Gesellschaft0

Schüler und Eltern informierten sich gemeinsam über die zahlreichen Ausbildungsmöglichkeiten in der RegionMarktplatz Ausbildung in Geschwister-Scholl-Schule

ALSFELD (cdl). Insgesamt 37 Unternehmen und Institutionen waren gestern Abend zum zehnten Infoabend Marktplatz Ausbildung in der Geschwister-Scholl-Schule zu Gast. Und so war ein volles Haus garantiert sowie kaum ein Parkplatz auf dem Stadthallenparkplatz zu bekommen.

Neben sämtlichen Schülern der Abschlussklassen waren auch viele Eltern mit von der Partie. Gemeinsam mit ihren Kindern informierten sie sich darüber, wie es für die Schüler in naher Zukunft weitergehen könnte. Die Besonderheit an der jährlich stattfindenden „Hausmesse“ ist, dass an den zahlreichen Ständen der heimischen Unternehmen vor allem ehemalige Schüler der Geschwister-Scholl-Schule über mögliche Ausbildungsberufe informieren, erklärte die Fachbereichsleiterin Arbeitslehre Irene Caspar.

„Es ist ein ganz besonderer Marktplatz Ausbildung dieses Jahr, weil wir zehnjähriges Jubiläum haben. Es hat sich gezeigt, dass wir jedes Jahr ein bisschen größer werden. Darüber freue ich mich ganz besonders“, so die stellvertretende Schulleiterin Anne Christ bei der Eröffnung. Der Fachbereich Arbeitslehre sei für die Organisation und den Aufbau verantwortlich. Die AOK habe zur Veranstaltung dem Förderverein der Schule eine großzügige Spende überwiesen. Daher dankte sie im Namen der Schule der Krankenkasse. Den Schülern gab sie mit auf den Weg, dass die Schule bereits in einem halben Jahr für sie zu Ende sei und sie daher den Abend für sich aktiv nutzen sollten.

Weil aber viele Realschüler nach ihrem Schulabschluss erst einmal weiterführende Schulen besuchen, war auch die Max-Eyth-Schule (MES) vertreten und hatte die Klassenzimmer im ersten Stock fest in ihrer Hand. So waren teils voll besetzte Klassenräume zu beobachten. Wenn sich dort nicht einige Eltern unter die Schüler gemischt hätten, so hätte man annehmen können, dass es sich dort um den ganz gewöhnlichen Unterricht handelt. Ganz offensichtlich erfreuten sich die Vorträge über die verschiedenen Schulformen an der MES großer Beliebtheit.

img_0238

So sah es in vielen Klassenzimmern bei den Vorträgen der MES aus.

Marktplatz Ausbildung mit vielen heimischen Unternehmen

Im Erdgeschoss, insbesondere im Foyer, stellten sich die einheimischen Firmen den potenziellen Nachwuchskräften vor. Dort war im Prinzip die ganze Bandbreite der Vogelsberger Ausbildungsberufe vertreten. Sowohl kaufmännische Ausbildung, handwerkliche Berufe oder Ausbildungsmöglichkeiten in sozialen Berufen bildeten eine abwechslungsreiche Angebotspalette. Des Weiteren warben auch beispielsweise Polizei und Bundeswehr um Nachwuchs.

Darüber hinaus war beispielsweise auch der Elektrotechnik Hersteller Bender mit Hauptsitz in Grünberg aus dem Kreis Gießen mit von der Partie. Mittlerweile sucht das Unternehmen verstärkt im Vogelsbergkreis nach Nachwuchs, konnte man dort am Stand erfahren. Denn aufgrund der Bahnanbindung würden bereits seit vielen Jahren die Auszubildenden beispielsweise aus Lauterbach oder Alsfeld kommen, während sich junge Auszubildende etwa aus Friedberg eher im Rhein/Main-Gebiet umschauen würden.

ol-gscholl2-2411

Auch für junge Frauen ein attrakives Ausbildungsangebot?

Während viele Unternehmen zunächst auf gute Schulnoten schauen und dann auf stetige Aus- und Weiterbildung setzen, warb der Alsfelder Unternehmer Volker Rößner von Rößner Maschinenbau auch um „fleißige Handwerker“. Bei ihm hätten auch Hauptschüler mit schlechteren Noten eine Chance. Denn es müsse neben den hoch qualifizierten auch Maschinenbediener geben, die im Übrigen gut bezahlt würden. Er habe schon einige Auszubildende mit schlechten Noten gehabt, die sich toll entwickelt und ihr Glück gefunden hätten, machte er auch schlechteren Schülern Mut. In eine ähnliche Richtung ging auch das BZL Lauterbach. Dort war zu hören, dass man nicht alle auf die Hochschule schicken könne und weiterhin viele handwerkliche Berufe nachgefragt werden müssten. Das Handwerk dürfe nicht auf der Strecke bleiben.

Die ganze Vielfalt der unterschiedlichen Ausbildungsmöglichkeiten im Vogelsbergkreis und sogar ein klein wenig darüber hinaus kam am Donnerstagabend zum Tragen. Ganz gleich, ob sich jemand für eine handwerkliche, kaufmännische Ausbildung oder weiterführende schulische Ausbildung mit anschließendem Studium interessiert. „Nutzt das Angebot um heute Kontakte zu knüpfen. Das lege ich Euch ans Herz“, hatte Christ bereits zu Beginn den Schüler nahe gelegt.

Bilderstrecke vom Infoabend Marktplatz Ausbildung