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OL-KolumneWas sagt Ida … zum Weihnachtswunder?

REGON. Unsere Brauchtums-Kolumnistin Ida Lautenschläger wirft an Heiligabend einen weihnachtlichen Blick auf die Wunder, die diese Zeit mit sich bringt. Dabei erinnert sie auch an den historischen Waffenstillstand zur Weihnachtszeit im Ersten Weltkrieg.

„Du sollst in deinem Kind nicht das Wunderkind sehen, aber das Wunder: Kind.“

(Wolfgang Holger Pfleiderer)

 

Kinder sind nicht nur zur Weihnachtszeit ein Wunder. Gerne lassen wir Erwachsene uns von den strahlenden Kinderaugen anstecken und von den vermeintlich kleinen Dingen inspirieren. Auf eine besondere und besinnliche Art und Weise nehmen sie uns in ihre erlebnisreiche Welt mit. Wir Erwachsene, die den Jargon des sich Behauptens und Fortbestehens hervorragend beherrschen, übersehen das Gesetz des einfachen Seins. So zu sein, wie man ist. Kinder zeigen uns, wie wir gelassen, hemmungslos und stets nach neuen Abenteuern Ausschau haltend durch die Welt gehen können. Unsere Aufgabe besteht darin, den Zugang zu finden und sich auf diese Weltreise einzulassen. Kinder sind Geschenk und Aufgabe Gottes zugleich.

Mit dem historischem Auge betrachtet, wird der Waffenstillstand an Heiligabend 1914 als ein Weihnachtswunder betitelt. Er fand an einigen Teilen der Westfront des Ersten Weltkriegs statt, wo es vor allem zwischen Deutschen und Briten zu einer Verbrüderung kam. Soldaten, die eben noch aufeinander geschossen hatten, reichten sich die Hände, sangen gemeinsam und arrangierten ein Fußballspiel. Eine von der Befehlsebene nicht federführende Anweisung der Waffenruhe, die nahezu zu einer Freundschaft von Soldaten einander feindlich gesinnter Kriegsparteien führte – das konnte nur ein Wunder sein.

Die Filmindustrie hat sich mit einigen Projekten wie „Weihnachtswunder“ (2019) von Michael Karen, „Das Weihnachtswunder“ (2009) von Brian Brough oder „Das Weihnachtswunder“ (2012) von Terry Ingram an das Thema gewagt und stets eine Erfolgsbilanz abgeliefert. Es geht prinzipiell um den Fokus, den sonnigen Frühling und ein behagliches Gefühl in die Herzen der Mensch zu zaubern – zumindest, was die menschliche Wärme und Lebenslust angeht.

Was sagt Ida … zum Advent?

Die wahrhaftigen Spuren des Weihnachtswunders führen zur Geburt Jesu Christi. Eigentlich ist Weihnachten kein biblisches Fest, denn in der Bibel ist keine Passage zu finden, dass man ein solches Fest feiern soll. Dieses Fest haben sich die Menschen selber ausgedacht. Es wird allgemein gesagt, dass Weihnachten die Zeit ist, in der man sich daran erinnern soll, dass der Erlöser der Welt geboren wurde, welcher Jesus Christus ist – diese Idee hatten die Menschen von alleine. Ich persönlich heiße dieses Fest gut, auch wenn es nicht von Gott befohlen wurde. So hat man jedes Jahr eine Zeit, in der man sich an Jesus erinnert. Denn Jesus gerät leider immer mehr in Vergessenheit, obwohl eigentlich jeder Mensch über ihn Bescheid wissen sollte. Vielleicht wird es Menschen geben, die sich im kommenden Jahr auf die Suche nach Jesus machen. Die nicht nur an Weihnachten in die Kirche gehen, sondern sich die Frage stellen, wer ist dieser Jesus und was hat er gesagt und getan.

Ich persönlich finde es wichtig, an das Wunder der Weihnacht und allgemein an das Unvorhersehbare und Außergewöhnliche zu glauben. So erhalten wir uns ein Stück Hoffnung im Herzen, die uns keiner nehmen kann. In diesem Sinne wünsche ich allen OL-Leserinnen und Lesern ein friedliches und wunderschönes Weihnachtsfest. Bleiben Sie hoffnungsvoll, zuversichtlich und lassen Sie das Licht der Weihnacht auch gerne nach den Festtagen in Ihrem Herzen hell leuchten.

2 Gedanken zu “Was sagt Ida … zum Weihnachtswunder?

  1. Wenn Jesus Sehen und Höhren könnte was aus seiner Botschaft die Menschen gemacht haben,würde er alle zum Teufel Jagen .

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    1. Wenn Jesus sehen und hören könnte wie manche schreiben, würde er sie nochmal in die Schule schicken und bitten im Deutschunterricht aufzupassen.

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