2 Gedanken zu “Erinnerungen an Martin Luther

  1. Toll, Herr Schäddel! Mit der Luthermütze auf den Spuren Luthers. Und danke, dass Sie mal wieder an den Gehorsam als christliche Grundtugend erinnert haben.

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  2. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Und ob diese fast überlebensgroße Playmobilfigur im Reformatoren-Kostüm eine gute Investition war, erscheint fraglich. Netter Versuch der Kirche, könnte man sagen, sich mit dieser Plastik-
    Variante des trojanischen Pferdes Eingang in die heutige Gesellschaft zu verschaffen. Wenn da nur nicht dieser klotzhohle Gesichtsausdruck der Figur wäre. Ja, so schauen die meisten Kirchenvertreter doch tatsächlich in die Welt: Mit erstaunt aufgerissenen Augen und einem entrückten Lächeln. Halleluja.
    Derweil nerven sowohl die Sprache der Lutherbibel als auch die Liedtexte im Gesangbuch. Das versteht niemand mehr bzw. würde er es so niemals mehr sagen.
    Da braucht es Andachten als Übersetzungshilfe. Gute Andachten. Aber warum sagt man nicht direkt, was gemeint ist, anstatt erst mal altertümelnd herum zu schwurbeln. Holger Schäddel vom Evangelischen Dekanat erinnert an das Wirken Luthers – ja, auch. Vorwiegend entsinnt er sich aber schöner Beispiele aus der eigenen Diakon*innenerfahrung, wobei ich tatsächlich sehr viel „Innen*Erfahrung“ kirchlicher Arbeit entdecke, aber wenig Relevanz für unsere aktuelle Situation. So war es wohl zu allen Zeiten. Wie die Gesellschaft und die Welt nun mal sind, hätte Gott uns Sündern viel zu vergeben. Aber wahrscheinlich hängt an der Himmelspforte ein Schild wie am Eingang des Gesundheitsamts in Pandemiezeiten: Heute wegen Überlastung geschlossen. Da muss man sich dann selber froh machen und etwas am Trostpflästerchen lutschen.

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