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Sinkende Grundwasserpegel: Schutzgemeinschaft Gleental fordert Umplanungen beim Bau der A49Ausbau der A49 als Risiko für das Gleental

LEHRBACH (ol). Aufgrund der langanhaltenden Trockenheit in diesem und im letzten Sommer sind die Grundwasserpegel in Hessen dramatisch gesunken. Der Ausbau der A49 sei damit ein Risiko für das Trinkwasserschutzgebiet im Gleental. Die Schutzgemeinschaft fordert daher sofortige Umplanungen beim Ausbau der Trasse.

Nach Informationen des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLUNG) bewegten sich die Grundwasserstände insbesondere in Mittel- und Nordhessen überwiegend auf unterdurchschnittlichem Niveau. Weiter heißt es in der Pressemitteilung der Schutzgemeinschaft, bei den meisten Messstellen lagen die Werte im Jahresvergleich sogar deutlich unter dem Niveau vom Juli 2018. Eine schnelle Erholung der Grundwasserstände sei nach Angaben des Landesamtes vorerst nicht in Sicht.

Aus diesem Grund habe der Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke kürzlich zum Wassersparen aufgerufen. Der Landrat des Vogelsbergkreises, Manfred Görig, hat sogar ein Entnahmeverbot von Wasser aus Bächen, Flüssen und Seen verfügt. Sollte die Trockenheit weiter anhalten, könnte es zu Einschränkungen der Trinkwasserversorgung kommen, so die Befürchtung der Schutzgemeinschaft.

„Das ist eine große Gefahr für die Menschen in Hessen“

In diesem Zusammenhang weist sie auf eine weitere Gefahr hin: der geplante Ausbau der Autobahn A49 führe im Gleental (Bauabschnitt VKE40) durch ein Trinkwasserschutzgebiet mit einer Brunnenkette, die bis in den Großraum Frankfurt Trinkwasser liefere. „Angesichts der konstant sinkenden Grundwasserpegel in den letzten beiden Jahren stellt der Ausbau der A49 ein unberechenbares Risiko für die Trinkwasserversorgung dar“, sagte Christoph Schulze-Gockel von der Schutzgemeinschaft Gleetal.

Man befürchte, dass die Bauarbeiten das Grundwasser stark verschmutzen werden. „Das ist eine große Gefahr für die Menschen in Hessen“, erklärte Schulze-Gockel. Zudem verstoße der Autobahnausbau auch gegen die Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union (WRRL), die einen europaweiten Gemeinschaftsrahmen für den Schutz und die Bewirtschaftung des Wassers festlegt. Oberflächengewässer und Grundwasser sollen demnach geschützt und eine Verschlechterung unbedingt verhindert werden. 


„Wir fordern daher die sofortige Umplanung der geplanten Trasse VKE40 durch Herrenwald, Gleental und Dannenröder Forst“, sagte Schulze-Gockel weiter. Der Planfeststellungsbeschluss für den Weiterbau der A 49 sei aufgrund des Verstoßes gegen die WRRL zu widerrufen. Die trinkwasserschützende Funktion des Gebiets müsse für die Allgemeinheit unbedingt erhalten werden. Gegen den geplanten Ausbau der A49 organisiert die Schutzgemeinschaft am 23. August um 14 Uhr eine Demonstration in Lehrbach, zu der alle Interessierten eingeladen sind. 


9 Gedanken zu “Ausbau der A49 als Risiko für das Gleental

  1. Die Autobahn kommt egal wie die Labertaschen hier labern. Und wir brauchen sie und egal wo sie lang geht . Wenn ihr Labertaschen so dagegen seid fahrt doch mit Pferdekutschen. Selbst Erich h hat gesagt vorwärts immer rückwärts nimmer ..

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  2. Wenn der Antwortschreiber „Labertasche“ von der Schutzgemeinschaft Gleental ist,dann mein Gott. Super Antwort.
    Antwortschreiber „Würde ja genauso argumentieren.“ Im Prinzip meine ich das was ich geschrieben habe. Kurz ausgedrückt. Geht es hier um Eigeninteresse? -Das Hemd ist mir näher als die Hose-. Oder man könnte auch sagen was interessiert uns die Menschen an der A5 oder die Windräder zwischen Alsfeld und Lauterbach.Würde ich im Gleental wohnen würde ich genauso argumentieren.Jetzt verstanden? Die Schutzgemeinschaft wird bestimmt nicht meinetwegen die Haltung ändern.Ich aber auch nicht.Meine Meinung nach brauchen wir die A49 so schnell wie möglich mit Anschluss an die A5.

