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Weniger Strumpf, dafür mehr Schirm beim Lauterbacher SockenfestHans Schmidt ist neuer Ehrenstrolch

LAUTERBACH (tsz). Nach dem Erfolg des Lauterfestes vor fast genau einem Monat stand an diesem Wochenende in Lauterbach schon die nächste Feierlichkeit an: Das Sockenfest. Und das war erneut ein Besuchermagnet für die Kreisstadt.

Dabei starteten die Feierlichkeiten bereits am Samstag mit der offiziellen Eröffnung am Berliner Platz neben dem Löwendenkmal. Dort wurde extra anlässlich des Sockenfestes wieder die Sparkassen-Bühne aufgebaut, die als Dreh- und Angelpunkt für das Fest diente. Nach der Eröffnung gab es dort am Samstagabend musikalisch bereits einiges zu bieten: Sowohl One World Band, als auch veitzTanz sorgten für ausgelassene Stimmung am Nachmittag. Abends rockten Cool Down mit Covern und Classics ordentlich auf der Bühne und verwandelten den Berliner Platz zur Feiermeile.

Gut gefüllte Innenstadt am Sonntag

Am Sonntag war dann die Innenstadt mit allerlei Ständen und Aktivitäten im Dauerbetrieb. Für Freunde der vierrädrigen Historie gab es schon ab dem frühen Morgen mit der traditionellen Oldtimer-Ausstellung entlang der Kanalstraße die erste Attraktion. Wen die automobilen Prachtstücke weniger interessieren, für den standen auch die Türen der verschiedenen Einzelhändler in der Innenstadt beim verkaufsoffenen Sonntag offen. 

Auf der Bühne am Berliner Platz kam es dann wieder zu einer alljährlichen Besonderheit: Der Ernennung des diesjährigen Lauterbacher Ehrenstrolches. Der mittlerweile 30. Strolch wurde an diesem Nachmittag mit musikalischer Umrahmung der Fuldatal-Musikanten Kämmerzell verkündet. Nach einigen Ansprachen des Bürgermeisters Rainer-Hans Vollmöller, der Bierkönigin Ann-Kathrin Glitsch und des Sprechers des Stadtmarketing Lauterbach, Martin Hank, wurde dann das Geheimnis allmählich gelüftet.

Gernot Schobert bei der Laudatio. Fotos: tsz

„Er ist ein Global-Player würden die sagen, die lieber Englisch als Deutsch reden“, erzählt Gernot „Schobi“ Schobert über den diesjährigen Strolch. Aus dem Jahr 1957 stamme er und habe nur zehn Minuten nach seinem Bruder das Licht der Welt erblickt. „Er ist auf den Schaubühnen dieser Welt ebenso firm wie daheim in seinem Betrieb, den er im Laufe der Jahre ausgebaut hat. Aus dem ein attraktives Unternehmen geworden ist, das viele Menschen gerne aufsuchen“, offenbarte Schobert immer weitere Hinweise.


Der neue Ehrenstrolch aus Maar

Bei seinem Wohnort in Maar und seiner Tätigkeit als Metzger, Koch und Fleischsommelier war es dann auch den letzten Lauterbachern klar: Beim diesjährigen Ehrenstrolch handelte es sich um niemand anderen als Hans Schmidt, Inhaber des Jägerhofes in Maar. Der kam direkt zum Ende der Laudatio hinter dem Lauterbacher Strumpf hervor und nahm die Strolcheninsignien, eine Schärpe und eine Ansteckstrumpf, entgegen.

Anschließend wurden auch noch die Gewinner des Ratespiels gezogen. Diese mussten beantworten, unter welchem Motto das diesjährige Stadtfest steht. Die ersten drei Gezogenen, die die richtige Antwort „Über 12 Steine“ erraten hatten, waren Fabian Herget, Christa Greb und Wilfried Lippert. Als glückliche Gewinner der drei Lauterbach-Gutscheine vom Stadtmarketing konnten sich Nico Fölsing, Andreas Wahl und Katja Helm freuen.

Einige der Gewinner des Gewinnspiels am Sockenfest zusammen mit dem neuen Ehrenstrolch Hans Schmidt und dem Sprecher des Stadtmarketing Lauterbach Martin Hank.

Neben den offiziellen Feierlichkeiten am Berliner Platz bot der Garten des Hohhausmuseums eine Zuflucht für Weinliebhaber. Mit Jazzmusik von Bernhard Laudas Sax 4 Hits konnten dort verschiedene Flammkuchen genossen werden, sowie der ein oder andere edle Tropfen der Traube. Nach der Einweihung der Gedenktafel für die Ehrenbürger ging es ebenso „saxophonös“ weiter mit der Band Sax Affair, bevor der Sonntag mit Musik vom Gitarrenduo Two Chairs ausgeklungen werden lassen konnte.

Schreien für den Klimaschutz

Auch am Marktplatz fand wieder die Aktion „Lauterbach kann“ vom Stadtjugendparlament statt. Mit einer Spielecke boten sie vor allem für die Kleinsten ein buntes Angebot. Ein ernsteres Thema setzten sich die Jugendparlamentarier selbst auf die Liste: Mit der Aktion „Klimakiller“, einem akustisch lauten Pop-Up-Planspiel an verschiedenen Punkten der Innenstadt machten sie auf den Umweltschutz und den Klimawandel aufmerksam.

Für Historienliebhaber hatte auch das Hohhaus-Museum wie bereits im letzten Jahr den „Tag den offenen Denkmals“. Aussichtsfanatiker durften wieder auf die Spitze des Lauterbacher Kirchturmes steigen und die Aussicht über die gesamte Stadt genießen. Mit einer Orgelvesper um 17 Uhr in der evangelischen Kirch fand auch das Rahmenprogramm um das diesjährige Sockenfest ein Ende.



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