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Ausschuss empfiehlt Leitbild zur MüllvermeidungPlastikmüll soll bei Alsfelder Veranstaltungen möglichst vermieden werden

ALSFELD (ls). Wie lässt sich Müll in der Stadt vermeiden? Das Thema ist auch in Alsfeld nicht neu, kommt jetzt aber durch einen Antrag der ALA neu auf die Tagesordnung. Der Umweltausschuss empfahl nun einen gemeinsamen Vorschlag, wonach bei Veranstaltungen Müll und vor allem Plastikmüll möglichst vermieden werden soll. Schon der diesjährige Pfingstmarkt soll Bürgermeister Stephan Paule zufolge größtenteils plastikfrei sein.

„Die Idee ist nachhaltig und gut – und deshalb ganz knapp: Das machen wir schon so“, sagte Paule vor den Ausschussmitgliedern am Dienstagabend, nachdem Fraktionschef Michael Riese den ALA-Antrag zur Müllvermeidung vorgestellt hatte. Darin geht es konkret um ein Konzept, welches eine schrittweise Reduzierung von Abfällen, besonders von Plastik, bei Alsfelder Events und Märkten wie dem Weihnachtsmarkt, dem Kräuter- und Märchentag, dem Pfingstmarkt und ähnlichem vorsieht.

Ganz neu sei das für die Stadt nicht, wie Paule erklärte. Erst im vergangenen Jahr demonstrierten über 100 Teilnehmer auf dem Marktplatz für mehr Klima- und Umweltschutz. Gesammelt wurden dabei Forderungen, die Anfang Dezember an Bürgermeister Paule übergeben wurden. Mit dabei auch der Impuls gegen Plastikgeschirr.

Als Beispiel wurde dabei der plastikfreie Weihnachtsmarkt in Fulda genannt. Schon damals erklärte Paule, dass es beispielsweise für den Weihnachtsmarkt Teil der Zulassungsbedingung sei, dass Standbetreiber Heißgetränke in Glastassen ausschenken. Dennoch, so sagte es der Rathauschef im Dezember, müsse man aufpassen, dass die Auflagen nicht zu strikt würden und man die Standbetreiber nicht abschrecke.

„Wir brauchen kein Konzept, das besagt, wie es gemacht wird. Wir brauchen eine Vereinbarung und dann muss man es einfach machen“, sagte Paule. Das sei schon bei vergangenen Festen so gemacht worden und so wolle man es auch künftig machen. „Erst vor Kurzem saßen wir in der Vorbesprechung zum Pfingstmarkt. So viel kann man verraten: Auch die Standbetreiber auf dem Pfingstmarkt werden weitestgehend auf Plastik verzichten“, erklärte der Rathauschef.

Dazu soll es nun eine Leitlinie geben, die besagt, dass man künftig, „wo immer möglich und umsetzbar (…) das Anfallen von Müll – insbesondere Plastikmüll – reduziert und vermieden“ werden soll. Ein konkretes Verbot wie auf dem Kassler oder dem Frankfurter Weihnachtsmarkt oder aber eine Steuer auf Einwegverpackungen wie in Tübingen seit Ende Januar soll es in Alsfeld Stand jetzt also nicht geben.

„Wir wollen Sorge dafür tragen, dass Plastikmüll auf städtischen Veranstaltungen weitestgehend vermieden wird“, gab sich Paule hoffnungsvoll. Einstimmig haben die Ausschussmitglieder den abgeänderten Antrag empfohlen. Am Donnerstag wird das Stadtparlament darüber abstimmen.

2 Gedanken zu “Plastikmüll soll bei Alsfelder Veranstaltungen möglichst vermieden werden

  1. Löblich, aber der Pfingstmarkt ist ja nochn Ticken hin.
    Vielleicht kann man erstmal anfangen und den Leuten erklären, dass Plastikmüll nicht in die Biotonne oder Papiertonne gehört!
    Dass die Müllabfuhr sowas dann auch noch tatsächlich mitnimmt und nicht stehen lässt ist aber erst recht der Brüller!!! und diese Tonnen quillen gut sichtbar mit Plastik über!
    Auch ist es interessant, dass es nun öfter vorkommt, dass Leute Ihren Müll einfach vors Haus legen, scheinbar in der Hoffnung, dass das schon wer wegräumt. Liegt halt einfach mal ne Woche rum und verengt den Bürgersteig. Ich rede hier nicht vom angemeldeten Sperrmüll!
    Von der Angewohnheit einiger Bewohner ihren überzähligen Müll dann noch in die Nachbartonnen zu drücken wollen wir gar nicht erst anfangen – und ja auch hier wird nicht drauf geachtet was wo hineingehört!
    Witzigerweise wird dann diese -ACHTUNG!- eigene fremdgefüllte Tonne dann von der Müllabfuhr ggf stehen gelassen!😳

    Ich dachte eigentlich für sowas ist das Ordnungsamt zuständig…

    Mfg

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