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Über Immobilienwert, Home-Office und veraltete KupferleitungenWarum Glasfaser für die Zukunft so wichtig ist

ALSFELD. Schnelles Internet ist mittlerweile für viele Menschen ein absolutes Muss. Doch in manchen Regionen sieht es in Sachen Glasfasernetz noch ziemlich mau aus – vor allem wenn es um das Glasfasernetz bis ins Haus geht. Doch was bedeutet das eigentlich und welche Vorteile bietet dieses Highspeed-Internet?

Noch bis zum 30. Juni haben die Alsfelder Bürger die Chance, sich schnelles Internet der TNG zu sichern. Die hat es sich nämlich zum Ziel gesetzt, Glasfaser bis ins Haus zu verlegen – und dieser Glasfaser-Hausanschluss ist kostenlos, sofern die nötige Ausbauquote von 40 Prozent erreicht wird. In Alsfeld liegt die Quote derzeit allerdings nicht mal bei 15 Prozent. „In den Gebieten, wo schon ein FTTC-Netz da ist, also Glasfaser bis zum Kabelverzweiger, die Bürger also schon ein gutes Netz haben, da ist die Vermarktung schwieriger“, weiß Kristof Schneider, Vertrieb TNG Stadtnetz GmbH.

Dieses gute Netz werde jedoch für die Zukunft nicht ausreichen. Schaut man sich die letzten Jahre an, dann hat sich der Breitbandbedarf pro Jahr um 30 bis 40 Prozent erhöht, erklärt Schneider. Hier in Alsfeld sei es derzeit so, dass es meistens ein FTTC-Netz (Fiber to the curb) gebe, sprich: Bis zum Verteilerkasten liegt Glasfaser vor. „Die letzte Meile, also die bis ins Haus, sind Kupferkabel. Diese Kupferkabel können nur bis zu 250 mbit/s leisten – irgendwann haben die Kupferkabel da auch ausgedient“, erklärt er.

Deutlich mehr Daten und deutlich unempfindlicher

Mehr Daten würden diese Kabel einfach nicht übertragen können. Bei Glasfaser, also FTTH (Fiber to the Home, also Glasfaser bis ins Haus) sieht das schon ganz anders aus. Das Potential der Übertragungsleistung ist noch nicht annähernd erreicht. Diese Netze können Daten bis zu einem Gigabit pro Sekunde und mehr übertragen. Aus diesem Grund gilt Glasfaser auch als besonders zukunftssicher. „Die Kupferleitungen sind in den meisten Fällen sehr alt und störanfällig“, schildert Schneider ein Problem. Die Glasfaser seien deutlich unempfindlicher.

Gerade jetzt in der Corona-Pandemie und mit dem damit verbundenen Home-Office samt Online-Konferenzen und auch Homeschooling hat sich gezeigt, wie wichtig eine schnelle Internetverbindung ist. Doch gerade in den ländlichen Regionen gibt es noch keine flächendeckenden schnellen Glasfaserkabel – da kann die Arbeit von zu Hause schon mal zur Geduldsprobe werden.

Ein Glasfaseranschluss ist aber nicht nur interessant für die Menschen, die das Internet nutzen, sondern auch für die, die ohne Internet zurechtkommen und eine Immobilie besitzen. Ein Glasfaseranschluss ist nicht nur ein entscheidender Standortfaktor, sondern steigert auch den Wert der eigenen Immobilie, weiß Immobilienmakler Mike Schneider. In Ortschaften, in den es eine geringere Bandbreite gebe, sei es schwieriger, eine Immobilie an den Mann zu bringen – vor allem, wenn bestimmte Zielgruppen dann ausfallen.

„Wenn jemand zum Beispiel aus der Stadt kommt und sich auf dem Dorf niederlassen will, dann ist das auch oft jemand, der aus dem Home-Office arbeitet und dafür braucht es schnelles Internet. Für manche war das dann einfach ein No-Go, weil er hier nicht hätte arbeiten können“, erklärt der Immobilienmakler. Der fehlende Breitbandausbau ist also auch beim Hauskauf ein Thema. Home-Office wird nämlich immer wichtiger. Der Beruf stehe zwar an erster Stelle, aber auch Kinder würden eine gewisse Bandbreite brauchen, sei es für Homeschooling oder auch für Online-Spiele, „die fordern manchmal mehr Internetbandbreite als die Arbeit“, erklärt Mike Schneider.

Glasfaser sei einfach die Technologie der Zukunft und nur wenn diese Leitungen auch wirklich bis ins Haus liegen, lässt sich schnell, störungsfrei und mit voller Kapazität im Internet surfen sowie Daten übertragen. Jetzt haben die Alsfelder durch die TNG Stadtnetz die Chance, sich für den steigenden Breitbandbedarf der Zukunft zu rüsten – die vorhanden Kupferleitungen werden in absehbarer Zeit jedenfalls nicht mehr ausreichen.