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Erzieherin positiv auf das Virus getestetRomröder Kita durch positiven Corona-Fall geschlossen

ROMROD (akr). Im Evangelischen Kindergarten in Romrod gibt es einen Corona-Fall. Eine Betreuerin wurde positiv auf das Virus getestet. Der Kindergarten ist ab sofort geschlossen.

In einer Mail an die Eltern, die der OL-Redaktion vorliegt, teilt die Kindergarten-Leiterin Natascha Metzler mit: „Soeben hat sich ein Corona-Verdachtsfall im Ev. Kindergarten Romrod unter den Betreuerinnen bestätigt“. Dieses Schreiben soll die Eltern laut OL-Informationen am späten Dienstagabend erreicht haben.

Dass eine Betreuerin positiv auf das Coronavirus getestet wurde, bestätigt auch der Vogelsbergkreis auf Anfrage von OL: „Das Ergebnis einer positiven Testung einer Erzieherin ist am gestrigen Abend beim Gesundheitsamt des Vogelsbergkreises eingegangen“, heißt es in der Antwort. Gesundheitsamts-Leiter Dr. Henrik Reygers habe umgehend – ab etwa 20 Uhr) – alle nötigen Maßnahmen eingeleitet: Er habe die Kindergartenleitung per Telefon über den positiven Fall informiert und mündlich angeordnet, dass die Kita zunächst geschlossen wird. „Die Leitung wurde gebeten, die Eltern – soweit noch möglich am Abend – über diesen Umstand zu informieren“, heißt es weiter.

Die Kinder und das Personal der Einrichtung befinden sich in häuslicher Quarantäne, die bis zum 30. Oktober andauern wird. Die Erzieherinnen werden am morgigen Donnerstag getestet. Derzeit würden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes mit den Eltern telefonieren und über Testmöglichkeiten informieren. Eine Anfrage bei der Kita selbst wurde nicht beantwortet.

Romröder Eltern kritisieren unterdessen, dass man nicht vor der Testung über den Verdachtsfall bereits informiert wurde, sodass man selbst entscheiden hätte können ob die Kinder in die Kita gehen oder nicht. Der Kreis beruft sich diesbezüglich darauf, dass das Gesundheitsamt erst nach einer positiven Testung tätig werde.

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10 Gedanken zu “Romröder Kita durch positiven Corona-Fall geschlossen

  1. Ich bin kein Ovid-Experte, aber was soll das? Die Kinder kommen in Quarantäne und alle im Haushalte Kinder lebenden Personen gehen freudig durch die Welt.
    Auch diese Kontaktpersonen können sich schon angesteckt haben und das Virus weiter verbreiten. Kein Wunder das die Fallzahlen so rapide steigen, wenn die Gesundheitsämter so reagieren.Zumindest bis zum Testergebnis sollten auch diese betroffnen Personen zu Hause bleiben und nicht noch möglicherweise andere infizieren.
    Gesundheitsamt was macht du da, ich glaube nicht dass es dem Namen gerecht wird.

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  2. Ich denke auch, dass es nichts gebracht hätte von dem Verdachtsfall zu wissen. Und das man den Kindergarten nicht direkt am Montag schon zu gemacht hat, nachdem der Verdachtsfall bestand, kann ich auch nachvollziehen. Wäre das der Fall gewesen und der Test wäre negativ ausgefallen, hätten sich auch wieder genug Eltern beschwert darüber, dass sie am Montag und Dienstag die Kinderbetruung hätten organisieren müssen. Jeder war doch froh, dass der Kindergarten so gut lief, wie er lief. Dass alle Kinder wieder hin gehen durften und nicht nur einzelne. Gerade mit den steigenden Infektionszahlen musste man immer damit rechnen, dass so etwas passieren kann. Man muss jetzt einfach abwarten und hoffen, dass sich nicht viele Erzieher oder Kinder angesteckt haben. Es sind aktuell schwierige Zeiten, da bringt es nicht jemanden die Schuld in die Schuhe zu schieben. Da müssen wir gemeinsam durch.

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  3. Was hätte es den Eltern genutzt am Montag von dem Verdachtsfall zu erfahren?
    Ich geh davon aus, dass bei der Erzieherin am So oder Mo Symptome aufgetreten sind und sie sich daraufhin am Mo beim Gesundheitsamt gemeldet hat, welches die Untersuchung am Di veranlasst hat.
    Die betroffene Erzieherin war am Di mit Sicherheit nicht mehr an der Arbeit; nach dem Eintreffen des pos. Ergebnisses müssen alle Kontaktpersonen der letzten xx Tage vorsorglich in Quarantäne und untersucht werden.
    Auch die Kinder die von ihren Eltern am Di nicht mehr in den Kindergarten geschickt worden wären, hatten letzte Woche Kontakt und müssen daher vorsorglich bis zum Eintreffen eines neg. Untersuchungsergebnisses in Quarantäne.

