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Elfter Käsemarkt am Alsfelder Marktplatz: Spezialitäten, dazu ein wenig WeihnachtenEin Erfolg, gerade wegen des chaotischen Wetters

ALSFELD (jal). Sonne, Regen, Sonne, Schnee, wieder Sonne – und dann das Ganze noch mal in umgekehrter Reihenfolge. Der Wettergott zeigte sich am Sonntag eindeutig von seiner, nennen wir es mal entscheidungsschwachen Seite, um es nett zu formulieren. Den Verantwortlichen des Alsfelder Käsemarkts gefiel sein Treiben allerdings. Es passte perfekt in ihr Konzept.

Warum eigentlich nicht? Als das Wetter abermals verrückt spielte und es von jetzt auf gleich an diesem Tag gegen Ende des Aprils zu schneien begann, verstanden das die Musiker auf der Bühne als Zeichen von ganz oben – und stimmten kurzer Hand Jingle Bells an. Wer gerne in verdutzte Gesichter vorbeihuschender Passanten blickt, hat diesen Moment hoffentlich genüsslich ausgekostet.

Video vom Alsfelder Käsemarkt

Die Veranstalter des Käsemarktes hatten gegen die Kapriolen des Aprilwetters nichts einzuwenden. Im Gegenteil: „Der Sonntag war verkaufsoffen. Das gemischte Wetter ist ideal. Es passt ins Konzept, denn so gehen die Leute auch in die Geschäfte“, sagt Hartmut Koch vom Verkehrsverein, der den Käsemarkt organisiert.

Nicht nur alles Käse: Diesen Sonntag hatten die Geschäfte der Alsfelder Innenstadt geöffnet.

Nicht nur alles Käse: Diesen Sonntag hatten die Geschäfte der Alsfelder Innenstadt geöffnet.

Gut 1000 Menschen, so schätzt Koch, kamen zur elften Auflage der Veranstaltung nach Alsfeld, die seines Wissens nach die kälteste von allen war: „Bei allen anderen Märkten hatten wir stets über 15 Grad.“


Etwas mehr als zehn Stände säumten den Alsfelder Marktplatz. Bei einigen gab es Spezialitäten mit Namen wie „Hamburger Pfeffersack“, “ Brillat Savarin“ oder „Altefelder Mittelalt“ zu kaufen. Und das taten die Leute auch. Wer ein bisschen länger über den Markt schlenderte, der konnte beobachten, wie die Auslagen der Buden sich immer weiter lichteten.

Käse auf der Pizza und als Suppe

Das Thema Käse wurde dabei offen interpretiert. Heißt: Es gab das Milcherzeugnis nicht nur am Stück, herzhaft oder mild, sondern auch als Belag am Pizzastand oder als Zutat in der Käse-Lauch-Suppe. Und weil zu einem guten Käse auch ein guter Wein gehört, konnte man den ebenfalls auf dem Marktplatz finden.

Auf einer kleinen Bühne vor dem Rathaus sorgte die Band „Chris & me“ zusammen mit dem Musiker Stefan Jehn und Hartmut Koch als Unterstützer an der Cajon für Unterhaltung. Gleich daneben, am Stand der Werbegemeinschaft „Erlebnis Alsfeld“ gab es mit ein wenig Glück einen Alsfelder Einkaufsgutschein zu gewinnen. Darüber hinaus konnten die kleinen Besucher beim Käsefädeln Speckmäuse und das neue „Erlebnis Alsfeld Kindermalbuch“ gewinnen, das aber nächster Woche erhältlich sein wird.

Sorgten für die Musik: die Band "Chris & me" zusammen mit dem Musiker Stefan Jehn

Sorgten für die Musik: die Band „Chris & me“ zusammen mit dem Musiker Stefan Jehn (rechts) und Hartmut Koch an der Cajon.

 

Dem Verkehrsverein gehe es um Authentizität, sagt Hartmut Koch. Deswegen hat er keine Händler, sondern lediglich Produzenten eingeladen, ihre eigenen Käseprodukte zu verkaufen. „Ich würde hier nie ein Oktoberfest machen“, sagt er und weist mit einer Geste über den Platz vor dem Rathaus, „das passt nicht nach Alsfeld.“ Vielmehr versuche der Verein, Events wie den Käse- oder auch den Schokoladenmarkt als eigene, feste Marken zu etablieren.


Deswegen steht jetzt schon fest: Auch 2017 soll es wieder einen Käsemarkt in der Alsfelder Innenstadt geben. Anfragen von Käseproduzenten aus Bayern, die sich für einen Stand interessieren, liegen bereits vor.

Der Käsemarkt 2016: Klicken Sie sich durch die Fotogalerie!

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