und mit dem Mikrochip oder der Tätowierung kennzeichnen sowie registrieren lassen, indem man die Daten in das deutsche Haustierregister einträgt. Das gelte allerdings nicht für Katzen, die jünger sind als fünf Monate. Auf Verlangen sei der Ordnungsverwaltung ein Nachweis der Registrierung und der Kastration vorzulegen. Gleichzeitig gilt man durch die Katzenschutzverordnung der Stadt auch als Katzenhalter, wenn man freilaufende Katzen regelmäßig füttert.

Weiter hieß es in dem Antrag, dass die Zunahme und die Entstehung dieser Katzenpopulation überwiegend auf unkastrierte Katzen von Haltern zurückzuführen ist, die Freigang gewährt bekommen. Das trug Bürgermeister Stephan Paule in der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend nochmals vor. Durch den Anstieg der Katzenpopulation sei auch die Zahl der kranken Tiere gestiegen. „Durch das Kastrations- und Kennzeichnungsgebot für unkontrolliert freilaufende, in Obhut des Menschen gehaltene Katzen, kann der vorliegende Kreislauf wirkungsvoll unterbrochen werden“, hieß es in dem Antrag. Wer sein Tier nicht kastrieren lässt, sich nicht registriert oder aber den Nachweis nicht erbringen kann, dem kann eine Geldbuße von bis zu 1000 Euro drohen. Dennoch: Listen wie bei Hundehaltern oder aber eine Katzenpolizei solle es nicht geben. Bei echten Missständen wolle sie allerdings einschreiten.

Katzenschutzverordnung fand in Stadtverordnetenversammlung auf Zuspruch

Genau das sah auch die SPD-Fraktion mit Fraktionssprecher Christoph Stüber als als ein Problem: Wenn, dann müsse es die Stadt auch konsequent kontrollieren, sonst habe die Verordnung keinen Sinn. Besonders auf den Dörfern sollen Katzen einen Nutzen haben. Eine Verordnung würde lediglich in der Stadt einen Sinn machen. Ähnlich schienen das auch die einige Ortsbeiräte der Alsfelder Stadtteile zu sehen: Sieben Ortsteile befanden die Verordnung für auf dem Dorf nicht praktikabel. Der Tierschutzverein der Stadt Alsfeld sprach sich bereits im Mai für die Verordnung aus.

Bei den Stadtverordneten fand der Antrag ebenfalls auf Zustimmung. Mit acht Gegenstimmen und einer Enthaltung wurde er für mehrheitlich angenommen erklärt. Eine Ausnahme gibt es allerdings: Für die Zucht werde – nach Zustimmung auf den SPD-Antrag – eine Ausnahme gemacht.

Hier nochmal alle Punkte im Überblick, die für Katzenhalter jetzt wichtig sind:

Ihre Katze muss kastriert sein.

Ihre Katze muss entweder gechipt oder tätowiert sein.

Sie müssen sich im deutschen Haustierregister registrieren.

Sie müssen auf Verlangen den entsprechenden Nachweis vorzeigen können.

Bei Verstößen droht ein Bußgeld von bis zu 1.000 Euro

Wenn Sie eine freilaufende Katze regelmäßig füttern, gelten Sie als der verantwortliche Katzenhalter.

2 Gedanken zu “Katzenschutzverordnung für Alsfeld angenommen

  1. Da hat die SPD wohl etwas nicht verstanden!
    Gerade auf den Dörfern werden die Katzen von den Landwirten meist nicht kastriert und vermehren sich fleißig weiter.
    Werden es zu viele Katzen, werden sie auch heute noch nicht selten in die Tonne gekloppt, ersäuft oder erschlagen.
    Viele Katzen wandern von diesen Höfen ab und werden dann plötzlich von den Gemeinden als herrenlos bezeichnet, für die sich die Gemeinden dann nicht mehr zuständig fühlen. Diese Katzen verenden durch Hunger, Kälte, Krankheiten und Parasiten.
    Da ist es doch gut, dass nun endlich kastriert werden muss und den Katzen viel Elend erspart bleibt!

  2. Katzen sind wenigstens nützliche Tiere, sie eliminieren Ratten/Mäuse, eklehaften Köter kacken die ganzen Straßen voll oder belästigen/bellen Fußgänger/Jogger, haben aber narrenfreiheit in diesem mit Hunde Kacke voll verkackten Land.

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