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Leuseler Carneval Club sagt Fasching abKeine Kindheitshelden im Leuseler Faschingszelt

LEUSEL (akr). Die Helden der Kindheit müssen leider warten – schon wieder. Auch 2022 wird im Alsfelder Stadtteil Leusel kein Fasching gefeiert. Das hat der Leuseler Carneval Club schweren Herzens entschieden, wie LCC-Präsident Christian Korell im Gespräch mit Oberhessen-live erzählt.

In diesem Jahr wäre es eigentlich die 50. Kappensitzung gewesen, die in Leusel hätte gefeiert werden sollen, wenn es Corona nicht geben würde. Denn auch 2022 wird es in dem Alsfelder Stadtteil keinen Fasching geben. „Wir haben diese Entscheidung schweren Herzens getroffen“, erzählt Christian Korell, Präsident des Leueseler Carneval Clubs, kurz LCC. Keine restlos besetzten Stühle, keine ausgelassene Stimmung, keine witzigen Büttenreden, keine ausgefallenen Kostüme und keine eindrucksvollen Tänze – wieder müssen die Narren pandemiebedingt auf das Highlight in der fünften Jahreszeit verzichten.

Dabei war man im Sommer noch guter Dinge, hoffnungsvoll, nach einem Jahr Corona-Pause vielleicht wieder Fasching feiern zu können. Sowohl die Gardemädels als auch das Männerballett legten mit dem Training los und auch die Büttenreden wurden schon angefangen. „Wir haben auch extra 300 Tests gekauft, damit sich unsere Mitglieder vor dem Training testen können und damit das Vereinsleben einfach ein bisschen weiterläuft“, erzählt Korell.

Auf der 48. Kappensitzung im Februar 2020 ging es zauberhaft zu.

Doch dann kam die vierte Welle, die Zahlen stiegen weiter an, sodass sich der LCC entschied, den Trainingsbetrieb wieder einzustellen, ebenso wie das Büttenreden-Schreiben. „Wir haben uns zwar auch digital getroffen und ausgetauscht, aber Karneval schreibt man eben auch nicht in Web-Streams“, sagt der Präsident. Die ganze Zeit über hatte man Hoffnung, die Kindheitshelden endlich auf die Faschings-Bühne bringen zu können.

Sie müssen aber auch dieses Jahr weiter warten, so wie auch schon 2021, wo sie eigentlich das Faschingszelt hätten erobern sollen. Die Sicherheit stehe aber einfach an oberster Stelle und auch der Aufwand in Sachen Hygienevorschriften sei eben nicht zu unterschätzen. Je später der Abend, je mehr Alkohol getrunken wird, desto leichtsinniger werden Menschen, so Korell – „und dann hat man plötzlich eine Superspreader-Veranstaltung“, blickt er auf das Worst-Case-Szenario.

Korell kam auch schon der Gedanke, Fasching in den Sommer zu verlegen, als eine Art Open-Air-Veranstaltung. Im Sommer seien schließlich die Zahlen erfahrungsmäßig immer vergleichsweise niedriger. Aber es gebe eben auch viele im Verein, für die Fasching nicht in den Sommer gehört. „Aber das war ja auch erstmal nur ein Gedanke“, erzählt er.

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