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Schutzgemeinschaft Vogelsberg und Aktionsgemeinschaft "Rettet den Burgwald" veranstalten Mahnwache am Frankfurter Römerberg„Grundwassermangel verursacht in katastrophalem Umfang ein neues Waldsterben“

VOGELSBERG/FRANKFURT (ol). Grundwassermangel verursacht im Vogelsberg, im Burgwald und im Ried, aber auch im Frankfurter Stadtwald in katastrophalem Umfang ein neues Waldsterben. Die jeweiligen Wasserwerke des Versorgungsverbundes Rhein-Main haben in ihren Einzugsgebieten daran erheblichen Anteil. Sie entnehmen zu große Mengen an Grundwasser, auch da sie ausgerechnet in Trockenzeiten ihre Fördermengen auf ein Maximum steigern. Um darauf hinzuweisen veranstaltet die Schutzgemeinschaft Vogelsberg gemeinsam mit der Aktionsgemeinschaft „Rettet den Burgwald“ eine Mahnwache am am Freitag, den 3. Juli zwischen 11 und 14 Uhr auf dem Römerberg in Frankfurt.

Anlass für die Kundgebung Wasserentzug + Klimawandel = Der Naturraum stirbt‘ sind die immer katastrophaleren Naturraumschäden durch Grundwassermangel, der auch dem ungezügelten Wasserverbrauch des Rhein-Main-Gebietes zu verdanken ist.

Dagegen müssten, zum vorausschauenden Schutz der Wasservorräte und der Natur, alle Möglichkeiten genutzt werden, so viel wie möglich Grundwasser im Boden zu belassen. Dem steht entgegen, dass viele Wassergesellschaften am Trinkwasserverkauf recht gut verdienen. So aus der Pressemitteilung der Schutzgemeinschaft. Unterstützt werden sie dabei vom BUND Kreisverband Frankfurt und vom BUND Hessen, von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Wetterau, Vogelsberg und Hessen sowie von den Naturfreunden Frankfurt und Hessen.

Das ortsnahe Nutzen von lokalen Wasservorkommen im Verbrauchsgebiet, auch von solchen ohne Trinkwasserqualität, würde das Grundwasser im Naturraum entlasten. Schon lange dazu vorliegende Planungen würden bislang nicht realisiert werden. Die Wasserversorgung Rhein-Main oder aber die dafür verantwortliche Politik müsse sich dieser Verantwortung endlich stellen.

Die Mahnwache am 3. Juli wende sich vor allem an die politischen Entscheidungsträger der Stadt Frankfurt, und erinnere sie an die gegebenen, aber noch nicht eingelösten Versprechen für eine verstärkte Wassereigenversorgung und eine Trinkwassereinsparung durch Betriebswasser.

Die Umweltverbände fordern von der Stadt Frankfurt und vom Ballungsraum, mit allerhöchster Dringlichkeit und beispielgebend die Verschwendung von importiertem Grundwasser zu beenden, und dessen Bezugsmengen entscheidend zu reduzieren. Sie wenden sich ebenfalls an die Bevölkerung Frankfurts und des gesamten Ballungsraums Rhein- Main, und fordern sie auf, durch ihr Wahl- und Verbrauchsverhalten dazu beizutragen, dass Natur und Wasserversorgung durch das Schonen des Grundwassers wieder vereinbar werden.

Die Gesetzeslage unterstütze diese Forderungen, ebenso das Hessische Leitbild für ein Integriertes Wassermanagement Rhein-Main und der Koalitionsvertrag der Landesregierung. Es werde erwartet, dass Frankfurt sich endlich am Lösen der Wasserprobleme entsprechend beteiligt.

Ein Gedanke zu “„Grundwassermangel verursacht in katastrophalem Umfang ein neues Waldsterben“

  1. Wassermangel ist doch gar kein Problem.
    Man kann Wasser zapfen soviel man will.
    Waldsterben kein Problem. Man kann Bäume pflanzen soviel man will. Hauptsache die A 49 wird gebaut. Nach uns die Sintflut.
    Die Generationen nach uns sollen schauen wie sie zurecht kommen.

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