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Stadtparlament entscheidet: Alsfeld bekommt ein StadtjugendparlamentKindern und Jugendlichen eine Stimme geben

ALSFELD (ls). Es war ein wichtiger Tagespunkt auf der Sitzungsliste des Stadtparlaments am Donnerstagabend – und einer, der den Mandatsträgern sichtlich am Herzen lag: Die Kinder und Jugendlichen der Stadt sollen eine Stimme bekommen und die soll auch gehört werden. Deshalb soll es ein Stadtjugendparlament in Alsfeld geben, da war man sich in allen Parteien einig.

Bereits 2016 wurde es schon einmal diskutiert und angestoßen – jetzt ist es so weit: Alsfeld soll ein Stadtjugendparlament bekommen. Auf den entsprechenden Beschluss zum Erlass der Satzung einigte man sich nämlich einstimmig, ohne Gegenstimme und ohne Enthaltung. „Das Stadtjugendparlament verfolgt zwei Ziele: Einmal, dass eine Vertretung der Kinder und Jugendlichen der Stadt gestellt wird und dann, dass die ihre Anliegen und Änderungswünsche unmittelbar einbringen können“, erklärte Bürgermeister Stephan Paule gleich am Anfang. Viel wichtiger sei ihm allerdings, dass die Jugendlichen an die Parlamentsarbeit herangeführt werden und mit einem Blick in die Welt Demokratie lernen.

Die ersten Schritte sind dabei schon gemacht, wie der Rathauschef erklärte. Die Satzung sei aufgestellt, alles sei in die Wege geleitet und auch bei den Schülervertretungen der Alsfelder Schulen sei das Thema Stadtjugendparlament bereits publik. „Endlich ist es so weit. Und da kann ich nur eins sagen: Danke“, erklärte auch der CDU-Vorsitzende Alexander Heinz. Im Mai diesen Jahres sollen die Wahlen stattfinden – passend zu denen des Kreisjugendparlaments, wie Paule erklärte. Aus maximal 19 Jugendlichen im Alter von mindestens 12 und höchstens 17 Jahren kann das Parlament bestehen. Wahlberechtigt sei man im gleichen Alter. „Die Jugendlichen sollen eine Vertretung für die ganze Stadt sein – also auch aus allen Ortsteilen. Das soll auch die Themen betreffen, sie sollen sich nicht nur auf Alsfeld beziehen, sondern auch auf die Ortsteile“, ergänzte Paule. Mindestens zwei Mal im Jahr soll das Stadtjugendparlament tagen.

Besonders wichtig war den Parlamentariern dabei das Rederecht des Jugendparlaments in den Ausschüssen und den Stadtverordnetenversammlungen. „Den Jugendlichen eine Stimme geben, das ist ein schlagkräftiges Instrument“, sagte Heinz. Für sie sei es eine Möglichkeit ihre Interessen zu vertreten und werden in der Stadtpolitik ernst genommen. Gleichzeitig gab Heinz das Versprechen ab, dass man sich mit den Belangen beschäftigen wolle. Mit Fördermitteln aus dem Programm „Demokratie leben“, werde das Alsfelder Stadtjugendparlament unterstützt.

Einstimmig wurde der Beschluss für das Alsfelder Stadtjugendparlament als Bindeglied zwischen Kindern, Jugendlichen und Politik angenommen. Jetzt geht es darum die Jugendlichen für das Stadtjugendparlament zu begeistern. Bewerben könne man sich schon jetzt.