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A3, A5 und die A661 waren gesperrtUntersuchungshaft für elf Umweltaktivisten beantragt

REGION (ol). Mit der A3, A5 und die A661 wurden am Montag gleich drei Autobahnen wegen Umweltaktivisten gesperrt, weil mehrere Menschen sich von Brücken abgeseilt hatten, um gegen den Bau der A49 zu demonstrieren. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat daraufhin nun für elf Personen Untersuchungshaft beantragt.

Mehrere Ausbaugegner der A49 hatten sich an unterschiedlichen Autobahnbrücken im Rhein-Main-Gebiet abgeseilt, woraufhin die drei Autobahnen – die A3, A5 und die A661 – gesperrt werden mussten. Dabei wurden insgesamt zwölf Aktivisten in Polizeigewahrsam genommen, weitere 18 Autobahngegner, die die Abseilaktion an den drei Brücken unterstützten, wurden ebenfalls in Gewahrsam genommen.

Bereits gestern teilte die Polizei mit, dass sich 19 dieser Personen nach einer vorläufigen Bewertung der Staatsanwaltschaften Frankfurt und Wiesbaden, wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Nötigung verantworten müssten.

 

Gegen elf der Aktivisten wurde nun von der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main Untersuchungshaft beim Frankfurter Amtsgericht beantragt. Nun ist in der Mitteilung nur noch von dem Vorwurf der Nötigung die Rede. Einer Sprecherin der Staatsanwaltschaft zufolge könnte das damit zusammenhängen, dass die Aktivisten für den Vorwurf des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr vielleicht zu hoch über der Fahrbahn hingen. Der Vorwurf, so sagte sie, könne später wieder hinzukommen, wenn die Prüfung etwas anderes ergebe.

Um die Aktionen zu beenden, wurden speziell dafür ausgebildete Einsatzkräfte der Polizei teilweise unter anderem mittels Hubschrauber an die Einsatzorte gebracht, um die Aktivisten sicher von den Autobahnbrücken herunterzuholen. Es bestehe Fluchtgefahr, da die Beschuldigten ihren Namen nicht preisgeben und die Feststellung ihrer Identität „vereiteln“, wie die Polizei sagt. Was genau das bedeutet, konnte ein Sprecher zunächst nicht sagen. In vergleichbaren Fällen hatten sich Aktivisten die Fingerkuppen mit Sekundenkleber präpariert oder aufgeschlitzt, um die Abnahme von Fingerabdrücken zu verhindern. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte, wenn die Identität nicht festgestellt werden kann, können im Notfall Haftbefehle auch mit Fotos der verdächtigen Personen ausgestellt werden.

Unterstützer der Aktivisten teilten mit, dass die Festgenommenen gegen Mittag am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt werden sollen. Der Polizei zufolge gab es in den Staus bei den Abseilaktionen mehrere Auffahrunfälle, bei denen jedoch niemand verletzt worden sein soll.

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17 Gedanken zu “Untersuchungshaft für elf Umweltaktivisten beantragt

  1. @ Tim.
    Es wird seit 40 Jahren gegen die A49 gekämpft.
    Deswegen hat sie ja jetzt diesen absurden Verlauf und führt nicht nach Marburg.
    Und deshalb wird die B3 eben nicht entlastet und deren Anwohner von der Politik total verarscht.
    Und das mit dem Klimawandel und der Dürre in Hessen hast du auch immer noch nicht verstanden.
    Müssen erst alle Fichten und Buchen vertrocknet sein, bist du endlich mal aus deinem Wahn erwächst und kapierst, dass die A49 ein Schritt in die falsche Ruchtung ist?

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    1. @Tom:

      Wenn schon palavern, dann doch richtig, oder? Den Fichten geht es extrem schlecht, die Buchen schlagen sich bestens.

      Beides hat aber kaum etwas mit 31km Autobahn oder nicht in Mittelhessen zu tun.

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      1. geht’s wirklich bestens. Sie möchten jetzt drittstärkste Fraktion im Kreistag werden, wo die Fichten nur deshalb vertrocknen, weil der Wähler zu oft hinter dieselben geführt wurde. Und jetzt großes Palaver mit großdeutschem Frühstück im nächstgelegenen Friedwald. Was das mit dem obigen Artikel zu tun hat? Rein gar nichts, ist ja Palaver.

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      2. Na dann frag mal den Förster deines Vertrauens, der wird dir gern erklären, das gerade auch die Buchen absterben.
        Du beweist mal wieder, dass du keinerlei Durchblick hast.
        Kein Wunder, dass du diese Zusammenhänge nicht verstehst.

