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Bilder zum Trost für PatientenKleine Künstler bereichern einsame Weihnachten im Krankenhaus Eichhof

LAUTERBACH (ol). Eine tolle Aktion: Selbstgemalte Bilder von den zukünftigen ABC-Schützen der Kita Lauterstrolche und Frischbörner Kobel bekommen stationäre Patienten im Krankenhaus Eichhof, die während der Feiertage das Krankenbett hüten müssen.

Weihnachten wird in allen Familien in diesem Jahr erheblich kleiner ausfallen als gewohnt. Wer allerdings aus gesundheitlichen Gründen die Weihnachtsfeiertage 2020 in einem Krankenhaus verbringen muss, der wird mit Blick auf die geltenden Besuchsverbote für Angehörige und Freunde besonders traurig sein.

Einen kleinen Lichtblick erfahren die Patienten im Krankenhaus Eichhof. Stiftungsvorstand Mathias Rauwolf hat einen ganz persönlichen Brief vorbereitet, der gemeinsam mit Bildern der zukünftigen Schulanfänger „Strolchenclubkinder“ von der Kita Lauterstrolche und „Eichhörnchen-Kinder“ der Städtischen Kindertageseinrichtung Frischbörner Kobel auf den Stationen des Krankenhauses verteilt wird. Nach Rücksprache mit den Kita-Leitungen gingen die kleinen Künstler gleich ans Werk, die ihr letztes Jahr in den Kindertagesstätten absolvieren, heißt es in der Pressemitteilung der Eichhof-Stiftung.

„Wir vermitteln den Kindern Werte, wie Nächstenliebe und Empathie, so war es leicht zu erklären, wie unglücklich Patienten über Weihnachten alleine im Krankenhaus sein müssen“, erklärt Tanja Grunewald von der Kita Lauterstrolche den pädagogischen Ansatz hinter der Malaktion. In Zeiten der COVID-Pandemie sei vieles anders, das hätten auch die Kinder längst begriffen. So wurden in der Adventszeit zwar in Altenheimen draußen vor der Tür gesungen, Gebasteltes und Gemaltes übergeben, doch „es ist nicht so wie in den Jahren zuvor. Der direkte Kontakt fehlt einfach“, sagt die erfahrene Erzieherin.

Die „Strolchenclubkinder“ Sofie, Elisabeth, Lara, Sona, Daria, Retina, Sharbanu und Jaroslaw haben farbenfrohe Bilder für die Patienten im Krankenhaus Eichhof gemalt. Erzieherin Tanja Grunewald freut sich über die Nächstenliebe, mit der die Kinder ans Werk gegangen sind. Foto: Eichhof Stiftung

Das bestätigt auch Jessica Kratz von der Kindertageseinrichtung in Frischborn, die von der Begeisterung ihrer Schützlinge über das Trostspenden zu Weihnachten in Form von Bildern für fremde Menschen berichtet. „Jedes Kind hat verstanden, wie einsam es sich anfühlen muss, ohne die Familie Weihnachten zu verbringen. Das hat ihr Engagement noch einmal befeuert“, so die Einrichtungsleiterin.

Vorstand Mathias Rauwolf ist sehr froh darüber, dass die Kinder so eifrig waren. „Für viele Menschen sieht das Weihnachtsfest in diesem Jahr völlig anders aus, einmal mehr, wenn sie es im Krankenhaus und ohne ihre Liebsten verbringen müssen. Das geltende  Besuchsverbot ist der Pandemie geschuldet und zweifelsohne alternativlos. Es wird ein schmerzliches Weihnachtsfest für unsere Patienten, die ja per se nicht freiwillig bei uns sind. Da helfen solche liebevollen Gesten sehr“, ist sich der Vorstand der Eichhof-Stiftung Lauterbach sicher.