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Der Vorstand der Bürgerinitiativer (BI) WEA Unterer Fuldagrund traf sich zur ersten SitzungGegen Windkraft auf dem Lochberg: Bürgerinitiative erarbeitet Resolution

SCHLITZ (ol). Kürzlich traf sich der Vorstand der Bürgerinitiative Windenergieanlagen (WEA) Unterer Fuldagrund zu seiner ersten Sitzung. Der Haupttagesordnungspunkt war die Ausarbeitung einer Resolution, die als Kopf einer Unterschriftenliste für die Herausnahme der Windvorrangfläche 5410 am Lochberg, nahe Rimbach und Queck, dienen soll.

In der Pressemitteilung der Bürgerinitiative heißt es, dieser Punkt war erstaunlich schnell abgearbeitet, da ein Vorstandsmitglied hier gute Vorarbeit geleistet hatte. Mit den Unterschriftenlisten, die an die politisch verantwortlichen Stellen nach Gießen und Wiesbaden übergeben werden sollen, soll laut Bürgerinitiative zum Ausdruck gebracht werden, dass ein Windpark reiche und man auf keinen Fall auf der anderen Seite der Fulda einen zusätzlichen haben will, um so eine Umzingelung von WEA, sowie eine weitere Verdichtung von WEA im Unteren Fuldagrund abzuwenden.

„Wenn man dann noch bedenkt, dass circa 250 Meter hohe WEA auf der Anhöhe des Lochberges von der Talseite aus gesehen auf die kurze Distanz nochmals viel höher stehen, dann hat man Dimensionen erreicht, die sich so wirklich niemand vorstellen kann. Bei diesen Abmaßen der WEA, gepaart mit der kurzen Distanz und der Bergrückenbebauung, wird man den Eindruck haben, dass man von den WEA erschlagen werden könnte, wenn sie umfallen würden, was eine erdrückende Situation mit sich brächte“, so Vorsitzender Kraft in seinen Ausführungen.

Bürgerinitiative gegen Windkraft auf dem Lochberg: „Klimaschutz ist kein Selbstzweck“

Gemäß Beschluss werden die Mitglieder auf einer einzuberufenden Mitgliederversammlung entscheiden, ob sie mit dem Text der Resolution einverstanden sind. Der Termin für die Versammlung wurde noch nicht festgelegt. Der Grund dafür ist, dass man sich um eine fachliche Beratung in Sachen Herausnahme der Fläche 5410 am Lochberg bemühe und den Beratungstermin gerne mit der Mitgliederversammlung koppeln möchte, damit alle Mitglieder die Möglichkeit haben, aus erster Hand informiert zu werden. Darüber hinaus werde es voraussichtlich am 2. Oktober einen Sternmarsch zum Lochberg geben, wo auch für das leibliche Wohl gesorgt sein wird. Es ist auch gut möglich, dass an diesem Termin alle genannten Aktivitäten zusammengelegt werden.

Ein weiterer Punkt war die Teilnahme an der Info-Veranstaltung der Grünwerke am 14. September, in Sachen WEA nahe Ober- und Unter-Wegfurth. Hier sprach sich der Vorstand für die Teilnahme aus, um auch hier deutlich zu machen, dass „wir keine zusätzlichen WEA im Schlitzerland haben wollen, da wir die Vorgabe der Landesregierung schon übererfüllt haben und die Bewohner der Ortschaften schon jetzt mit den negativen Auswirkungen der vorhandenen WEA zu kämpfen haben und sich ihre Lebensqualität verschlechtert hat.“

In Sachen Öffentlichkeitsarbeit hat der Vorstand beschlossen mehr regionale Medien mit einzubeziehen. Des Weiteren hat man sich auf einen prägnanten Namen der neu gegründeten Bürgerinitiative geeinigt. Zukünftig werde man unter dem Namen „BI WEA Unterer Fuldagrund“ Aktionen, Pressemitteilungen, und weiteres der Öffentlichkeit präsentieren.

