Kooperation mit dem Biologikum Mittelhessen vertieft Förderung für SchulenBürgerstiftung Homberg (Ohm) stärkt naturwissenschaftliche Bildung
HOMBERG OHM (ol). Die Bürgerstiftung Homberg (Ohm) baut ihr Bildungsengagement mit einer neuen Kooperation mit dem Biologikum Mittelhessen aus. Schülerinnen und Schüler sollen durch praxisnahe Experimente, Exkursionen und Forschungsprojekte Natur und Umwelt unmittelbar erleben. Mit diesem Angebot wird die bestehende Zusammenarbeit mit Schulen erweitert und nachhaltig gefestigt.
Die Bürgerstiftung Homberg (Ohm) – BSH – erweitert ihr Engagement im Bildungsbereich für Kinder und Jugendliche: Nach den bereits seit Jahren währenden Förderungen von Projekten Homberger Schulen und der Bereitstellung von Stipendien an junge, talentierte Hombergerinnen und Homberger ist nun die Kooperation mit dem am renommierten Forschungszentrum Neu-Ulrichstein (FNU) angegliederten Biologikum Mittelhessen unter Dach und Fach, das berichten die Bürgerstiftung und das Biologikum in einer gemeinsamen Pressemitteilung.
Im Rahmen einer Veranstaltung aller drei Stiftungsgremien – Vorstand, Kuratorium und Stifterversammlung – überreichten die Stiftungsvorstände Petra Gemmer, Christoph Paulus und Dieter Bock auf dem Gelände der Forschungseinrichtung den Förderbetrag für das Jahr 2025 an Direktorin Dr. Ann Kathrin Lörracher und Prof. Dr. Klaus Peter Ebke, Vorsitzender des Beirats des Biologikums und gleichzeitig Wissenschaftlicher Direktor des FNU.
Lörracher dankte den Stiftungsverantwortlichen mit herzlichen Worten und betonte, dass mit dieser Zuwendung die seit Jahren mit der Homberger Ohmtalschule bestehende Zusammenarbeit ausgebaut und verstetigt werden soll. Auch für die Pestalozzi-Schule soll nun ein passgenaues Angebot geschaffen werden.
Was genau ist das Ziel dieser Kooperation?
Das Biologikum Mittelhessen mit seinem wissenschaftlichen Direktor, dem aus Funk und Fernsehen bekannten Prof. Dr. Harald Lesch, versteht sich als Mitmach-Forschungsstätte. Unter dem Motto „Wissenschaft, die Wissen schafft – weil Natur und Umwelt uns alle etwas angehen“ werden die Schülerinnen und Schüler auf eine naturwissenschaftliche Entdeckungsreise geschickt. Mit Neugier, Experimenten und Forschungsprojekten – indoor und outdoor – werden Natur und Umwelt in ihrer Komplexität und Dynamik erfahrbar. Dabei werden die Schülerinnen und Schüler von Studierenden und erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern begleitet.
Seit über zehn Jahren stellt die Exkursion der sechsten Klassen an den außerschulischen Lernort des FNUs einen festen Bestandteil des Biologieunterrichts der Ohmtalschule dar. Beim Erkunden der Vielfalt der Organismen in den Teichen wird Ökologie in der Praxis erlebbar und nachhaltig verstehbar. In der 8ten oder 9ten Klassenstufe bietet das Biologikum Mittelhessen den Schülerinnen und Schülern eine Einstiegsmöglichkeit in das praktische naturwissenschaftliche Arbeiten. Weitere angebotene Themen wie Mikrobiologie oder Umweltstress dienen neben dem Erwerb praktischer Fertigkeiten im Labor auch der Berufsorientierung. Das Angebot an Themen wird durch Lehramtsstudierende, die ihre Abschlussarbeit im Biologikum anfertigen, stetig erweitert.
Prof. Ebke ließ es sich nicht nehmen, die Stiftungsgremien über das Gelände des FNU zu führen und ausführliche Erläuterungen zu geben. Für die Gäste war das hochinteressant, wurde doch deutlich, dass in dem Outdoor-Labor des FNU keine Grenzen gesetzt sind. Die Vielfalt der Möglichkeiten wissenschaftlicher Arbeit hat sehr beeindruckt.
Nach der Führung und der folgenden Sitzung des Kuratoriums und der Stifterversammlung der BSH konnte beim gemütlichen Beisammensein der Ausflug in die Wissenschaft zu den brennenden Themen unserer Zeit reflektiert werden.
Die Stiftungsgremien nahmen die Gewissheit mit, dass die Fördergelder an diesem Leuchtturm der hessischen Bildungslandschaft bestens platziert sind.
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