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Offizieller Spatenstich zum flächendeckenden Breitbandausbau im Vogelsbergkreis„Es geht voran wie bei den Heinzelmännchen“

ALSFELD (cdl). „Es ist ein Meilenstein, den wir heute anfangen“, sagte Landrat Manfred Görig im Rahmen des offiziellen Spatenstiches zum flächendeckenden Breitbandausbau im Vogelsbergkreis heute auf dem Alsfelder Marktplatz. Zum für den Landkreis so wichtigen Infrastrukturprojekt waren auch der Hessische Rundfunk und das Radio nach Alsfeld gekommen.

Ab September sind die ersten Breitbandanschlüsse dann in Alsfeld verfügbar. In Lauterbach, Schlitz und Romrod kommen die Bewohner ab November in den Genuss einer schnellen Internetverbindung. Nach und nach kommen dann die weiteren Kommunen des Landkreises dran. Welches die nächsten Kommunen sein werden, wollten die Vertreter der Telekom heute aber noch nicht verraten. Es sei eine riesen Aufgabe einen kompletten Landkreis auszubauen und da müsse man nach der effizientesten Lösung suchen. Jedoch würden mehrere Firmen parallel an dem wichtigen Projekt für den Landkreis arbeiten, versprach der Leiter der für den Ausbau zuständigen Telekom-Niederlassung Südwest Frank Bothe.

„Es ging wie bei den Heinzelmännchen. Es war schnell, es war präzise und es war sauber“, lobte Bürgermeister Stephan Paule, die von der Telekom beauftrage Firma Eltel. Sie hat bereits zu Wochenbeginn noch vor dem Spatenstich mit ihren Arbeiten begonnen. „Es ist ein historischer Tag für uns, dass wir Vogelsberg bald mit schneller Geschwindigkeit online gehen können“, so Landrat Görig. Das sei für die Zukunft des Vogelsbergs ganz wichtig. Gerade für die heimische Wirtschaft sei der Netzausbau von existenzieller Bedeutung. „Wie es so schön heißt, Alsfeld bewegt sich. Es ist ein guter Tag für die Stadt Alsfeld und für die ganze Region“, ergänzte Görig. Bis Ende 2018 werde der komplette Vogelsbergkreis ausgebaut sein.

Landrat Manfred Görig war heute der gefragteste Mann. Hier beim Radiointerview.

„Nicht mehr in Rückstand geraten“

„Wenn ich hier den historischen Marktplatz sehe, ist es kein Widerspruch zu Industrie 4.0. Das digitale Rathaus kommt“, so Bothe. Es sei ein Mammutprojekt und das sei nur gemeinsam zu schaffen, lobte Bothe die Zusammenarbeit mit dem Landkreis nach den vielen Gesprächen im Vorfeld. Außerdem würde in der Zeit des Ausbaus auch Vogelsberger Unternehmen, indem sie sich am Ausbau direkt beteiligten. „Die Alsfelder werden schon im September vom ‚Breitbandfieber‘ profitieren“, ergänzte Bothe. Im Zuge des Ausbaus im Landkreis werde auch der Mobilfunk profitieren und die Netze besser werden. „Wir können ergänzen zwischen Festnetz und Mobilfunk“, kündigte Bothe an. Am 25. April werde es die erste Bürgerversammlung geben, um die Bewohner über ihre Anschlussmöglichkeiten zu informieren. Die Technik sei weiter nach oben skalierbar und somit sei die Zukunft für den Vogelsbergkreis gesichert.


Im anschließenden Pressegespräch nutzte Görig nochmals die Gelegenheit, die vergangenen Jahre bis zum Ausbaustart Revue passieren zu lassen. Abschließend blickte er in die Zukunft: „Wir dürfen nicht mehr in die Lage kommen, in Rückstand zu geraten. Wir müssen jetzt bei zukünftigen Entwicklungen dranbeleiben.“ Außerdem betonte er, dass der Ausbau nur ein Schritt sei und einigen Pendlern das Homeoffice ermögliche und ortsansässige Unternehmen voranbringe, dennoch müssten neue Anwendungen entwickelt werden, um die Bandbreiten sinnvoll zu nutzen. Beispielsweise in der Gesundheitsversorgung.