10 Gedanken zu “Gegen Windkraft auf dem Lochberg: Bürgerinitiative erarbeitet Resolution

  1. @Palim
    Das UBA hat ein Diagramm herausgegeben, aus dem die Zusammensetzung und Entwicklung regenerativer Energien in den letzten 20 Jahren dargestellt ist. Siehe unten.

    Potential besteht, beispielsweise durch Ersetzten alter Turbinen. Ich finde Wasserenergienutzung auch besser vereinbar mit Mensch und Natur. Leider ist aber das Potential größtenteils bereits ausgeschöpft.

    Wasserkraft-deutschland.de

    https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/2875/bilder/5_abb_entw-stromerzeugung-ee_2019-03-15.png?sa=X&ved=2ahUKEwjz-s2UkYbzAhXMg_0HHT8SBiIQ_B16BAgDEAI

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    1. Leider ist die Reduzierung der Wasserkraft politisch getrieben, zumindest bei uns in Hessen.
      Diese saubere und seit jahrhunderten etablierte Energiequelle wurde von den finanzgetriebenen Regierung(Grüne) und deren schwarzen Erfüllungsgehilfen eingeschränkt mit dem Mindestwassererlass.

      https://www.wasserkraft-in-hessen.de/mindestwassererlass

      https://www.sonnenseite.com/de/umwelt/wasserkraft-muss-bleiben-stoppt-die-einseitige-umweltpolitik/

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  2. Reflexkommentar? Artikel nicht gelesen? Mit dem Thema nicht beschäftigt? Die Qucker und Rimbacher sind ncht gegen Windkraft, sie haben seit langen ein Windpark mit 15 WA in unmittelbarer nähe. Das Schlitzerland ist mit seinen ausweisungen der Windkraft Flächen weit über den Forderungen.
    Es geht um die Einkesselung mit Windrädern, es geht um das umgehen mit der Landbevölkerung und das übergehen dieser, wie eingangs betont mindest Forderung an Fläche füe Windkraft freiwillig überschritten.

    Wenn mann zum Beispiel von Frankfurt her richtung Norden fährt und links den Taunus sieht auf dem nicht auf einem Berg ein Windrad steht und durch die Wetterau ebenfalls nur vereinzelt welche wahrnimmt wird es ab nem Vogelsberg Schild schon eindeutiger.
    Noch Gruseliger wird es von Würzburg her richtung Kassel.

    P.S. von dem Windpark bei Schlitz kommt nicht ein Watt in Schlitz an. Der Strom geht über Eifa in den Fernknoten in Alsfeld (beim Krankenhaus)
    Im Schlitzerland werden noch Windräder, vermutlich dieses Jahr von den Grünwerken, den Stadwerken Düsseldorf errichtet und wird in das EAM Netz eingespeist, von denen wird also auch kein Watt nach Schlitz gehen, also ist der Satz mit dem Selbstkostenpreis etwas fraglich.
    P.P.SZu dem betreiben die Stadtwerke Schlitz 2 Wasserkraftwerke und es stehen 2 weitere Wasserkraftwerke im Schlitzer Stadtnetz, mit den Photovoltaikanlagen im Schlitzerland haben die Stadtwerke mehr als den Eigenbedarf.

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    1. @ Rainerfausu
      Ich sehe, entgegen Ihrer Vermutung, vieles ähnlich wie Sie. Windräder wirken nicht nur durch ihre Höhe störend. Die Tatsache, dass unser Auge seine Aufmerksamkeit automatisch auf sich bewegende Objekte lenkt, macht die Gewöhnung schwierig. Von daher ist auch der oft vorgebrachte Vergleich mit Hochspannungsmasten nicht richtig.

      Trotzdem muss man die mehr oder weniger störende Wahrnehmung jedem Einzelnen Bürger vorort! überlassen.