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    2. Dieser Waldweg wird kein leichter sein. Und dein Freund, der Baum – ob tot oder nicht – gehört fast immer jemand anderem. Dem Borkenkäfer z.B. oder dem Sägewerk. Nicht zu vergessen der (private) Waldbesitzer. Vielleicht sollten die Aktivisten lieber Totholz aus dem Wald tragen, statt sich selber tragen zu lassen. Und statt der Baumbesetzung empfehle ich eine Schlossbesetzung bei den Schenken zu Schweinsberg oder den Baronen Riedesel – vielleicht in Kostümen aus dem Bauernkrieg und mit angeschlossenem Mittelalter-Markt!? Wäre nicht schlecht gewesen.
      Tatsache ist, dass wir vor einem grundlegenden Wandel in der Forstwirtschaft stehen. Der Aufforstung verloren gegangener Waldflächen mit neuen Baumarten kommt eine große Bedeutung zu. Von daher sind auch die Ausgleichsmaßnahmen zur A49-Trasse gar nicht so sinnlos, wie das oft dargestellt wurde. Die Fichtenbestände werden bereits auf mittlere Sicht dem Klimawandel zum Opfer gefallen sein und müssen durch Baumarten ersetzt werden, die wesentlich weniger Wasser brauchen oder Dürreperioden zumindest besser überstehen.
      Inzwischen stehen auf der Webseite der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt bereits hervorragende Hilfen zur klimaangepassten Baumauswahl für jeden einzelnen Ort der Bundesrepublik zur Verfügung (siehe https://www.nw-fva.de/BaEm/). Vielleicht auf informativ für Baumbesetzer, damit sie sich wenigstens an die Bäume ketten, die den Klimawandel überstehen und nicht auch von allein umgefallen wären. Salonrevolutionäre können sich zu Hause auch an irgendein antikes Möbelstück ketten, sofern es nicht aus Spanplatten besteht.

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      1. Woody, wie forstet man auf, wenn es nicht regnet?
        Schon peinlich wie naiv du bist.
        Du hast nichts über den Klomawandel verstanden.
        Aber dann im Sommer bei 50 Grad im Stau auf der A49’stehen

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    3. Eijejei Tom. Bevor man was von sich gibt, erst mal Informationen checken. In dem Beitrag stimmt nichts, rein gar nichts. Pass auf.
      40 Jahre A49, seit 20 Jahren die 3 Trassen zur Auswahl.
      Geblieben ist die Herrenwaldtrasse, weil diese nur 2,7% Waldabholzung benötigt. Der Ausgleich von 750 ha ist zur Hälfte fertig.
      Bleibt die Entlastung der Region vom Verkehr und Abgasen.
      Das ist Sache, und deshalb ist die A49 so wichtig.

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      1. @Alsfelder?
        Von welcher Entlastung fabulierst du eigentlich?
        Die A49 wird massiv den Fernverkehr anziehen und es wird eine weit stärkere Belastung mit Lärm und Staub für die Region geben.
        Und die B3 wird immer noch dafür gebraucht, um mit dem LKW von Marburg auf die A49 zu kommen.
        Homberg wird 3 mal soviel Verkehr bekommen, als heute.
        Warum lügst du so schamlos. Die Bürger werden dann aufwachen, wenn die A49 da ist und sie werden so verlogene Leute wie dich dann am liebsten lynchen.
        Das sollte selbst verlogenen Spinnern wie dir klar sein.

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  2. Lächerlich >>>>U Haft<<<<<< für so eine Lappalie :))
    Wieder mal ein Beweis das Lobbyisten alles kontrollieren und die Gegner zermürben wollen.

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  3. „….könnte das damit zusammenhängen, dass die Aktivisten für den Vorwurf des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr vielleicht zu hoch über der Fahrbahn hingen.“ Ja geht’s noch??? Was ist das denn für eine „Haarspalterei“? Das ist doch sch…egal, ob die jetzt in 4,60mtr. oder in 4,55mtr. über der Fahrbahn hingen. Alleine durch ihr dortiges Hängen haben die m.E. nach die Verkehrsteilnehmer zumindest stark abgelenkt oder auch erschrocken. Wenn dann ein Fahrer überreagiert, dann kann das Schlimmste passieren. Wenn bei einem LKW mal die Plane in die Fahrbahn flattert oder ein Spanngurt, dann gibst ein Bußgeld wegen Verkehrsgefährdung, bei so einem „hängenden Ökoterrorist“ wird aber um cm gefeilscht. Wo bleibt denn da die Verhältnismäßigkeit?? Und wenn die nicht zu idendifizieren sind, dann sollen sie halt so lange in U-Haft bleiben, bis ihre Haut an den Fingern wieder nachgewachsen ist. Wenn es denen dann zu langweilig wird in ihren Zellen, können sie sich ja zum Zeitvertreib an die Gitterstäbe ihrer Zellen hängen. Aber aufpassen, höchstens 1cm über dem Fußboden.