Neben Bürgerversammlungen kur vor Vollendung in den einzelnen Kommunen, werde die Telekom über den aktuellen Ausbaustand die Bürger zusätzlich über die Lokalpresse auf dem Laufenden halten, kündigte Telekom-Pressesprecher George McKinney an.

Bevor es losging, bat der Hessische Rundfunk zum Gespräch.

Noch einmal extra Schippen, damit das TV auch alles im Kasten hat.

 


7 Gedanken zu “„Es geht voran wie bei den Heinzelmännchen“

  1. Danke an alle Beteiligten, die das FTTC und das FTTH bis 2018 im VB realisieren und ermöglichen.
    Ich freue mich schon jetzt auf die schnellen 100mbt/s-200mbt/s.

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  2. An das FTTH: Dobrindt (CSU) und vorher Ramsauer (CSU) haben auf dem Posten in den letzten 8 Jahren auch nicht wirklich was zustande gebracht und die Vorsorgung in machen Dörfern wäre ohne private Anbieter gar nicht möglich.

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  3. Die Bigo Leute im Telekom Outfit.. wenn ich Gemeinde oder Stadt wäre würde ich mal schnellstens das Geld zurück fordern was in den Verein geflossen ist und dort noch immer verbraten wird. Jaja nur durch die Bigo hat Telekom reagiert, ok wenn das 10Mio € wert ist…
    Mit dem Geld was zb Feldatal investiert hat könnten die mal ihre Kläranlage reparieren ohne wieder den Bürger zu melken !

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  4. Ich bin sehr gespannt! Aktuell hab ich LTE, weil ansonsten nur DSL Light möglich wäre, jedoch kann ich tagsüber noch mühelos „jedes Bit einzeln per Handschlag begrüßen“!

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  5. Langfristig wird an FTTH nichts vorbei führen. Schade, dass die rot-grüne Schröder-Regierung um die Jahrtausendwende ihre sozialen Wurzel vergessen hat und den Breitbandausbau dem freien Markt überlassen wollte. Die Folgen spüren wir jetzt z. B. im Katzenberg.

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  6. Zitat: „Bis Ende 2018 werde der komplette Vogelsbergkreis ausgebaut sein.“

    Bleibt zu hoffen, dass dieser Satz keinen Einschränkungen unterliegt!

    Bisher war immer die Rede von einem 95 %-Ausbau unseres Landkreises. Dabei blieb leider offen, auf welche Basis sich diese prozentuale Angabe bezog: Anschlüsse? Einwohner? Haushalte? Fläche? Ein Ausbau des „kompletten Vogelsbergkreises bis 2018“ mit einer Geschwindigkeit von min. 30 MBit/s halte ich persönlich für unrealistisch. Für die Zukunft hoffe ich, dass die Dynamik der letzten Wochen, bezüglich des begonnenen Ausbaus inkl. Berichterstattung, beibehalten bleibt. Nur so werden hoffentlich auch kleinere Gemeinden und Dörfer im Vogelsbergkreis zeitnah berücksichtigt. Ich freue mich für jeden, der bei Bedarf statt beispielsweise 6…16 MBit/s in diesem Jahr noch 50…100 MBit/s bekommen kann. Vergessen werden dürfen aber auch nicht die große Anzahl der deutlich(!) langsameren Anschlüsse.

    Hinsichtlich Zukunftssicherheit der Glasfaserverlegung würde mich auch sehr interessieren, ob bei zukünftigem Interesse der Kunden, auch FTTB/FTTH (Glasfaser bis ans/ins Gebäude) berücksichtigt werden. Auch wenn die aktuelle Kupferdoppelader ins Haus dank Vectoring auf zeitgemäße 100 MBit/s „getuned“ werden kann, darf man nicht vergessen, dass wir nur von wenigen hundert Metern zwischen Verteiler und Teilnehmeranschluss reden.

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