      Wenn weitere Windräder aufgestellt würden, dann wäre es doch in jedem Fall fair, eine entsprechende Entschädigung zu zahlen. Beteiligungsmodelle haben den Nachteil, dass schwächere Mitbürger sich gar nicht beteiligen können. Eine Anrechnung auf den Strompreis käme hingegen allen zugute.

      Wie sich der Strom physikalisch verteilt, spielt dabei, wie sie selbst schreiben, gar keine Rolle.

      Mir ging es nur darum, einen Vorschlag zu machen. Wie Sie als Betroffene die Bebauung mit Windrädern sehen und wie Sie damit umgehen, da können und haben sich außenstehende nicht einzumischen.

      1. @Tim, zu Ihrem Kommentar mit Ausrufezeichen „Trotzdem muss man die mehr oder weniger störende Wahrnehmung jedem Einzelnen Bürger vorort! überlassen.“

        Ja, genau dewegen giebt es die BI gegründet von den Leuten vor Ort! (bewusst mit Ausrufezeichen)
        Demnach vermute ich auch hier einen Reflexkommentar.

        Wie Sie vieleicht vermuten bin ich auch aus der Region und bekomme mit exakt 1km Abstand die nächsten Windräder vor mine Haustür gestellt. noch höher und vermutlich Lauter als die bereits vor meine Haus befindlichen Windpark.
        Bereits jetzt kann ich mich über mangel Rauschen und Geräuschen nicht beklagen bei Nord oder Ostwind Autobahn und ICE und bei Süd oder Westwind ein Rauschen und Flappen vom Windpark Berngerod, von dem die Hälfte in Ober- und Unter-Wegfuth steht und dem Windpark Breitenbach von dem nun 3 Windräder ebenfalls nach Unter-Wegfurth kommt.
        Da diese Fläche aber eine ausgewiesene Fläche des Schlitzerland ist kann und wird niemand wohl etwas gegen den Wahnsinn machen (können).

        Hier geht es um eine zusätzliche Belastung die über das vereinbarte, durch den Flächennutzungsplan rechtlich abgesicherte Situationheraus geht. Es geht hier nicht um ökologie oder die betroffenen Leute, es geht auch nicht um den regionalen Strombedarf, es geht um das Feigenblatt einiger Unternehmenund um Abschreibungen. Für den Windpark Berngerode war das Windhöfigkeits Gutachten vernichtend und wurde nur über eine Windmessung minimal über dem Schwellenwert „ausgehebelt“. Das hat den ursprünglichen Investor Mainova als Strom Verkäufer von dem Projekt ab zu springen. Der jetzige Betreiber ist eine Versicherungsgesellschaft für die es eben ein Abschreibungsobjekt ist. Die Stadtwerke Düsseldorf nutzen den Windpark Breitenbach als grünes Feigenblatt um kein Windpark vor der Haustür erstellen zu müssen und aber so sagen können dass sie so x kWh mögliche Windkraft installiert haben. dass diese meistens stehen weil oft kein oder manchmal viel Wind weht wird verschwiegen. Dies gilt wohl auch für den Windpark Bad Hersfeld am Wehneberg der von den den Stadtwerken Stuttgart hin gestellt wurde.

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    2. Der Selbstversorgungsgrad war bei der Stromerzeugung noch nie ein Thema. Sonst hätte das AkW Biblis deutlich kleiner ausfallen können. Man hat damals die Bevölkerung auch nicht um Erlaubnis gefragt. Wer dort Arbeit gefunden hat, hatte eine positive Einstellung zur Atomenergie. Wer Angst vor Verstrahlung hatte, dem wurde auch keine Entschädigung gezahlt. So ist man damals mit den Menschen umgegangen! Und auch die Schlitzer haben damals davon profitiert. 30% Atomstrom, aber das Ding ist weit genug weg.