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    1. Nehmen Sie als Großvater das Risiko auf sich das Enkelkind während seiner Quarantäne zu betreuen, während Mutter und Vater arbeiten gehen?
      Ich hätte das Enkelkind (nach bekannt werden des Verdachtsfalles) aus reiner Vorsichtsmaßnahme gar nicht erst am Dienstag in Kindergarten geschickt.
      Ihr Enkel kann sich doch am Dienstag genauso gut bei einem bereits potentiell von der Betreuerin infizierten Kind anstecken und nicht direkt von der am Dienstag daheim gebliebenen Betreuerin. Um das zu verhindern, wäre eine zeitige Bekanntgabe des Verdachtsfalles von Nöten gewesen und nicht etwa um die Quarantäne zu verhindern.

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    2. Was die reine Quarantaene angeht stimmt Ihre Ueberlegung, allerdings erhoeht sich das echte Infektionsrisiko mit jedem Zuwarten und erneutem Kontakt erheblich.

      Ich faende es auch besser, wenn bei freiwilligen Veranstaltungen bereits der Verdacht kommuniziert wird und Eltern dann Kinder zuhause lassen koennen, dann ist die Wartezeit bis zum Testergebnis auch nicht ganz so wichtig.
      Gerade bei den U6 glaube ich naemlich nicht, dass diese sich 2 Wochen absondern koennen (oder ueberhaupt sollten), ohne den Rest des Haushalts zu infizieren. Das sieht bei Jugendlichen und Erwachsenen evtl etwas anders aus.
      Wobei es dann auch passieren kann, dass hektisch neue Kontaktbruecken zu Grosseltern etc hergestellt werden mit noch hoeherem Risiko.
      Solange man/frau/kind noch nicht offiziell in Quarantaene ist sollte sich vermutlich besser nichts an der Routine aendern.
      Schwierig.

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  4. „Der Kreis beruft sich …“
    Lächerlich!
    Schon mal was von Fürsorgepflicht gehört?
    Da es sich um einen kirchlichen Kindergarten handelt, hätte hier die Kirche (oder zumindest die Kindergarten-Leitung) aktiv über den Verdachtsfall per Aushang informieren müssen.
    Warum hat sie das nicht getan? Um die Betreuerin zu schützen? Absurd!
    Lieber schützt man hier eine einzelne Person, statt mehrere Kindergartengruppen oder wie?
    Wer bezahlt uns allen nun den Arbeitsausfall? Die Kirche oder die Kindergarten-Leitung?

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    1. Verzeihung, aber es ist nicht neu, dass die Zahlen in Hessen, auch im Vogelsbergkreis, zur Zeit stark ansteigen. Man kann durchaus davon ausgehen, egal wo man hingeht und Kontakt zu anderen hat, dass jemand mit dem Corona – Virus infiziert ist. Es gibt keine Pflicht seine Kinder in die Kita zu schicken. Die Eltern hätten ihre Kinder also jederzeit zu Hause lassen können, wenn sie Bedenken aufgrund der aktuellen Lage haben.
      Natürlich brauchen viele schon allein aus beruflichen Gründen diese Betreuungsmöglichkeit. Diese Tatsache ändert sich doch nicht durch einen Verdacht. Bei amtlich angeordneter Quarantäne, sieht das schon anders aus.
      Ich denke auch, dass alle betreffenden Personen zu jeder Zeit verantwortungsvoll mit der Situation umgegangen sind!
      Und ja(!) , auch eine Erzieherin verdient den Schutz ihrer Privatsphäre.

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    2. Endlich faellt wohl der Groschen, warum wir alle ein Interesse an wenigen Faellen und hohen Einschraenkungen der Sozialkontakte haben sollten.
      Sie wissen schon, dass die Quarantaene jederzeit und immer und immer wieder angeordnet wird, wenn eins Ihrer Kinder oder Sie Kontaktperson waren?

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  5. „…. Der Kreis beruft sich diesbezüglich darauf, dass das Gesundheitsamt erst nach einer positiven Testung tätig werde“

    Habe schön öfters gehört das man dort erst aktiv wird wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, ausbaden dürfen das die Eltern und deren Arbeitgeber !

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    1. Genau so ist es.
      Die Mitarbeiter können sich ja freiwillig testen lassen.
      Nur das man meist 1 Woche auf das Ergebnis warten muss.

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