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    1. Die Anwältin ist vom Anwaltsverein Frankfurt. Diese Aktivisten wissen um die Gefahr der die sich aussetzen mit dem Abseilen. Die Autofahrer nicht, wenn die/der runterfällt ist dann schuld für das Überfahren. Also stoppt die Polizei den Verkehr. Man stelle sich vor in dem Stau steckt der Notarzt, eine Hebamme, die Feuerwehr, der Geschätsmann zu Flughafen usw, oder das ist eine Ablenkung und andere Chaoten dringen zu den Abholzern durch. Diese Tagediebe werden noch von den Gerichten unterstützt. Heute ist eine Fahrraddemo, und wer muss die sichern? Die Polizei. Wenn ich mich zum 100sten Male wiederhole, Es geht um 2,7% Wald, der Ausgleichsaufforst umfasst 750ha und ist zur Hälfte fertig. Bei diesen uneinsichtigen Gegnern geht nicht um Protest und Klimaschutz, es geht einfach um Stunk, Stunk, Stunk. Klimaschutz ist auch saubere Luft, das war ein Grund für die A49, und die Entlastung der Dörfer vom Verkehr. Seit 20 Jahren ist die Trassenführung bekannt, alle Einwände wurden berücksichtigt. Was wollen die noch?

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    2. Ihr Beitrag und die Beiträge von @Tom finde ich völlig unangemessen.
      Ihre Sprache zeugt von Intoleranz und Menschenverachtung und lassen jede Art von Achtung und Respekt vermissen.

      Gibt es denn hier keine Forumregeln, die sich an demokratischen Werten orientieren?

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  4. Endlich wird von den Ex-Kollegen mal gegen diese Chaoten durch gegriffen. Ich hoffe, die Anklageschriften werden von den zuständigen Gerichten zugelassen und dementsprechend richtungsweisende Urteile erlassen. Vielleicht hilft das um diesen Schwachsinn zu unterbinden. So geht’s auf jeden Fall nicht weiter.

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    1. Die Aktionen sind schon heftig, ja. Aber erreicht man bei dieser Regierung was mit friedlichen Demonstrationen? Man wird belächelt und bekommt kein Gehör von diesen Berufspolitikern. Um Aufmerksamkeit zu bekommen, muss man wahrscheinlich zu solchen Mitteln greifen. Schade!

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      1. @Politatheist
        Ich hoffe, dass man bei keiner Regierung etwas mit diesen Aktionen erreicht.

        Ist denn etwas nur deshalb richtig, weil es schon ausreicht täglich etwas Spektakuläres zu unternehmen um eine kontinuierliche Berichterstattung zu erreichen?

        Ist denn etwas nur deshalb richtig, weil 2000 Menschen dafür demonstrieren?

        Ist es denn schlau, sich erst nach dem Abschluss von Planung und Genehmigung zu entrüsten?

        Warum mischen Sie sich nicht ein, wenn Projekte erst am Anfang stehen, mit Argumenten natürlich?

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      2. mag sein, kein Gehör zu bekommen, auf die Art, aber Die Greta hat einfach jeden Freitag geschwänzt, keinen Familienvater -wie mich!!!!!!!- auf dem Weg zur Arbeit gurch abseilen gefährdet…. Sie wurde dann hofiert, von der Politik… nur zur Erinnerung die RAF begann auch mit friedlichem Protest, wie das endete ist bekannt Stichwort „heisser Herbst…“ ich war noch rel. Jung, habe aber die Bilder noch im Kopf. So’n schei… brauch ich dann nicht. Das Demonstrationsrecht ist ein hohes gut, aber so Aktionen gehen m. E. In die falsche Richtung und bringen eher unverständniss.

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    2. Durchgegriffen? Die Leute kriegen eine Anklage wegen Nötigung.
      Die Terrorjustiz, die d dir wünscht darfst du gerne in Nordkorea bewundern. Schade, dass du mit dem Rechtsstaat nicht klarkommst .

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