      Mit Windkraft wird natürlich Geld verdient. Es ist schon erstaunlich, wenn man die Summen hört, die für die Verpachtung der Flächen gezahlt werden. Angeblich kann man von der Verpachtung von 1 oder 2 Flächen ohne weitere Einnahmen leben. Ob das stimmt, weiß ich aber nicht.
      Auf der anderen Seite ist Strom zum Selbstkostenpreis wahrscheinlich nicht machbar, weil ganz einfach zu viele Haushalte betroffen sind.
      Eine Entschädigung aber, die allen Betroffenen und nicht nur den Reichen zugute kommt, sollte aber in jedem Fall möglich sein.

    3. @ Rainerfausu

      Wir machen uns natürlich auch Gedanken, ob uns eines Tages Windräder vor die Tür gestellt werden. Ich könnte mich damit abfinden, wenn der Abstand genügend groß wäre. Ich finde deshalb die Bayerische Lösung gut, nach der man Windräder MIT und nicht GEGEN die Bevölkerung bauen will (10h). Da Sie nun genügend Erfahrungen gesammelt haben, wäre dieser Abstand ausreichend, im Allgemeinen und auch für Sie?

      Wenn sich das alles nun doch nicht verhindern ließe, dann finde ich, sollte der Unternehmer nicht auch noch an dem Strom verdienen, den er (rechnerisch) an diejenigen Verkauft, die er mit seinen Windrädern stört. Von daher mein Vorschlag mit dem Selbstkostenpreis.

  3. Zig Hektar Wald roden, der dem Klima mindestens genau so nützt wie diese Monster und zusätzlich den Artenschutz gewährleistet, vom Grundwasserschutz ganz zu schweigen. Selbst wenn wir die ganze Republik mit Windrädern zubetonieren, wird es nicht reichen den zukünftigen Stromverbrauch zu sichern. Wir verbreiten Panik und verunsichern unsere Kinder, darüber was überhaupt Lebenswert ist, echte, unverfälschte Natur oder Windparks für den Klimaschutz.
    Die Vogelsberger müssten schon längst den Strom viel günstiger bekommen bei der Menge, die hier produziert wird, oder? Komischerweise sind es aber nur sehr wenige, die davon profitieren.

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  4. Wenn es um den Kohleausstieg geht, geht es den meisten Deutschen nicht schnell genug. Auch ein Kreuz bei einer Umweltpartei machen, tut nicht weh.
    Leider lässt sich der Klimawandel nicht per Gesetz verbieten. Auch die Umbenennung in „Klimakommune“ wird das Klima nicht retten. Zur regenerativen Stromerzeugung steht uns leider nur Wind und Solar zur Verfügung. Wasserkraft ist schon lange ausgeschöpft.
    Deshalb müssen noch sehr, sehr viele Wind- und Solarparks gebaut werden.

    Als Naturschützer finde ich die allgemeine Verspargelung schrecklich. Wenn ich aber an die Folgen des Klimawandels für mich und die nachfolgenden Generationen denke, ist die „Verunstaltung“ der Landschaft bei weitem das geringere Übel. Dabei sollte man bedenken, dass auch lokale Katastrophen, wie die Flut vor einigen Wochen, letztlich uns alle treffen. Die 30Mrd. Fluthilfe zahlen wir alle gemeinsam.

    Trotzdem sollte jeder einen ausreichenden Abstand zu WEA einfordern können, um vor Lärm geschützt zu sein. Was die optische Wahrnehmung angeht, so ist dies eine individuelle Frage. Ich bin oft in der Gegend und werde mir selbst einen Eindruck verschaffen.

    Anstatt gleich „dagegen“ zu sein, sollten die Rimbacher und Quecker mal darüber nachdenken, ob sie mit Windrädern auf dem Lochberg einverstanden wären, wenn sie als Gegenleistung mit Strom zum Selbstkostenpreis versorgt werden würden.

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    1. Nur bla bla von Ihnen.

      Wasser hat viel mehr Kraft als Wind was bedeutet das Wasser mehr Leistung besitzt und wasseranlagen sind definitiv nicht ausgeschöpft daran kann man noch sehr sehr entwickeln im Gegensatz zu Wind

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