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    1. Nein, tut mir leid, ich verstehe Sie immer noch nicht. Nicht mal, dass das Hemd Ihnen näher ist als die Hose, vermag einzuleuchten. Es heißt „näher als der Rock“, weil man den Rock (= Sakko o.ä.) gewöhnlich über dem Hemd trägt. Offensichtlich versprechen Sie sich von der A 49 mit Anschluss an die A 5 irgendeine Form von Unterstützung für Ihre Gesundheit, weshalb WIR ALLE diese Straßenbaumaßnahme so schnell wie möglich brauchen. Die Bewohner des Gleentals, die von diesem Straßenprojekt betroffen sind, haben offenbar kein schutzwürdiges Interesse. Denn es geht ja um Ihre Gesundheit, zu deren Schutz Sie die Allgemeinheit aufrufen. Komische Auffassung.

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      1. Genauso wenig wie der mit den Gesundheitsproblemen über alle anderen sprechen kann, können Sie, liebe Labertasche, über alle Gleentaler sprechen.

        Ich freue mich sehr auf die Fertigstellung der A49. Meine Immobilie steigt dramatisch im Wert und ich bin schneller an meiner Arbeit in Frankfurt. Außerdem werden B62 und B49 massiv von Verkehr entlastet, der hier direkt durch viele Ortschaften führt.

        Was will denn diese Schutzgemeinschaft? Sind doch nur Rentner und Leute, die eh nicht raus müssen.

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  3. Die A49 unvollendet in der Gegend rumstehen zu lassen kann keine Lösung sein! Derzeit wird eifrig im Bereichen Neuental gebaut. Es sind dort gewaltige Erdarbeiten zu sehen. Eine weitere Verbindung von Kassel nach Frankfurt ist gut und richtig. Wie man jeden Tag sieht, ist die bisherige Verbindung A5/A7 hoffnungslos überlastet. Der Schutz von Natur ist wichtig. Solange sich aber im Gütertransport keine Wende abzeichnet, wird die A49 gebraucht. Es sind ja nicht private PKW, die alles verstopfen, sondern eben LKW.

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  4. 1.Warum wird die A49 nicht von Stadtallendorf aus über die B454,B63 und über die B3 also Marburg gebaut oder über den Ebsdorfergrund nach Gießen wie es früher ja schon mal vorgesehen war, da müßte auch nicht soviel in die Natur eingegriffen werden wie bei den anderen Varianten.

    Viele Pkw und Lkw fahren sowieso schon, um die A5 zu entlasten von Gießen nach Kassel über Marburg,auch,wegen der Kassler Berge,die man da nicht hat und man wäre auch nicht im Stau von Reiskirchen nach Homberg-Ohm,und dann über die A49 nach Kassel, gibt kein Sinn.
    Es müssten auch kein großen Talbrücken und Tunnel gebaut werden, das spart auch noch Steuergelder, oder haben wir zuviel davon?

    4. Da wäre auch noch der Umweltschutz – CO2-Emissionen -, der ja von unseren Politikern so angestrebt wird. Hier wird genau das Gegenteil bewirkt.
    Wasserschutzgebiete,(Naturschutzgebiet) und Wälder werden zertört, das kann es einfach nicht sein.Der kleine Bürger, der soll eine Co2 Steuer zahlen,dann werden solche Projekte geplant, die nur der Umwelt schaden. Ein reiner Schildbürgerstreich!!!

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  5. Geht es hier um Eigeninteresse? Meine Meinung ist, wir brauchen die A49 so schnell wie möglich und den Anschluss an die A5 um die vielen Anwohner und Anliegergemeinden zu entlasten. Wir ersticken im LKW Verkehr der sich über die A5 nach Kassel quält und alle Gemeinden verstopft wenn nur der kleinste Stau entsteht. Und außerdem fällt mir auf dass sich keiner von „dehnen“ aufgeregt hat über die Nachricht bezüglich des Windmühlenbau zwischen Alsfeld und Lauterbach, wobei Wald abgeholzt Grundwasser gefährdet wird Tiere vertrieben werden. Hauptsache meine Trinkwasserversorgung oder meine Ruhe bleibt erhalten.Ich kann es nicht mehr hören und lesen. Der VB hat wahrhaftig genug Windräder und die Anlieger der A5 sind dankbar für jede zukünftige Entlastung.Also liebe Schutzgemeinschaft Gleental denkt nicht nur an euer Ruhe und den schönen Ausblick. Alles andere ist meiner Meinung doch nur vorgeschoben. Würde ja genauso argumentieren.

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    1. Äh, ja Herr Schutzmeinergesundheit!? Vorname vermutlich WirbrauchendieA49. Wenn man an Stelle der anderen genauso argumentieren würde… Ist der Standpunkt der Schutzgemeinschaft Gleental dann nicht doch irgendwie berechtigt und nachvollziehbar? Ich verstehe Ihren Kommentar nicht. Warum soll die Schutzgemeinschaft denn jetzt IHRE Haltung zu dem geplanten Ausbau der A49 einnehmen?

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    2. Kommentieren ist Silber. Schweigen ist Gold. Standpunktlos herum Labern ist… Keine Ahnung. Kacke?

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