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Erneuerung der Sellnröder Straße (K 139) in der Ortsdurchfahrt von Groß-Eichen: Gemeinschaftsmaßnahme des Vogelsbergkreis und der Gemeinde MückeDas Warten hat ein Ende: Arbeiten an der Sellnröder Straße gestartet

GROß-EICHEN (akr). Es ist ein Projekt, das seit einigen Jahren auf sich warten lässt: Die Erneuerung der Sellnröder Straße in der Ortsdurchfahrt von Groß-Eichen. Nun hat das lange Warten aber endlich ein Ende, denn seit wenigen Tagen sind die Arbeiten schon im vollen Gange. Der symbolische Spatenstich durfte aber dennoch nicht fehlen – und den gab es am Montagmittag.

„Zur Durchführung solcher Baumaßnahmen innerhalb von Ortsdurchfahrten bedarf es immer zwei. Deshalb freut es mich umso mehr, dass der Kreis und die Kommune dieses Gemeinschaftsprojekt zusammen angegangen sind und wir heute hier stehen dürfen“, freute sich Erster Kreisbeigeordneter Dr. Jens Mischak. Die ersten Überlegungen zur Sanierung der K 139 in der Ortdurchfahrt des Mücker Ortsteils habe es bereits 2013 gegeben. Nach Gesprächen und der Ausarbeitung der Kostenschätzung habe der Kreis dann die Maßnahme in sein Investitionsprogramm aufgenommen und die notwendigen Finanzmittel wurden schließlich im Haushaltsjahr 2019 endgültig bereitgestellt.

Nun, seit einigen Tagen ist es endlich so weit: Die Bauarbeiten sind gestartet. In der Gemeinschaftsmaßnahme des Vogelsberg und der Gemeinde Mücke wird die Kreisstraße auf einer Länge von rund 300 Metern erneuert. Dabei wird die Breite der Fahrbahn von 6,50 auf eine Regelbreite von sechs Metern verringert, die Breite der Gehwege von 1,80 Meter auf etwa 2,50 erhöht und barrierefrei gestaltet. Im Zuge der Bauarbeiten werden auch unter anderem rund 150 Meter Wasserleitung erneuert sowie Leerrohre für das Breitbandnetz verlegt. „Voraussichtlich im Oktober/November diesen Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein“, erklärte Andreas Wagner vom Ingenieurbüro Müller.

Die Arbeiten haben schon begonnen.

„Diese Gemeinschaftsmaßnahme ist für den Vogelsbergkreis mit einer Investitionssumme von rund 500.000 Euro nicht nur das zweitgrößte Projekt im Bereich der Kreisstraßen in diesem Jahr, sondern auch eine wichtige Investition in die Infrastruktur der Gemeinde Mücke“, freute sich Mischak und bedankte sich bei der Hessischen Landesregierung. Das Bauvorhaben wird nämlich mit rund 300.000 Euro aus dem Mobilitätsförderprogramm des Landes bezuschusst. Somit trägt der Kreis noch 200.000 Euro der Kosten, rund 470.000 Euro der Gesamtkosten übernimmt die Gemeinde Mücke für die Erneuerung der Gehwege.

Da in Mücke die Straßenbeiträge noch nicht abgeschafft wurden, kommen auch Kosten auf die Anlieger zu. „Die Kommune und die Anlieger teilen sich die Kosten. Mücke übernimmt rund 220.00 Euro“, erklärte Mückes Bürgermeister Andreas Sommer. Die gleiche Summe komme dann nochmal auf die 18 Anlieger zu. „Einer der Anlieger ist aber auch die Gemeinde mit ihrem Sportplatz“, erklärte Sommer.

Auch wenn sich der Alltag durch die Corona-Krise stark verändert hat, verbunden mit Einschränkungen im privaten und beruflichen Bereich, sei es dem Kreis dennoch wichtig gewesen, diesem Spatenstich durchzuführen – quasi als kleines Zeichen von Normalität, dass man einfach an gewohnten Dingen festhalte und vor allem auch als Zeichen, dass der Vogelsbergkreis und Mücke trotz der Krise weiter investieren, Geld in die Hand nehmen.